Islamische Mehrehe in Europa unerwünscht

Die Union der islamischen Gemeinden und Organisationen in Italien fordert die Legalisierung der Polygamie in Italien.

Die islamische Ehe basiert auf der Scharia.  Sie gilt nach muslimischer Systematik als zivilrechtlicher Vertrag. Eine diesbezügliche Einführung würde zu dem  Einzug der Scharia als paralleles Rechtssystem führen.

Der Koran empfiehlt die Ehe; sie helfe unter anderem zur geistigen Vervollkommnung und ist daher gerne gesehen. Jede Muslimin und jeder Muslim, die zur Ehe in der Lage sind, sollten versuchen, dem nachzukommen. Auch wenn die Polygamie im islamischen Kulturkreis nicht unumstritten ist, so erlaubt nach islamischer Rechtsauffassung der Koran die Ehelichung von bis zu vier Frauen sowie eine unbestimmte Zahl von Konkubinen. Eine Frau hingegen kann nur mit einem einzigen Mann verheiratet sein.

Die Heirat von mehr als einer Frau ist nach islamischem Recht an hohe Anforderungen gebunden. Der Mann muss eine vollkommene Gleichbehandlung der Frauen gewährleisten, keine der Ehefrauen darf finanziell oder emotional bevorzugt werden. Der Mann muss darüber hinaus finanziell in der Lage sein, jeder seiner Ehefrauen einen eigenen Haushalt zu finanzieren.

In fast allen mehrheitlich muslimisch geprägten Ländern außer der Türkei, Tunesien, Albanien und den Ländern der ehemaligen Sowjetunion ist die Polygamie heute legal. Die Polyandrie – eine Frau hat mehrere Ehemänner – ist nicht zulässig.

In der Türkei, wo die Scharia im Zuge der Gründung der Türkischen Republik 1923/24 zwar als Gesetzesgrundlage abgeschafft wurde, werden dennoch bis heute vor allem in ländlichen Gebieten Ehen nach Scharia-Recht-Recht geschlossen. Diese sogenannten Imam-Ehen, die unter anderem Ehen mit mehreren Ehefrauen sein können, aber auch Ehen von Minderjährigen oder Zwangsehen, werden in regelmäßigen Abständen vom türkischen Staat amnestiert, sodass auf diese Weise das traditionelle und kulturell geprägte Heirats- und Eheverständnis zunehmend wieder Einzug hält

Die Personenstandsgesetzgebung Saudi Arabiens basiert auf dem islamischen Gesetz, der Scharia. Dieser Vertrag soll von Zeugen unterschrieben werden und legt eine gewisse Geldsumme (mahr) fest, die von dem Mann an die Frau zu zahlen ist.

Der Ehevertrag kann auch eine bestimmte Summe festlegen, die im Falle einer Scheidung an die Frau zu zahlen ist, oder bestimmte andere Bedingungen enthalten, beispielsweise der Frau das Recht zusichern, sich scheiden zu lassen in dem Fall, dass der Mann eine zweite Frau heiratet, oder dass in diesem Fall der Frau das Sorgerecht für die Kinder zusteht. Im Scheidungsfall geht das Sorgerecht zwingend auf den Vater über. Lediglich bis zu einem bestimmten Alter verbleiben die Kinder in der Obhut der Mutter.

Es gibt islamischen Voraussetzungen, die eine Ehefrau erfüllen muss:

Es muss sich bei der Frau um eine Muslima oder eine Angehörige der schriftbesitzenden Religionen (Jüdin und Christin) handeln, die an ihre Religion glaubt. Allerdings empfiehlt der Islam, eine gläubige, religiöse Muslima zur Ehefrau zu wählen. Denn eines Tages wird diese Frau die Mutter deiner Kinder sein, die sich um ihre Erziehung kümmern und dir eine Hilfe sein wird, um Gutes zu verrichten und standhaft auf dem Wege Allahs zu bleiben. Es muss eine keusche, anständige und ehrbare Frau sein. Somit ist es verboten, eine Frau zu heiraten, von der bekannt ist, dass sie unanständig ist und Unzucht betreibt. Es darf sich nicht um ein nahes weibliches Familienmitglied handeln.

Islamischen Voraussetzungen, die ein Ehemann erfüllen muss:

Beim Ehemann wird vorausgesetzt, dass er ein Muslim ist. Es ist im Islam verboten, dass eine muslimische Frau einen nichtmuslimischen Mann heiratet. Der Islam empfiehlt nachdrücklich, den Heiratsantrag eines Muslims anzunehmen, wenn dieser die zwei folgenden Eigenschaften besitzt: Geradlinigkeit in der Religion und guten Charakter

Allah bestimmte, dass die Ehemänner Verantwortung für ihre Ehefrauen tragen müssen. Das heißt, sie sind für ihre Angelegenheiten verantwortlich, müssen ihnen den rechten Weg weisen und für ihr Wohlbefinden sorgen. Der Mann trägt die Verantwortung, weil Allah ihn mit Besonderheiten und Eigenschaften ausstattete und weil Allah den Mann dazu verpflichtete, für die Finanzierung der Familie aufzukommen. Im Koran steht: Die Männer stehen in Verantwortung für die Frauen wegen dessen, womit Allah die einen von ihnen vor den anderen ausgezeichnet hat und weil sie von ihrem Besitz (für sie) ausgeben.

Es gehört zu den Rechten des Ehemanns gegenüber seiner Ehefrau, dass sie seinem Wunsch nach Intimität und Geschlechtsverkehr nachkommt. Wenn sie jedoch den Ruf ihres Mannes zum Geschlechtsverkehr ablehnt und sich weigert, so begeht sie einen schweren Fehler und eine große Sünde. Außer, sie hat hierfür einen legitimen Grund.

Zu den Rechten des Ehemanns gehört, dass seine Frau keinen Menschen in sein Haus eintreten lässt, den der Ehemann nicht mag. Eines der Rechte des Ehemannes über seine Frau ist, dass sie nicht aus dem Haus gehen darf, außer mit seiner Erlaubnis. Ganz gleich, ob es sich hierbei um eine besondere Erlaubnis handelt für das Hinausgehen zu einem bestimmten Ort oder ob es sich um eine allgemeine Erlaubnis handelt für das Hinausgehen, um beispielsweise zur Arbeit zu gehen oder private Angelegenheiten zu erledigen.Es ist islamisch empfohlen, dass die Ehefrau in rechtlicher Weise ihrem Ehemann Dienste erweist, indem sie für ihn kocht und den Haushalt führt.

Wenn man dies alles bedenkt, würde mit der Einführung der islamischen Mehrehe die westliche Errungenschaft, die Gleichberechtigung der Geschlechter, aufgehoben. Es ist nicht so lange her, dass auch bei uns eine Frau die Erlaubnis von ihrem Ehemann einholen musste, um arbeiten gehen zu dürfen.

Gefährlich wäre es auch, wenn diese Form der Ehe in Parallelgesellschaften in Europa praktiziert würde.

Islamische Mehrehe in Europa unerwünscht

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