Kling, Glöckchen, klingelingeling

Ich habe schon viele sehr unterschiedliche Feste am Heiligen Abend erlebt. In der frühen Kindheit in Wien, in der Harmoniegasse, mit Eltern, Tanten und Onkeln, sowie Großeltern. Ich war das einzige Kind, und daher reich beschenkt wenn auch nicht immer überlegt – denn die diversen Verwandten hatten sich nicht abgesprochen und daher habe ich z.B. Buntstifte – mehrmals bekommen. Wobei reich beschenkt, selbstverständlich nicht ganz vergleichbar mit jenen Unmengen von Dingen sind, die Kinder heute bekommen.

Die Kriegsweihnachten waren dann bescheidener, es fehlten die männlichen Mitglieder – kriegsbedingt – die Geschenke fielen weniger zahlreich aus. Auf dem Christbaum  hingen auch kleine Figuren, die man im „Winterhilfswerk“ gegen Spenden erhalten hatte. Aber an ein Geschenk kann ich mich gut erinnern: es war ein Füllfeder- Drehbleistiftset, wunderschön, in grün (Bakelit?). Ich glaube, es war damals schon „übertragen“ erworben worden. Man musste die Feder in ein Tintenfass eintauchen und die Tinte hineinpumpen, zeitweilige fand ich es lustig, sogar grüne Tinte zu verwenden. Diese Füllfeder hat mich weit in mein Berufsleben hinein begleitet. Da ich dort meinen Schreibtisch nie zusperrte, fehlte sie dann eines Tages – darüber war ich wirklich traurig.

Im Kriegswinter 1944 konnte ich zu Weihnachten auf der Aist noch eislaufen, und am Christtag ging zu einer anderen Wiener Familie, die ebenfalls in diese Gegend „evakuiert“ worden war, ich freute mich drauf, weil es in dieser Familie ein Mädchen – Helga – gab, das ein meine Wiener Schule gegangen war. Selbstverständlich hatte ich den neuen Rock an, der mein sehr geschätztes Weihnachtsgeschenk war – aus einer alten Knickerbocker meines Vaters geschneidert. Dort, auf dem Bauernhof gab es ein sehr üppiges Essen, nach damaligen Verhältnissen – Schweinsbraten mit Knödeln und Kaut – und ich schaffte es, mir den Saft des Schweinsbratens über den neuen Rock zu gießen, meine Mutter war wütend auf mich, denn Kleider gab es einfach nicht viele und ich wuchs sehr schnell, und ich war traurig, dass mein schöner neuer Rock nun nicht mehr verwendbar war.

1945 wussten meine Eltern überhaupt nicht, was sie mir schenken sollten, es wurde dann eine braune Umhängtasche, die mir aber gar nicht gefiel. Meine Eltern merkten meine nicht verhohlene Enttäuschung. Dennoch der Mettenbesuch durch die verschneite Landschaft, mit den Laternen in der Hand war dann schon wieder ein wunderschönes Erlebnis. Auch diese Weihnachten verbrachten wir noch einmal in Pregarten.

Dann wurde es nach und nach besser, in der „Wiederaufbauphase“. Die Wohnung wurde wärmer, weil endlich die Fenster eingeschnitten worden waren und weil es ein wenig mehr Heizmaterial – Koks – gab, Gas und Strom gab es länger und häufiger, sodass man kochen und braten konnten. Meine Mutter besorgte weiterhin den Karpfen – der in Stücke geschnitten mitsamt Gräten paniert wurde. Ich glaube, dass sie damals schon auf den Markt ging – zeitig am 24. In der Früh und nicht mehr zum Donaukanal, wo die Waldviertler Karpfen noch im Donauwasser schwammen. Und am Christtag gab’s als besondere Delikatesse gefüllte Kalbsbrust. Mein Vater brachte regelmäßig einen Gast (aus dem Hotel, in dem er arbeitete) mit, der sonst am Heiligen Abend allein gewesen wäre.

Geschenke waren Bücher oder sonst etwas, das gerade „gebraucht“ wurde, das konnte damals schon auch etwas zum „Schifahren“ sein, z.B. die schnittige Keilhose. Bücher zu lesen war mein größtes Vergnügen zur Weihnachtszeit – und dazu Vanillekipferl essen. Später – in meiner Alpenvereinszeit – brachte mich mein Vater meist am Stephanitag zur Bahn und wir Jugendliche fuhren Schifahren in die Berge. Zurück kam ich dann meist erst am 6. Jänner abends – trotz der Tatsache, dass das der Geburtstag meines Vaters war.

Als ich dann schon meinen Mann kannte, durfte ich am 24. nach der Bescherung und dem Essen das Haus – kurz – verlassen, das waren noch die Zeiten wo es kein offenes Lokal gab und wenn man das Haus verließ, höchstens in die Mette ging. Ich traf kurz meinen späteren Mann, wir gingen ein Weilchen spazieren und dann brachte er mich wieder nach Hause, nachdem wir die Geschenke füreinander ausgetauscht hatten.

Unsere ersten „verheirateten Weihnachten“ verbrachten wir meist „on the road“, zuerst bei „meinen“ Eltern, dann bei „seiner“ schon lange verwitweten Mutter, Bruder, Schwägerin und kleinem Baby. Wir selbst hatten kaum Zeit für unsere eigenen Weihnachtsfeier, da wir da schon wieder in die Mette gehen mussten.

Als mein Sohn im Dezember darauf geboren worden war, gab es nach der Geburt einiges an Komplikationen und mein Baby und ich mussten über Weihnachten im Spital bleiben. Da damals die Besuchszeiten nicht so liberal gehandhabt wurden, blieb ich nach dem Besuch meiner Eltern und meines Mannes am Heiligen Abend dann allein im Spital zurück. Das war dann schon ein bissel traurig.

Über weitere weihnachtliche Gegebenheiten in unserer Familie werde ich Ihnen bei einer anderen Gelegenheit berichten.

 

Kling, Glöckchen, klingelingeling

Eine andere Art der Herbergsuche

Diese Weihnachtsgeschichte haben Daniel Kruppa und seine Großmutter Christa Chorherr gemeinsam verfasst. Daniel lebt derzeit  im fernen Ecuador, als so genannter Auslandszivildiener. Er arbeitet dort einer Fundacion Don Bosco (Salesianerinnen), in Ambato.

