Theresa May’s mögliche Gedanken zu Bojo: „dös hätt‘ i a no z’sammbracht“.

Nach der gestrigen neuerlichen Niederlage Boris Johnsons im Unterhaus habe ich an Theresa May denken müssen. Für sie trifft vielleicht der Spruch Kaiser Ferdinands I. („der Gütige“, 1793 – 1875, Kaiser von 1835 – 1848) zu, „dös hätt‘ i a no z’sammbracht“.

Wie war es zu dem Ausspruch gekommen?

In Beratungen mit den engsten Familienmitgliedern wurde dem kinderlosen Kaiser Ferdinand I.  empfohlen, die Regierung abzugeben. Er legte am 2. Dezember 1848 die Regierung zu Gunsten Franz Josephs nieder. Bei diesem Anlass soll Ferdinand zu seinem Neffen Franz Joseph gesagt haben: „Gott segne dich, sei brav, es ist gern geschehen.“

Wie war es zu dieser Abdankung gekommen?

Die Unruhen der Märzrevolution 1848 veranlassten Metternich, am 13. März 1848 zurückzutreten und das Land zu verlassen. Am 15. März hob Ferdinand I. die Zensur auf und setzte am 25. April weitere Schritte der Liberalisierung, die den Revolutionären aber nicht genügten. Vertreter der Nationalgarden, der Arbeiter und der Studenten Wiens übergaben am 15. Mai in der Wiener Hofburg, zu der sie sich Zutritt verschafft hatten, die „Sturmpetition“ mit wesentlich weiter gehenden Forderungen; Ferdinand und sein Hof zogen es daher am 17. Mai vor, in die Innsbrucker Hofburg zu übersiedeln. Zwar kehrte der Kaiser Mitte August 1848 in die Hauptstadt zurück, begab sich aber nach dem Ausbruch des Oktoberaufstandes nach Olmütz. Das Regieren war längst ein Reagieren auf Forderungen aus dem Volk geworden: Im Laufe des Jahres „verbrauchte“ der ratlose Kaiser nicht weniger als sechs Ministerpräsidenten.

Anlass für den Ausspruch Ferdinands:

Als dann Franz Josef einen persönlichen Tiefschlag erlitt: bei der Schlacht von Solferino 1859 hatte Franz Joseph persönlich das Oberkommando übernommen, und als die Schlacht für Österreich desaströs endete, galt die Unfähigkeit Franz Josephs als Heerführer als bewiesen. Österreich hatte in der Folge schwere Gebietsverluste hinzunehmen. Besonders hart war der Verlust der Lombardei – 1859, der reichsten Provinz des Reiches.

Anlässlich dieser Ereignisse meinte der abgetretene Kaiser Ferdinand I. dann: „dös hätt‘ i a no z’sammbracht“.

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