Ein Auto bedeutet Freiheit, aber auch Last

Ich suche Alternativen

Ich war jetzt zwei Jahre „Auto-los“, selbstgewählt. Ich hab‘ unser Auto, das groß, weil behindertengerecht, in der Familie weitergegeben. Ich war froh, kein Auto zum Service, zum Reifenwechseln, zum Pickerl-Erneuern führen zu müssen. Keine Miete für die Garage zahlen. Ich bin mir sehr erleichtert vorgekommen. Ich habe mir eine Jahreskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel in Wien gekauft, eine Seniorenkarte für die Bundesbahn und bin mir wohlgerüstet für alle Eventualtäten vorgekommen.

Also im heurigen Sommer, ist mir ein Auto – das ich wirklich nur temporär brauche, schon sehr abgegangen. Es gibt, trotz guter öffentlicher Verbindungen, Orte, die man ohne Auto schwer, oder nur umständlich erreichen kann. Außerdem dauert’s. Mit der Straßenbahn zum Bahnhof, dort zu Fuß oder mit dem Taxi zum gewünschten Standort, die jeweiligen Abfahrtszeiten sind zu koordinieren – da verzichtet man dann doch lieber auf den Ausflug, auf die Besichtigung oder den Besuch.

Und hin und wieder gibt es auch den Bedarf, etwas von hier nach dort zu transportieren. Ein früher auf dem Land verfügbares Leiterwagerl besitze ich hier nicht, und es würde auch recht komisch ausschauen, wenn man mit einem derartigen Gefährt Objekte transportieren würde. Mein Mann als Bub hat sich geniert mit einem solchen Gefährt quer durch Wien zu fahren um Dinge in die Parfümerie seiner Mutter zu befördern.

Ich darf ja nicht klagen, meist findet sich jemand, der/die mich mitnimmt, abholt, hinbringt etc.  Aber wer von uns ist schon gerne auf jemand „angewiesen“? Und immer klappt’s halt dann auch nicht.

Und – Auto bedeutet Freiheit. Die Freiheit jederzeit überall hinfahren zu können, wohin man auch kurzfristig hinkommen möchte. Diese Freiheit geht mir einfach ab.

Ich hab‘ mir vorgenommen eine halbwegs vernünftige Alternative zu suchen. Eine unvernünftige habe ich neulich gesehen: einen großen Tesla, dessen Türen nach oben ausgehen … elektrisch betrieben und sehr wuchtig – na sicher nicht, aber gefallen hat mir das Auto schon sehr. Außerdem werde ich sicher nichts kaufen oder leasen, sondern nur temporär etwas ausborgen. Und klein muss es sein, und ein Automatikauto.

Die Alternative eins besteht derzeit darin, ein kleines Automatikauto bei einer Verleihfirma in meiner Nähe tageweise auszuborgen. Variante zwei besteht in Share Now, da muss halt dann ein Auto in meiner „Reichweite“ stehen. Dann könnt‘ ich z.B. nach Schloss Hof fahren, und mir dort den Barockgarten und das Schloss anschauen …

Egal, wie ich es machen werde, am Anfang werde ich möglichst einen Enkel bei dem ersten Fahren mitnehmen. Die sind grad dabei ihren Führerschein zu machen bzw. haben ihn knapp hinter sich, damit sie mich bei meiner Fahrweise „korrigieren“, weil meine Führerscheinprüfung liegt schon ein gutes Weilchen zurückliegt. Fahrpraxis hab ich genug, ein paar Jahre eigenes Auto, dann – da mein Mann behindert war – 25 Jahre das Familienauto. Ja, und zwischendurch die ausgeborgten Autos bei Flugreisen im Ausland. Zahllose Kilometer z.B. in den USA, Linksfahrerfahrung hab‘ ich auch, z.B. in Irland aber auch Australien, Zypern und Malta.

Also wenn Ihnen ein anderer Weg einfällt, wie ich ohne ein Auto zu kaufen jederzeit eines fahren kann, sobald ich es brauche, wäre ich für den Rat dankbar. Geschenkt will ich aber sicher nichts!

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