Pablo ist von der Schule nach Hause gekommen. Seinen etwas zerschlissenen Schulrucksack warf er gleich in eine Ecke. In der Schule war es wieder einmal fürchterlich langweilig gewesen – ob Schule immer so sein musste? Pablo war neugierig, aber er hatte gelernt, ja keine Fragen zu stellen, dafür war keine Zeit in der Schule und außerdem wollte der Lehrer nur das vortragen, das schon lange vorbereitet war und eigentlich mit dem Leben von Pablo gar nichts zu tun hatte. Denn es gibt einen nationalen Lehrplan und nationale Schulbücher, das jeder Lehrer, jede Lehrerin des Landes Schritt für Schritt durcharbeiten muss. Da hat der/die LehrerIn absolut keine Möglichkeit, individuell auf die Anforderungen einzelner SchülerInnen oder der Klasse einzugehen. Daher erwartete der Lehrer nur, dass die Schüler (wie Papageien, so fand Pablo) alles wortgetreu nachplappern sollte. Ihm war so fad. Aber das durfte er zu Hause ja nicht sagen. Seine Eltern und ältere Geschwister, er war der Vierte von fünf Geschwistern erachteten es ohnedies als Privileg, dass er überhaupt eine Schule besuchen durfte. Sollte er sich beschweren, wäre es schnell aus mit der Schule und er müsste Schuhputzen gehen, um Geld für die Familie zu verdienen. Zu Hause gab es einen sehr strengen Vater, der sehr viel auf die alten Traditionen hielt, eine sehr überarbeite aber liebevolle Mutter und zwei ältere Brüder, die Pablo meist drangsalierten (sie waren auch stärker als er, er aber war klüger als sie) und eine Schwester, die nur Flausen im Kopf hatte, mit der Kleinsten, einer weiteren Schwester spielte Pablo zuweilen gerne.

Pablos Eltern – sie gehörten zu der Gruppe der Indigenas, also der Eingeborenen, die traditionell am untersten Ende der Hierarchieskala standen. (Weiße, die Oberschicht; – Mestizos, die Mittelklasse – Indigenas). Beide konnten weder lesen noch schreiben, rechnen schon, denn das war ja notwendig, um überhaupt etwas auf dem Markt kaufen und verkaufen zu können. Die Mutter verkaufte die Eier der Hühner, die sie hielt und das Gemüse, das sie im kleinen Garten angepflanzt hatte. Der Vater arbeitet als Bauarbeiter. Deine Brüder folgten dem Vater in ihrer „Berufswahl“, wenn man davon überhaupt sprechen konnte. Pablo hatte größere Pläne, er wollte für die Indigenas eine bessere Stellung in der Gesellschaft erreichen, aber dazu musste man Politiker werden und Politiker konnte man ohne gute Bildung nicht werden. Das war wirklich ein Dilemma für Pablo. Über dieses Thema konnte er auch in seiner Familie nicht reden, seine Brüder lachten ihn aus, seine Mutter hielt es für unmöglich, seine hochnäsige Schwester wollte nur „reich heiraten“ und wenn er derartiges zum falschen Zeitpunkt zu seinem Vater sagte, dann konnte er womöglich mit Prügel rechnen. Dessen Gürtel war dann schnell bei der Hand. Und gute Noten erwartete der Vater außerdem, wenn möglich „lauter 10er“, denn das wäre die beste Stufe, aber das schaffte Pablo nun doch nicht, aber unter 7 durfte er ja nicht sinken, sonst würde er sitzenbleiben – und damit wäre seine „Karriere“ endgültig beendet. Wenigstens einer der Familie sollte „höher hinaufkommen“, so meinte der Vater, aber dafür erwartete er Bestnoten. Also musste Pablo sich mit den Lehrern und Lehrerinnern gut stellen, wenn sie noch so langweiliges Zeug herunterleierten.

Manchmal schlich er an den Schulen der reichen, meist weißen Kinder vorbei, die mit schicken Schuluniformen in ihre elegante Schule gingen, oft von den Eltern mit dem Auto hingebracht. Jetzt war dieses Gebäude noch reichlich mit bunten Lichterketten geschmückt, da ja Weihnachten vor der Tür stand. Dort würde das Lernen sich nicht so langweilig sein, aber für ihn, einen armen Indigenen, war die Chance, dort hineinzukommen einfach gleich null, weil es für Arme einfach nicht erschwinglich war.  Also musste er einen anderen Weg finden.

Einige Buben und Mädchen in der seiner Schule gingen manchmal nach Schulschluss gemeinsam in eine Richtung – dorthin, wo sie sicher nicht wohnten. Er beschloss, ihnen einfach einmal nachzugehen und zu sehen, was deren Ziel war. Es war ein schlichtes Gebäude, es lag auch in einem Armenviertel. Er beobachtete das Gebäude, es schien von Nonnen bewohnt zu sein – und auch einige doch recht junge Weiße, Gringos, gingen dort aus und ein. Seltsam, die Kinder, die dort hingingen, blieben aber dann drinnen.

Also nahm er seinen ganzen Mut zusammen und fragte einen Buben, der dort hineinging, was er da denn mache. Dieser Bub lachte ihn nicht aus, wie Pablo befürchtet hatte, sondern erzählte ihm, dass hier Klosterschwestern lebten, die den Kindern bei den Aufgaben helfen würden und überhaupt mit ihnen lernten. Und die Gringos? Na, die halfen ihnen dabei. Jetzt stellte sich für Pablo nur die Frage, ob auch er eine Chance hätte, dort aufgenommen zu werden. (Dass er dann am Nachmittag nicht arbeiten könnte, müsste er seinen Eltern dann erst beibringen, auch davor fürchtete sich Pablo.) Aber die erste Frage war jetzt, ob er überhaupt eine Chance hätte, hier aufgenommen zu werden, die Eltern würden sicher kein Geld dafür locker machen können. Also ging er mutig in das Haus und suchte den Weg zu der Klosterschwester, Narcissa, wie ihm der Bub, den er befragt hatte, geraten hatte. Erstaunt sah er die aufgestellte Krippe und einen Christbaum in der Eingangshalle, sonst kannte er derartiges nur aus der Kirche.

Er klopfte schüchtern an, ein resolutes „Herein“ ertönte. Streng sah ihn Madre  Narcissa an und fragte ihn nach seinem Begehr. Stotternd meinte Pablo, dass er hier lernen möchte, um später einmal Gutes für seine Landsleute tun zu können. Zitternd erwartete er einen Hinauswurf. Aber es kam anders. Freundlich fragte ihn die Madre, wo er in die Schule ginge und schon sprudelte es aus ihm heraus, dass er so gerne so vieles wissen und lernen möchte, aber auf seine gestellten und dann nicht mehr gestellten Fragen in der Schule keine Antworten erhielte. Er berichtete vom Auswendig-Lernen, vom Abschreiben, vom Schön-Schreiben-Müssen. Rot werdend erzählte er auch gleich dann, dass die Eltern sehr arm wären und sicher nichts für seine Erziehung bezahlen könnten. Madre Narcissa lächelte nur still und meinte, dass alle Kinder, die lernen möchten, am Nachmittag hierherkommen könnten, dass man ihnen bei den Aufgaben helfen würde und sie auch sonst allerhand lernen könnten. Pablo strahlte, allerdings verdunkelte sich seine Miene gleich wieder, als er daran dachte, wie er das seinen Eltern wohl beibringen könnte. Er würde es folgendermaßen anstellen: er würde den Eltern klarmachen, dass er hier nicht nur lernen würde, sondern auch zu Essen bekäme, womit zu Hause dann ein Esser weniger wäre? Madre Narcissa hatte auch in dieser Situation einen guten Rat: in der Fundacion Don Bosco arbeiteten auch Psychologinnen und Sozialarbeiterinnen, die den üblicherweise den Kontakt mit den Eltern aufrechterhielten. Eine von ihnen könnte doch Pablo zu seinen Eltern begleiten? Der Bub war so dankbar!

