Zur Angst vor dem Coronavirus

Jede Zeitung, jede Radio- und Fernsehstation, jeder, der in den Sozialen Medien postet, scheint etwas zum Corona Virus zu sagen haben.

Ich frage mich allerdings woher kommt das? So lange die Fakten nicht klar sind, haben viele Menschen Angst – vor dem Unbekannten. Vor allem, wie vermeide ich Ansteckung, das ist jetzt das große Problem, das nicht nur den Einzelnen, die Gesundheitsbehörden ja sogar ganze Nationen beschäftigt. China scheint derzeit am härtesten betroffen, und dort herrschen autoritäre Zustände, die es vielleicht leichter machen, unpopuläre Maßnahmen rasch durchzuführen, wie das Abriegeln ganzer Städte, aber auch den Bau eines Spitals sofort, das in spätestens drei Monaten fertig sein soll. (Ich denke an die lange Geschichte des Baues des Krankenhauses Nord, jetzt Klinik Floridsdorf).

Wir sind alle sehr verwöhnt, gegen jedes Leiden scheint es heutzutage ein „Kräutl“ zu geben, und dann „wird alles wieder gut“. Wir haben alles in der Hand, wir haben alles unter Kontrolle. Es ist das Unbekannte, gegen das es eben noch kein Kräutl gibt, das uns alle so erschreckt. Es geht uns damit vielleicht jetzt so, wie es in früheren Zeiten den damals Lebenden mit der Pest gegangen ist. Aber gemach, wir sind doch alle ziemlich wohl, die meisten sogar gesund ernährt, treiben Sport, machen Bewegung, unsere Luft ist gar nicht so schlecht, unser Wasser hervorragend, da sollten wir doch alle genügend Abwehrkräfte gegen aggressive Viren haben?  Jedenfalls ist unsere Ausgangssituation eine andere als z.B. die im Mittelalter oder in anderen Weltgegenden.

Wir haben doch eine fähige Pharmaindustrie, die laufend forscht um passende „Kräutln“ auch gegen neu auftretende Krankheiten zu liefern. Wir werden uns sicher öfter die Hände waschen, auf der Straße und in öffentlichen Verkehrsmitteln halt Handschuhe tragen und manche werden zu Masken greifen – obwohl man nicht weiß, ob diese wirklich schützen oder nicht gar die Situation verbösern.

Aber manche der Ratschläge, um sich zu schützen, sind doch etwas jenseitig. Da wird empfohlen 3 Meter Abstand von einem Hustenden zu halten – ja fahren denn diese „Ratgeber“ je in den sonst so empfohlenen öffentlichen Verkehrsmitteln? Aber es gibt erste Hinweise, dass selbst Menschen ohne Symptome das neue Coronavirus verbreiten können. Offenbar erkranken vor allem gesunde Menschen mittleren Alters, Männer etwas öfter als Frauen. Wahrscheinlich weil Schulen und Kindergärten recht rasch geschlossen werden, wenn irgendeine ansteckende Krankheit auftritt und Oldies – so wie ich etwa – können halt Menschansammlungen vermeiden.

Also zurück zu der derzeit allüberall herrschenden „Panik“, vielleicht nicht grad Panik, eher Verunsicherung, ja, wahrscheinlich Angst. Wir, die wir manchmal glauben, auf alles eine Antwort zu haben, werden gerade etwas Besseren belehrt. Nicht nur auf die Coronaviren gibt’s noch (!) keine Antwort, auch auf größere Fragen fehlen uns noch die richtigen Antworten: was tun wir gegen extreme Wetterkapriolen, gegen das Insektensterben und damit in der Folge das Aussterben der Singvögel.  Also gegen den Klimawandel und seine Folgen.

Versuchen wir doch unsere Angst zu überwinden, wir waren doch schon öfter mit „Unbekanntem“ konfrontiert und sind damit fertig geworden. Angst blockiert möglicherweise unsere Phantasie und Kreativität. Denn: Angst essen Seele auf!

 

Zur Angst vor dem Coronavirus

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s