Noch eine Restaurantempfehlung:

Rosenbauchs in Ebreichsdorf

Wir waren gestern abends köstlich essen. Auch darüber möchte ich Ihnen berichten. Wir, also alle Hochzeitsgäste, sind nach Ebreichsdorf gefahren. Es ist schon faszinierend, wie sich die Landschaft ändert, wenn man aus dem doch teil engen Piestingtal in den flachen Teil Niederösterreichs kommt, vorbei an Stronachs Aktivitäten (z.B. Racino) , durch einen Windpark, diese Windräder gefallen mir noch immer nicht, obwohl ich weiß, dass wir sie brauchen, aber wenn ich so an die Lassithi Hochebenebene auf Kreta, zurückdenke, dort haben mir die altmodischen Windräder halt doch viel besser gefallen.  

Na jedenfalls lässt sich das „Rosenbauchs“ in Ebreichsdorf leicht finden (zumindest mit dem „Navi“).  Auch genug Parkplätze gibt es dort.  Es war nicht das erste Mal, dass ich hier war. Einmal sind wir – mein Mann, meine Tochter und ich – hier gewesen, nach einer Aufführung im Steinbruch von St. Margarethen. Einmal war ich dann nur mit meinem Mann hier, dabei erinnere ich mich hauptsächlich an die Probleme, die wir hatten, um mit dem Rollstuhl zu einem Tisch zu kommen. Aber gegessen haben wir auch damals hervorragend.

Aber wenn man nicht gerade mit einem Rollstuhl unterwegs ist, bietet das Lokal viele Vorteile. Einerseits im Haus selbst, da gibt es viele unterschiedliche Räumlichkeiten, die man mit einer Tür abschließen kann, wo dann Feste unter Freunden gefeiert werden können (gestern wurden dort – soweit ich das gesehen habe –  zwei Hochzeiten gefeiert, wobei man untereinander nicht in die Quere gekommen ist). Außerdem gibt’s gedeckte Plätze im Freien, wo man eventuell sogar bei Regen „draußen“ sitzen kann. Der Garten ist groß und lauschig, mit altem Baumbestand, in verschiedenen Stilrichtungen.

Die Tische waren alle weiß gedeckt, mit gestärkten Stoffservietten, die Dekorationen waren geschmackvoll. „Überfüllt“ war das Lokal sicher nicht, es ist halt noch immer Corona-Zeit.

Wir waren „zizerlweise“ angekommen. Einige hatten es eilig, und das Auto in der Nähe geparkt, die anderen wollten noch vorher die „Hochzeitsstätte“ etwas aufräumen, vor allem alles „ins Trockene“ bringen, denn es war gar nicht klar, ob es nicht wieder zu regnen beginnen würde. Die Zelte mussten zusammengelegt und für den Rücktransport hergerichtet werden. DANKE! Aber letztendlich waren alle versammelt, und das Brot, Butter und Aufstriche, sowie Chips mit Salami  am Tisch noch nicht alle aufgegessen und das „amuse gueule“ gebracht. Es schmeckte durchaus interessant und machte neugierig, auf was da noch kommen würde. Selbstverständlich konnte man zwischen perlendem und stillem Wasser wählen (kein Krug mit Leitungswasser, den ich sonst so schätze), hausgemachte Limonade wurde gebracht und man konnte jederzeit zwischen rotem und weißem Wein wählen.

Der Vorspeisen gab es gleich mehrere – es war auch eine vegetarische dabei, wobei man eine davon wählen konnte. Ich entschied mich für einen Teller mit unterschiedlichen Fischstücken, mariniert. Damit war ich sehr zufrieden. Auch bei den Hauptspeisen gab es „Vegetarisches“ (Steinpilzrisotto), „Fischiges“ (Saibling), vom Geflügel (Entenbrust), Tafelspitz und Wiener Schnitzel. Bei den meisten Speisen wurde die Herkunft angegeben. Leider konnten wir – natürlich wieder Corona-bedingt – nicht das sonst in der Familie so übliche gegenseitige Kosten zelebrieren. Ich kann nur betonen, dass mein Saibling auf Erdäpfel/Zellerpüree ausgezeichnet war, ein paar kleine Muscheln waren auch dabei. Auch alle anderen waren mit ihren Speisen sehr zufrieden und fanden nichts auszusetzen.

Eigentlich hätten wir ja ein derartiges Nachtmahl nicht gebraucht, wir sind ja schon fast satt ins Lokal gekommen, da wir alle vorher die köstlichen Torten verspeist hatten. Aber wenn man dann davorsitzt, … Naja, selbst bei der Nachspeise schaffte ich es nicht, keine mehr zu nehmen. Ich sah auf der Karte Käse angeboten, Nougatknödel und „Heiße Liebe“ (Sie wissen schon: Vanilleeis, warme Himbeeren und viel Schlagobers). Das Schlagobers habe ich weitgehend „abräumen“ können, aber der Rest schmeckte halt dann doch wieder köstlich.

Der Kaffee war denn wirklich dringend erforderlich, denn die Müdigkeit setzte uns Älteren dann doch zu. Wir waren dann recht schnell in Wien, die Straßen waren weitgehend leer, es gab keinen Stau oder sonstige Hindernisse. Die Jugendlicheren und Jungen blieben dann noch länger (so lange, dass ich noch bitten konnte, meine im Lokal vergessene Regenjacke mitzunehmen, als ich diese Tatsache in Wien festgestellt hatte.

Also wenn Sie sich oder ihrem Partner, Ihren Freunden einmal etwas Gutes tun wollen, dann fahren Sie ins Rosenbauchs, aber bringen Sie einen großen Hunger mit.

Noch eine Restaurantempfehlung:

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