Nun nahm ihm Madre Narcissa an der Hand und führte ihn zu den anderen Kindern, manche spielten gerade Fußball mit einem der großen Gringos, alle lachten und waren lustig. In einem Saal sah er einen anderen Gringo, der mit einem anderen Buben und Mädchen sichtlich Rechnen übte, na das wäre bei Pablo sicher nicht notwendig.

Madre Narcissa gab ihm die Hand, und sagte, sie hoffe ihn am nächsten Nachmittag hier zu sehen. Der große Gringo mit dem weißen Kappel winkte ihm und lachte ihm ermunternd zu. Es würde schon gut gehen, mit den Eltern, besonders wenn ihn eine der was? (Pablo kannte das Wort noch nicht und tat sich daher schwer beim Aussprechen) Psychologinnen begleiten würde.

Für Pablo war diese Aufnahme in die Fundacion und die Möglichkeit des Lernens das schönste Weihnachtsgeschenk! Schließlich hatten die Eltern des Jesuskindes auch eine einfache Unterkunft gefunden, wo das Christuskind auf die Welt kommen konnte. Und das war auch kein Palast, sondern ein gemütlicher Stall gewesen.

 

Eine andere Art der Herbergsuche

Von Nazareth nach Bethlehem

Josef und Maria müssen ja schon unterwegs sein, von Nazareth nach Bethlehem, das ist ein weiter Weg. Wir waren im vergangenen Sommer in Israel und sind sowohl in Nazareth als auch in Bethlehem herumspaziert und haben die berühmten „Stätten“ aufgesucht.

Es ist ein hügeliges Territorium, zur Römerzeit gab es zwar gute Straßen, aber wahrscheinlich auch nur dort, wo das römische Militär marschieren musste, also bin ich nicht sicher, ob die Straßen von Nazareth nach Bethlehem gar so gut waren. Und es ist auch dort jetzt Winter, in Nazareth hat es heute 13 Grad – und es regnet. Auch in Bethlehem hat es 12 Grad- und es regnet… Ich glaube nicht, dass es vor 2000 Jahren viel anders war. Maria war hochschwanger, also ich stell mir das Reiten auf einem Esel – in hochschwangeren Zustand – auch nicht gerade so bequem vor, vielleicht besser als zu Fuß gehen. Als man mir auf unserer Reise dort für ein „letztes, steiles Stück Weges in praller Sonne“ einen Esel angeboten hat, habe ich das abgelehnt, es schien mir suspekt:  den ganzen weiten Weg von Nazareth nach Bethlehem auf einem Esel, den man wahrscheinlich doch mit etwas Gepäck teilen musste scheint mir eine ziemliche Herausforderung zu sein. Auf den jetzigen breiten Autostraßen sind es 179,4 km (mit dem Auto – 2 Stunden 39 Minuten).

Heute werden acht bis zehn Wandertagen für den „Nativity Trail“ durch das Heilige Land, von Nazareth zum Geburtsort Jesu in Bethlehem angesetzt. Da sind aber wahrscheinlich keine Schwangeren dabei. Vielleicht aber ein paar Besichtigungen, die Josef und Maria sicher nicht gemacht haben.  Also kann man heute diesen Weg auch heute zu Fuß zurücklegen – am so genannte Nativity Trail, allerdings führt er sowohl durch Palästina (besetzte Gebiete) als auch durch Israel. Nahezu unberührte Natur und scheinbar abgelegene Flusstäler mit idyllischen Hirtenszenen lassen die biblische Bildwelt anschaulich werden. Kontrollpunkte, Militärstützpunkte und israelische Siedlungen inmitten palästinensischer Dörfer holen einen zurück in den Konflikt, der den schwierigen Alltag der Menschen im Land bestimmt. Es ist eine raue Landschaft, im Norden ist die Szenerie geprägt von Olivenhainen und Pinienwäldern.

In Jenin gibt es  das Freedom Theatre, wo Jugendliche in Theater- und Multimediakursen lernen, ihre Erlebnisse friedlich zu verarbeiten. In der Beduinen- Zeltstadt Auja lebenr auf Familien, die trotz extremer Wasserknappheit erfolgreich Viehwirtschaft betreiben. Und in Duma fehlt der Muezzin, er wurde im örtlichen Minarett kurzerhand durch eine Radiostation ersetz, die fünfmal täglich durch rauschende Lautsprecher zum Gebet aufruft.

Südlich von Nablus führt der anspruchsvolle Pfad hinunter in den Jordangraben und weiter Richtung Jericho, einer der ältesten Städte der Erde. Umwege – die es vor 200 Jahren sicher nicht gab, sind heute nicht zu vermeiden: Die Strecke führt durch ein Übungsgebiet der israelischen Armee; um Komplikationen zu vermeiden, wird das Camp (mit Taxi) umgangen, bevor es dann wieder zu Fuß durch die judäische Wüste in Richtung des vor 2000 Jahren sicher noch nicht bestehenden griechisch-orthodoxen Mar-Saba-Klosters geht. Dieses Kloster ist eines der ältesten bewohnten Klöster – gegründet 482 – weltweit. Derzeit leben dort zehn Mönche. Bemerkenswert sind auch die Ruinen des Hischam-Palastes aus dem 8.Jahrhundert.

Aber wurde nun Jesus wirklich in Nazareth geboren und sind Josef und Maria wirklich zur Zählung dorthin unterwegs gewesen.  Es gibt ernst zu nehmende Studien, dass Jesus in Nazareth geboren wurde. Aber Galiläa und damit Nazareth mit seinen griechischen Städten und seiner hellenisierten jüdischen Oberschicht, war strenggläubigen Juden suspekt. Daher – und weil der Messias aus der Stadt und dem Haus Davids kommen musste – „erfindet“ Lukas die Geschichte von der Steuerschätzung des Quirinius, bei der jeder in seine Stadt ziehen musste, weshalb „auch Josef von der Stadt Nazareth in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Bethlehem heißt“, gezogen sei. Kann das Lukas-Evangelium daher stimmen? Erstens zog bei solchen Schätzungen, die es im Römischen Reich öfter gab, nicht jeder in seine Heimatstadt. Das wäre ein logistischer Albtraum gewesen. Und zweitens fällt die Steuerschätzung des Quirinius in das Jahr 6/7 unserer Zeitrechnung, elf bis zwölf Jahre nach der tatsächlichen Geburt Christi zur Zeit des Königs Herodes.

Der Koran, der ja auch Maria und Jesus (allerdings nicht als Gottes Sohn, sondern als Prophet) kennt, gibt keine Hinweise auf konkrete Orte und Zeiten.

Wir alle lieben unsere Weihnachtsgeschichte, mehrmals haben meine Enkelkinder die Herbergsuche am Heiligen Abend nachgespielt – ich durfte auch mitspielen – ich war der Esel, der Maria tragen durfte.

Von Nazareth nach Bethlehem

Ein nächtlicher Spaziergang durch das alte Wien

Gestern bin ich hin und zurück abends durch „meine“ Stadt gegangen. Ich kam durch die Seilerstätte, die Himmelpfortgasse, die Rauhensteingasse, die Liliengasse, die Churhausgasse, Stephansplatz, ein winziges Stück Schulerstraße, Strobelgasse, ein kleines Stück Bäckerstraße, Essiggase in die Sonnenfelsgasse. Das war jedenfalls der schnellste Weg durch die Stadt, den ich suchen musste, weil es ja geschüttet hat.  Aufgefallen ist mir besonders am Rückweg und es war schon halb elf, dass die Straßen nicht nur beleuchtet, sondern auch belebt waren, denn das Rauchverbot wirkt sich diesbezüglich recht segensreich aus, vor den Lokalen sind eine ganze Menge Leute gestanden, nicht alle rauchen – es dürften auch ihre Freunde zur Unterhaltung mitgekommen sein, viele aber lachen und sind fröhlich. Bei manchen Lokalen kann man sogar sitzen. Andere haben Stehtische vort dem Lokal, Schirme schützen vor dem Regen, und Heizschwammerln – mancherorts – wärmen die Draußen-Stehenden.

In der Himmelpfortgasse, beim Winterpalais des Prinzen Eugen habe ich zu den Fenstern der Belle-Etage hinaufgeschaut, es war Licht, man hat Teile der Goldenen Decke gesehen. Aber ob auch an diesem Tag verhandelt wurde, zwischen den Türkisen und Grünen um eine tragfähige Koalition zusammenzubringen, das konnte ich nicht feststellen.

Der seit 1786 gültige Name Rauhensteingasse leitet sich von der Bezeichnung Auf dem rauhen Stein ab, der vorher auf einem Teil der heutigen Himmelpfortgasse haftete und vom Hausschild „Zum Rauchenstein“ (1, Himmelpfortgasse 16, Seilerstätte 18) abzuleiten ist. In dieser Gasse hat z.B. Franz Grillparzer gewohnt, hier befindet sich das Mozart-Sterbehaus, bis 1775 lag hier auch unter verschiedenen Bezeichnungen (Schergenhaus, Diebsschergenhaus, Diebshaus) das Untersuchungsgefängnis im Besitz der Stadt Wien. Es ist ein bisserl gruselig dran zu denken, hier befand sich damals die Frag- oder Schergenstube (Folterkammer).

Woher die Liliengasse ihren lieblichen Namen bezieht, weiß ich leider nicht zu berichten. Aber sehr wohl, dass sich dort ein Theater befindet, das Theater im Zentrum das eigentlich jetzt das Theater der Jugend ist, na und nicht zu vergessen die (vormals) berühmte Eden Bar, in der man in meiner Jugend wohl mindestens einmal gewesen sein muss, Stammgäste wurden sogar in Qualtingers Liedern verewigt.  Jedenfalls eines sollten Sie hier nicht versäumen – in der Liliengasse nämlich – ihre Augen zum Stephansturm zu erheben. Ein atemberaubender Blick.

Das Areal der Churhausgasse war ursprünglich mit dem Priesterhaus verbaut. Dort, wo sich heute das Deutschordenshaus befindet, bestand hingegen ein Gässchen, das den Zugang von der Singerstraße zum Stephansfreithof (Stephansfriedhof) ermöglichte. Erst als 1309 die Stadt Wien einen Teil des Priesterhauses und das Gässchen an den Deutschen Orden abtrat, entstand die Churhausgasse. Sie blieb aber bis 1862 namenlos. Zwischen 1674 und 1788 befand sich an der Einmündung der späteren Churhausgasse in die Singerstraße das Hütten- oder Stephanstor als einer der Zugänge zum Stephansfreithof. 1862 erfolgte dann die Benennung nach dem im 18. Jahrhundert anstelle des alten Priesterhauses erbauten Churhauses.

Wirklich bemerkenswert ist die Strobelgasse historisch nicht. Sie ist benannt nach dem Haus Zum Strobelkopf. Der Name leitet sich wahrscheinlich vom Wort „Strobilius“ ab, worunter man Zirben-, Tannen- und Fichtenzapfen verstand. Da Schüler zu dieser Zeit auf Stroh- oder Tannenzweigen saßen, die (eventuell wegen des angenehmen Geruches) mit Zapfen vermengt waren und an der nahen (alten) Universität großer Bedarf daran herrschte, soll diese einen Vorrat an Zapfen und Zweigen im Strobelhof aufbewahrt haben. Über der Tür war ein Struwelpeterkopf als Hauszeichen angebracht. Im 19. Jahrhundert bestand im Haus die beliebte Gastwirtschaft „Zum Strobelkopf“.

Die Essiggasse wurde 1908 nach dem Gewerbe der Essighändler benannt, wohl weil der bürgerliche Essighändler Ferdinand Pichler dort seinen Sitz hatte. Die Gasse ist aber schon viel älter.  Sie ist erstmals im Jahre 1454 als Gässlein bei der Badstube belegt, die bis etwa Mitte des 18. Jahrhunderts existierte. Die hohen Gebäude zu beiden Seiten der Essiggasse stammen aus spätbarocker und klassizistischer Zeit, gehen aber zum Teil auf ältere Epochen zurück, z.B. das Haus Schaumburg, das Haus zum Römischen Kaiser (nach der gleichnamigen Apotheke), das Palais Seitern (ehemals dem Grafen Fünfkirchen gehörend) und das Palais Nimptsch,  ursprünglich ein Renaissance-Bürgerhaus, dann im spätklassizistischem Stil umgebaut.  So eine kleine enge Gasse, da würde man so viele bedeutende Bauten gar nicht vermuten.

Bei meinem Heimweg sind mehrere Taxis langsam vor mir hergefahren, wohl, in der Hoffnung eine Fuhre zu ergattern, ich aber weiß, dass man durch diesen Teil von Wien am allerschnellsten zu Fuß vorankommt, und fürchten, das muss man sich in Wien wahrlich nicht.

Ein nächtlicher Spaziergang durch das alte Wien

Heute wird in Wien die zentrale Chanukkia entzündet und was es damit auf sich hat

Hier bei uns wird Weihnachten gefeiert, eigentlich schon lange vorher, ich habe den Eindruck, dass die die gesamte Adventzeit durchgefeiert wird. Weihnachten ist dann zum Erholen da, von den vielen Feiern. Für viele, die nicht an das Weihnachtswunder glauben, ist Weihnachten halt eine Summe von Traditionen, die jedes Jahr neuerlich umgesetzt werden. Aber das war jetzt eine ziemlich unweihnachtliche Bemerkung.  Vergessens Sie’s.

Aber wir sollten alle miteinander nicht vergessen, dass Teile unserer Bevölkerung auch etwas anderes feiern.  Das Chanukka Fest. Ich kann mir vorstellen, dass es viele unter Ihnen gibt, die das ohnedies wissen und auch vieles mehr über dieses Chanukka Fest. Dann brauchen Sie nicht weiterzulesen.

Das Chanukkafest beginnt heuer am Abend des 22. Dezember und endet am Abend des 30. Dezember. „Chanukka“ ist hebräisch und bedeutet „Einweihung“. Gefeiert wird zur Erinnerung an die Wiedereinweihung des zweiten Tempels in Jerusalem im zweiten Jahrhundert v. Chr. Chanukka gilt als fröhliches und familiäres Fest, das am 25. Tag des jüdischen Monats Kislew beginnt und acht Tage dauert. Bei Chanukka geht es auch um das öffentliche Bekenntnis zum Judentum, denn der Chanukka-Leuchter, die Chanukkia, soll so im Fenster aufgestellt werden, dass man von außen sehen kann, dass hier Juden leben. Zeitpunkt des Anzündens ist nach Einbruch der Dunkelheit. Die Lichter werden von rechts nach links aufgestellt, aber von links beginnend entzündet. Dabei werden auch Gebete gesprochen, Lieder gesungen und die Chanukka-Geschichte erzählt. Die Kerzen brennen idealerweise täglich zur Gänze herunter, mindestens aber 30 Minuten. Eigene Geschäfte bieten Kerzenpakete für alle acht Tage an. Diese können auch bunt sein.

Es ist ein fröhliches Fest, denn es wird die Befreiung von einer langen Phase der Unterdrückung gefeiert. Unter der Herrschaft des Königs Antiochus IV. Epiphanes (* um 215 v. Chr.; † 164 v. Chr.; König aus der Dynastie der Seleukiden; galt als mächtigster König seiner Zeit) waren im zweiten vorchristlichen Jahrhundert die jüdische Kultur und Religionsausübung verboten. Er errichtete in Jerusalem eine griechische Polis und ließ den Tempel in eine Kultstätte für Zeus umweihen. 165 v. Chr. konnten sich die Hebräer von Antiochus befreien. Chanukka erinnert an die Wiedereinweihung des zweiten jüdischen Tempels in Jerusalem im jüdischen Jahr 3597 (164 v. Chr.) nach dem erfolgreichen Makkabäeraufstand der Juden Judäas gegen hellenisierte Juden und makedonische Seleukiden, wie er im Ersten Buch der Makkabäer, bei Flavius Josephus und im Talmud überliefert ist. Die Makkabäer beendeten die Herrschaft des Seleukidenreiches über Judäa und führten den traditionellen jüdischen Tempeldienst wieder ein. Sie beseitigten den zuvor im jüdischen Tempel aufgestellten Zeus-Altar, den hellenisierte Juden, die JHWH mit Zeus gleichgesetzt und auf griechische Art verehrt hatten, errichtet hatten. Nach der Reinigung des entweihten Tempels stand 164 v. Chr. die Wiedereinweihung durch das Entzünden der Menorah, des siebenarmigen Kerzenhalters, bevor. Die Gemeindemitglieder fanden lediglich einen Krug mit koscherem Öl. Diese Menge reichte gewöhnlich für einen Tag. Wundersamerweise, so die Überlieferung, brannten die Lichter aber acht Tage mit dem vorhandenen Öl, bis neues hergestellt werden konnte. Dadurch entstand der Brauch, zu Chanukka einen achtarmigen Kerzenleuchter zu verwenden. Meist hat dieser noch einen Platz für eine neunte „Diener“-Kerze („Schamasch“), mit der die anderen angezündet werden. Acht Tage lang wird zu dem Fest jeden Tag eine Kerze mehr angezündet, und in Erinnerung an das Ölwunder werden in Öl herausgebackene Speisen wie Krapfen, Donuts und Kartoffelpuffer gegessen.

Jetzt möchte ich noch auch den Leuchter hinweisen: im Gegensatz zur Menora, dem berühmten siebenarmigen Leuchter, der vielerorts als DAS Symbol des Judentums gilt, hat die Chanukkia acht oder neun Arme. Die Chanukkia wird erst abends angezündet, ca. 20 Minuten nach Sonnenuntergang (am Sabbat entsprechend früher) und Männer wie Frauen werden dazu angehalten. Die Chanukkia wird, wenn möglich, draußen vor der Eingangstür, gegenüber der Mesusa platziert. Ansonsten wird sie in das Fenster gestellt, welches von der Straße einsehbar ist, um das Wunder von Chanukka öffentlich zu verbreiten. Falls Sie sich fragen; was „Mesusa“ bedeutet:  Türpfosten, und es bezeichnet eine Schriftkapsel am Türpfosten, die im Judentum Verwendung findet, sowie auch das darin enthaltene beschriftete Pergament. Die Mesusa wird auch als Schma bezeichnet und geht auf mehrere Abschnitte in der Tora zurück.

Aber vielleicht interessiert Sie das alles, dann gehen Sie ins Jüdische Museum in Wien zum Chanukka-Kerzen anzünden.  Oder Sie feiern mit der jüdischen Gemeinde in Wien am Samstag, heute 21.12.2019, zur Zündung der der Zentralen Chanukkia um 19 Uhr am Stock im Eisen Platz in Wen. Es gibt Krapfen und heißen Punsch!

Heute wird in Wien die zentrale Chanukkia entzündet und was es damit auf sich hat

R.I.P. Gustav Peichl – Ironimus

Noch schnell vor Weihnachten: eine Trauerfeier für einen verstorbenen Freund und Kollegen meines Mannes. Die Trauerfeier war zwar in allen Zeitungen angekündigt worden aber ich hatte eine persönliche Einladung bekommen und daher sah ich es als meine Verpflichtung an, dort hinzugehen. Ich erwartete eine überfüllte Kirche, aber so war es dann doch nicht. Die Augustinerkirche (auch meine Pfarrkirche) war zwar im Mittelteil voll, aber an den Seiten wäre noch genügend Platz gewesen. Leider war ich dann doch spät dran gewesen, es ist ja die stillste, die ruhigste Zeit des Jahres, also suchte ich mir lieber einen Platz als mich ins Kondolenzbuch einzutragen.

Was mich dann doch erstaunte, es war keine Messe, sondern eine Trauerfeier. Die Anzeige über die Abfolge der Ereignisse dort zierte eine Zeichnung des Verstorbenen: ein freistehender Baumstumpf, darin steckend eine Hacke, aus deren Stil ein junger Trieb wächst. In wirklich positives Zeichen.

Die Trauerfeier wurde dennoch von Geistlichen eingeleitet und er predigte auch kurz am Ende, erteilte den Segen und führte das gemeinsame Gebet an. Ansonsten gab es nur Musik: von Erik Satie, Mozart, Chopin, Schubert, gespielt vom Streichquartett St. Augustin und Ansprachen von Persönlichkeiten aus verschiedenen Gebieten, mit denen Gustav Peichl zu tun hatte.

Zu Wort kamen Wegbegleiter und Freunde: wie der sprachgewaltige Dr. Franz Vranitzky, der eher den politischen Aspekt der Zeichnungen von Ironimus und die Wechselwirkung zwischen Architektur und Karikatur zur Sprache brachte, sowie über Ironie sinnierte.  Prof. Dr. Klaus Albrecht Schröder sprach zu den künstlerischen Seiten in der Architektur von Gustav Peichl. Eher kurz referierte Wolf  D. Prix zu den architektonischen Errungenschaften seines Freundes und Weggefährten. Am längsten und am persönlichsten fiel dann die Ansprache „an den lieben Gustav“ von Elisabeth Gürtler aus. Da war die viel Rede von Gerhard Bacher als Freund von Gustav. Sie war auch die einzige, die die von Gustav sehr geliebte und zu früh verstorbene Frau erwähnte. Es war im Allgemeinen viel von seinen Bauten die Rede, z.B. den Rundfunkanstalten, aber betont wurde auch mit welcher Liebe er sein eigenes Haus erbaut hat.

In der Predigt von Prälat Bernhard Backovsky (seit 1995 Propst des Stiftes Klosterneuburg, von 2002 bis 2017 Generalabt der Österreichischen Kongregation und von 2010 bis 2016 Abtprimas der internationalen Konföderation der Augustiner-Chorherren) bezog er sich unter vielem anderen auch auf die vielen Wohnungen, die uns im Jenseits bereitet sind. Ein – bei solchen Anlässen – sehr versöhnlicher Gedanke. Zum Auszug, und das erstaunte nun sehr viele Anwesende wurde – von einem Tonträger – das „Yellow Submarine“ der Beatles gespielt.

Eigentlich ist man dann sehr frohgemut gestimmt aus der Kirche gegangen. Vor der Kirche haben sich dann Freunde und Bewunderer von Gustav getroffen, die Sonne schien und der Josefsplatz zeigte sich in seiner vollen Schönheit.

Ich hab dann noch schnell „meinen Christbaumstand“ gefunden, der heuer ja „ausgesiedelt“ wurde. Der Neue Markt ist im Umbau und vor der Albertina fand sich noch ein Platzerl. Zufrieden sind die Christbaumverkäufer nicht, es ist viel zu klein dort und man kann die vielen schönen Bäume zum Teil gar nicht und auch sonst nicht richtig aufstellen. Außerdem kommen dort viel Ausländer aber kaum Wiener Christbaukäufer vorbei.

Ich erstand einen schönen Baum, von dem man mir versicherte, dass er lange gut riechen würde. Den ursprünglichen, de ich wollte, hat mir eine Dame vor der Nase weggeschnappt, aber der jetzt ausgesuchte ist mindestens ebenso schön. Jetzt wartet er auf dem Balkon auf seinen Einsatz als Christbaum bei mir.

 

R.I.P. Gustav Peichl – Ironimus

Winterliche Erinnerungen

Jetzt ist es also Winter, astronomisch, meteorologisch, die Rauhnächte beginnen.  Und wenn ich mich so umschaue: es wirkt rundumadum eher frühlingshaft (wogegen ich ja grundsätzlich gar nichts habe).

Eine der wenigen Erinnerungen an ein schneereiches Wien: Mein Vater zog mich mit einer Rodel durch die Porzellangasse, links und rechts waren die Schneehaufen hoch (wahrscheinlich ist dabei „hoch“ ein relativer Begriff, als Kind ist bald etwas hoch). Selbst wenn es schneien würde, jetzt, dann wären die Gehsteige entweder „gesalzen oder gesteinderlt“, an Rodeln wäre nicht einmal zu denken.

In unserer Zeit in Pregarten gab es auch noch viel Schnee, wir wohnten in einem Tal, in einer Hammerschmiede, und den Ort – also auch die Schule – konnte man nur durch Hinaufsteigen auf den Kalvarienberg erreichen. Nicht in die Schule zu gehen, kam ja nicht in Frage und meine Mutter schaufelte mir den Weg auf diesen Kalvarienberg hinauf frei. Am Nachmittag, beim Nachhausekommen (oder wenn wegen Fliegeralarm die Schule früher aus war) setzte ich mich oben am Kalvarienberg auf meine Schultasche und „rodelte“ vergnügt nach Hause.  Damals war dort auch noch zu Weihnachten Schnee – und trotz „Verdunkelungsverbot“ machten sich die Menschen aus den verstreut liegenden Bauernhäusern mit ihren Laternen auf den Weg, um in die Mette zu gehen, es war ein schönes, ein friedliches Bild in diesen bösen Kriegszeiten.

In der Volksschulzeit, und auch noch später, wurde man im Winter öfter durch das Scharren der Schaufeln geweckt, als die Hausmeister den Schnee vom Gehsteig schoben. Den Hausmeister gab es dann im Krieg bald nicht mehr, die „Hausgemeinschaft“ hatte dafür zu sorgen, dass die Gehsteige rechtzeitig geräumt waren und es auch bleiben. Ich kann mich gut erinnern, wie ich meiner Mutter mit meinem kleinen Schauferl „half“, den Schnee von unserem Gehsteig – Trottoir, sagte man damals noch – wegzuschieben.

Später warb dann die Gemeinde Wien Schneeschaufler bei Bedarf an. Auch jetzt wird noch tageweise geringfügige diesbezügliche Beschäftigung seitens der Gemeinde geboten. Schneeschaufeln, Aufnahme 5:45 Uhr, Arbeitszeit 6-11 Uhr.

Aber schön sind sie schon, die winterlichen Erinnerungen: Man konnte – als ich ein Kind war, in der Stadt rodeln, z.B. in der Berggasse, am Alsergrund. Ja, auch die Verkehrssituation war eine ganz andere. Wenn sich so der Winter früher langsam ankündigte, da hatten die Lacken auf der Straße eine dünne „Eishaut“, wenn man mit dem Schuh ankam, dann zersplitterte diese Eisdecke.

In den Ferien, im Winter konnte man im Wiener Wald noch Schifahren. Also zog man seine Schihose an, einen dicken Norweger-Pullover und einen Anorak drüber, man zog die Schischuhe an (die damals noch vielen anderen Zwecken dienen konnten, mit denen man auch noch gut gehen konnte) nahm seine Schi und Stecken, setzte sich in die Straßenbahn oder die Stadtbahn und fuhr z.B. nach Neuwaldegg, schulterte seine Schi, ging „hinauf“ um viel später irgendwo durch einen Hohlweg wieder möglichst schnell hinunter zu fahren, um eine anderer Straßenbahn zu erreichen, um wieder heimzufahren.

In den Weihnachtsferien (möglichst schon am 26. Dezember) fuhren wir mit der Bahn z.B. ins Ennstal (das war in meinen Alpenvereinszeiten) marschierte mit einem großen Rucksack vollgepackt auf eine Hütte, um dort möglichst bis zum 6. Jänner zu bleiben. Schnee – natürlich, das war ja selbstverständlich. Wenn es eine „Selbstversorgerhütte“ war, dann war das Gepäck noch schwerer, denn es mussten nicht nur die Lebensmittel, sondern oft auch das Heizmaterial mit hinaufgenommen werden. Später half dann eine Materialseilbahn. Ähnliches galt für die später eingeführten Semesterferien oder – wenn Ostern früh fiel – für die Osterferien.

Aber auch als wir schon erwachsen waren und Kinder hatten, gab’s in Wien oft noch viel Schnee, sogar schon vor Weihnachten, ich erinnere mich an einen 8. Dezember, damals noch ein echter Feiertag, wir waren in der Früh auf den Semmering gefahren – um dort Schi zu fahren. Es war mühsam genug gewesen, die Schiträger auf das Autodach zu schnallen, die Schi oben drauf. Naja, es war ein schöner, sonniger Tag gewesen, als wir abends doch ziemlich müde nach Hause kamen und „unser (Laterndl-)Parkplatz, den wir mühsam ausgeschaufelt hatten, durch irgendjemand anderen einfach besetzt worden war. Die Wut war groß, wir mussten einen neuen Parkplatz ausschaufeln, um unser Auto überhaupt abstellen zu können. Wer der Übeltäter war, wir wussten es nicht, daher ist er unserer Rache entgangen.

Später, als wir einmal Silvester mit Freunden in Aussee verbrachten, konnten die Männer noch Eisstock schießen fahren, und beinahe wäre das Auto von der Straße gerutscht, mit so vielen „Buderln“ Schnaps, hatten sie sich gestärkt.  Und dort haben wir auch eine abendliche Pferdeschlittenfahrt gemacht, durch den verschneiten Wald, es war wirklich zauberhauft gewesen, ebenso wie die Schlittenfahrt in der Ramsau, als wir einmal dort Langlaufen waren.

Schöne winterliche Erinnerungen sind das! Und in der Zwischenzeit genieße ich halt diesen „Nachherbst oder Vorfrühling“, wie er jetzt gerade bei uns herrscht.

Winterliche Erinnerungen

Fakten zum Kaugummi, patentiert seit 150 Jahren

Ist es ihnen auch schon passiert, dass Sie unabsichtlich auf einen ausgespuckten Kaugummi getreten sind und diesen nicht und nicht von ihrer Schuhsohle wegkriegen konnten?  Und stören Sie auch die dunklen Flecke auf dem Pflaster in Fußgängerzonen, die angeblich von weggeworfenen Kaugummis stammen. Handelsüblicher Kaugummi ist nicht biologisch abbaubar. Wenn ein Kaugummi einfach weggeworfen wird, bleibt er auf der Straße, Kleidung, Schuhe etc. picken und es dauert meist mehrere Jahre, bis er zerfällt.

Ausgespuckte Kaugummis stellen ein großes Problem für Reinigungskräfte dar. Sie lassen sich nicht mit einfachen Mitteln wie Kehren oder Bürsten entfernen. Mittlerweile wurde ein biologisch abbaubarer Kaugummi namens Chicza entwickelt. Die Kaumasse dieses Kaugummis wird in Mexiko aus dem Latex des Breiapfelbaums hergestellt.

Ich finde „öffentliches“ Kaugummi-Kauen eher abstoßend, aber ich lese, dass es gesund sein soll: Dass Kaugummikauen die Aufmerksamkeit positiv beeinflusst, ist angeblich gut belegt. Die anregende Wirkung des Kaugummis kommt nicht nur von den Inhaltsstoffen (zum Beispiel Grüne Minze), sondern auch durch die Arbeit der Kaumuskulatur, die die Blutversorgung des Kopfes und damit die Blut- und Sauerstoffversorgung des Gehirns verbessert. Zusätzlich wird das Gehirn durch die Reizung des dicht mit Nerven durchzogenen Mundraums angeregt; es hat zum einen anregende und zum anderen entspannende Funktionen. Es gibt starke Hinweise darauf, dass Kauen die Bewältigung von Stress unterstützt. Die zahnschädigende Wirkung bestimmter Inhaltsstoffe normaler Kaugummis, vor allem Zucker, wird teilweise durch die zahnreinigende Wirkung kompensiert. Es gibt auch zuckerfreie Kaugummis sowie spezielle Zahnpflegekaugummis, darunter solche, die Granulate enthalten, die die Zähne zusätzlich säubern sollen. Beim Kaugummikauen wird viel Speichel produziert, der bei Reflux die Schleimhaut der Speiseröhre schützt, indem er die Magensäure verdünnt.

Kaugummi verklebt entgegen einer landläufigen Meinung beim Verschlucken nicht den Magen. Im Magen oder spätestens im Dünndarm werden alle verdaulichen Inhaltsstoffe, wie zum Beispiel Zucker, herausgelöst und aufgenommen. Die unverdauliche restliche Masse wird wieder ausgeschieden.

Aber warum, werde Sie sich fragen, ist heute ausgerechnet Kaugummi mein Thema. Wahrscheinlich kennen Sie vielleicht schon meine Manie für „Jahrestage“:  Vor 150 Jahren, nämlich im Dezember 1869 wurde das erste Patent für Kaugummi vergeben. Es war der New Yorker Fotografen und Erfinder Thomas Adams gewesen, der 1857 Chicle von dem mexikanischen Ex-General Antonio López de Santa Anna (*1794; † 1876; mexikanischer General und Politiker) gekauft hatte. Adams versuchte erfolglos aus dem Grundstoff einen Ersatz für Kautschuk herzustellen. Schließlich kam er 1859 auf die Idee den gummiartigen Stoff als Alternative zu den damals beliebten Kaugummis aus Paraffinwachs auf den Markt zu bringen. Die ersten Chicle-Kugeln von Adams waren geschmacklos, Zucker wurde erst später zugegeben.

Aber der Erste war er nicht gewesen: Der erste Kaugummifabrikant war der US-Amerikaner John B. Curtis. Er verwendete ein indianisches Rezept mit Fichtenharz als Grundstoff und Bienenwachs. 1848 begann er mit der Produktion seines Kaugummis und war auf Anhieb erfolgreich.

Auch bei uns als Marke bekannt: William Wrigley Jr. trat 1890 auf den Plan; ihm gelang es, zum erfolgreichsten Kaugummifabrikanten der Welt zu werden. 1893 stellte er Wrigley’s Juicy Fruit her, das schnell zur beliebtesten Sorte Amerikas wurde. Noch im selben Jahr folgte Wrigley’s Spearmint. Bald – und eher zufällig entdeckt – kam Kaugummi auf den Markt, der Blasen bilden konnte, das Produkt hieß dann Dubble Bubble. Dieses „Blasen-Werfen“ finde ich besonders unattraktiv.

Durch die nach dem Zweiten Weltkrieg in Europa stationierten amerikanischen Soldaten wurde der Kaugummi auch hier allgemein populär.

Aber gekaut wurde schon lange und überall: Aus archäologischen Funden ist bekannt, dass schon in der Steinzeit bestimmte Baumharze gekaut wurden. In Nordeuropa wurde Teer mit Zahnabdrücken von vor 9000 bis 4000 Jahren gefunden, bei denen die Zahnabdrücke von 6- bis 15-Jährigen stammten. In Finnland wurde ein 5.000 Jahre altes Stück Birkenharz entdeckt, auf dem Zahnabdrücke erhalten sind. In Südschweden fanden Archäologen bei der Ausgrabung einer 9.000 Jahre alten Siedlung den angeblich ältesten Kaugummi aus Birkenpech. Dieses übelschmeckende Material wurde vermutlich nur gekaut, um es weich zu machen. Ähnliche Funde sind aus Süddeutschland (ca. 6000 Jahre alt) und der Schweiz belegt. Der Papyrus Ebers (medizinischer Papyrus) berichtet, dass im Ägypten der Pharaonenzeit vor allem Frauen eine zu Kügelchen geformte Mischung aus Myrrhe, Weihrauch, Melone (zum Süßen) und anderen Zutaten kauten. Die Griechen verwendeten das Harz des Mastixbaumes, das auch im osmanischen Reich beliebt war und heute noch als Lokum (oder „Turkish Delight“, eine Süßigkeit auf Basis eines Sirups aus gelierter Stärke und Zucker, oft auch mit Mastix. Es ist weich und klebrig, transparent, ich mag das sehr gerne zum Süßen eines türkischen Kaffees) verwendet wird. Die Indianer Nordamerikas kauten Harz von Fichten. Als die Spanier im 16. Jahrhundert auf die zentralamerikanischen Ureinwohner trafen, hatte das Kauen von tzicli oder chictli bei den Mayas und den Azteken bereits lange Tradition. Chicle, so die spanische Variante des Nahuatl-Wortes, wird aus dem Latexsaft des Sapotill- oder Breiapfelbaumes gewonnen, den die Indios außerdem wegen seiner süßen Früchte (Sapotille) schätzen.

Bitte verschenken Sie zu Weihnachten keinen Kaugummi!

Fakten zum Kaugummi, patentiert seit 150 Jahren

Mein Verhalten in letzter Zeit war wenig „adventlich“

Derzeit habe ich so meine Probleme: es ist weder adventlich noch weihnachtlich – wettermäßig, aber auch sonst nicht. Heute war ein wunderschöner Vorfrühlingstag, ich bin an einem Baum vorbeigekommen, ich weiß nicht wie er heißt, aber er blüht (ist immergrün). Ja eigentlich sollte ich mich über den Klimawandel aufregen, dem das ja das alles geschuldet ist, aber bitte verzeihen Sie mir: ich genieße das warme Wetter und die Sonne.

Und auf mein Leben trifft das auch zu. Anstatt zu fasten haben mich sehr liebe Freunde zu einem vorweihnachtlichen Essen eingeladen, das dann sogar recht üppig ausgefallen ist. Wir waren im Restaurant Walter Bauer in der Sonnenfelsgasse. Noch bevor ich das Restaurant betreten hatte, waren sie schon da, die schönen Erinnerungen an diese Gegend. Da war die Jesuitenkirche, in der haben wir unsere Hochzeit, aber auch das 50. Jubiläum davon gefeiert. In der Burse daneben haben wir dann alle Hochzeitsgäste getroffen. Und weiter oben, in der Sonnenfeldgasse gibt es den Zwölf-Apostel-Keller – ein historischer Stadtheuriger, das Gebäude und die Keller stehen unter Denkmalschutz. Das untere Kellergeschoß wurde um das Jahr 1100 errichtet. In diesem Zwölf Apostel Keller hat mich mein Mann gefragt, ob ich seine Frau werden wolle (und ich ja aus vollem Herzen JA gesagt und würde es heute wieder sagen, wenn er noch da wäre).

Das Essen beim „Bauer“ war ganz exquisit, es war ein köstlicher Hase, dazu ein trefflicher Rotwein und danach eine Apfeltarte – ich gebe zu: sehr wenig adventlich – aber so gut!

Na und heute? Schon vor einiger Zeit war eine Einladung an meinen (verstorbenen) Mann gekommen, in der er aufgefordert wurde mit Begleitung zur Verleihung einer hohen Auszeichnung an unseren alten Freund Hugo Portisch ins Bundeskanzleramt zu kommen.  Ich habe überlegt, ob ich zu- oder absagen sollte, da ich ja nicht persönlich eingeladen war. Aber dann habe ich befunden, dass nicht nur mein Mann sondern auch ich Hugo Portisch und seine leider auch schon verstorbene Frau gut kenne – und habe mich doch angemeldet.

Schon allein das Hingehen an diesem „Frühlingstag“ durch den Burggarten war wunderschön. Ich kam auch rechtzeitig dort an, ich stellte zufrieden fest, dass es keine besonderen Kontrollen gab um ins Bundeskanzleramt zu kommen (ja, natürlich wurde festgestellt, ob man angemeldet war). Über die Treppe mit dem roten Teppich (auf der man sonst meist Politiker im Fernsehen sieht) ging es in den Kongress-Saal. Dieser ist wohl der geschichtsträchtigste Raum des Bundeskanzleramtes. Hier tagte in den Jahren 1814 und 1815 der Wiener Kongress. Und natürlich fiel mir sofort die Geschichte von den fünf Türen ein: die 5 Souveräne von Österreich, Russland, Frankreich, Preußen und Großbritannien sollen zur Unterzeichnung der Kongressakte gleichzeitig jeweils von einer der 5 Türen eingetreten sein, um so dem Protokoll Genüge zu tun.

Schon im Vorraum konnte ich Hugo begrüßen, das war noch bevor das große Gedränge um ihn begonnen hatte. Im Saal selbst waren die Plätze in den ersten paar Reihen reserviert (es lagen Zettel mit Namen dort), ich setzte mich in die darauffolgende Reihe und konnte den Gesprächen einiger Journalisten lauschen, die hinter mir saßen, die über die Koalitionsverhandlungen plauderten und einer türkis-grünen Regierung maximal ein halbes Jahr zubilligten. Naja, wie ich schon neulich in einem anderen Zusammenhang gesagt habe: erstens kommt es anders, als man denkt. Nach und nach füllte sich der Saal, es waren also nicht nur prominente Journalisten anwesend, sondern auch Prominenz aus Politik, Kultur, Geistesleben – (primär Fach Geschichte!). Man begrüßte einander sehr herzlich, und da ich „prominent“ saß, wurde auch ich von Leuten begrüßt, die ich primär aus dem Fernsehen kenne.

Eröffnet wurde die Feier, die in Anwesenheit der Bundeskanzlerin stattfand, durch unseren „Außenminister“, der eine sehr launige, treffliche Rede hielt. Umrahmt wurde die Feier von dem Roman Britschgi Quartett, das eher sehr heitere, moderne Musik spielte. Die Laudatio hielt Prof. Heinz Nußbaumer, der wortreich erklärte, warum es so schwer ist, eine Laudation für Hugo Portisch zu verfassen, da über ihn doch schon bisher so viel gesagt worden wäre. Die eigentliche Überreichung des Dekrets und der Insignien fand dann unter einem Blitzlichtgewitter durch die vielen anwesenden Fernsehjournalisten statt, daher konnte ich nicht sehen (werde es mir aber dann im Fernsehen anschauen, wo es dann gut zu sehen sein wird). Und dann dankt Hugo Portisch, obwohl er aufgrund seines Alters (schon 92 Jahre alt) schlecht gehen kann, ist er noch wortgewaltig wie eh und je. Er betonte besonders die Notwendigkeit der Freiheit der Meinungsäußerung und die Notwendigkeit Unabhängigkeit des ORF vor politischen Einflüssen – auch heute!

Nachher gab es Getränke, Brötchen, Wraps und viele sonstige Köstlichkeiten in kleinen Gläsern. Ich gebe zu, dass ich auch wieder zugegriffen habe. Sehr un-adventlich mein Verhalten!

Jetzt muss ich noch die Gansleber braten, die ich am Anschluss an das Fest abgeholt habe, die wird allerdings nur gebraten und ins Gänsefett eingegossen – das dient dann als Zusatzgeschenk für manche Liebhaber dieser Speise in meinem Familienkreis.

Und jetzt kehre ich wieder in den Advent zurück und werde mich der Weihnachtsgeschichte widmen (ist nämlich schon ziemlich fällig).

 

Mein Verhalten in letzter Zeit war wenig „adventlich“