Wiederum sind Babys die Opfer

Derzeitige weitere gravierende Probleme bei ukrainischer Leihmutterschaft

Dieses Thema rührt mich an, darum habe ich schon einmal geschrieben;

https://christachorherr.wordpress.com/2020/07/01/die-gestrandeten-babys/

Nun aber habe ich gelesen, dass es noch schwierigere Probleme gibt. Die Ukraine erlaubt die Leihmutterschaft, aber mit Einschränkungen. Sie darf nicht für zukünftige Kinder von homosexuellen Partnern „benutzt“ werden, auch jene, die sich das Geschlecht des Kindes aussuchen wollen, werden nicht zugelassen.

Nun bestehen aber diese Wünsche und „man“ hat Wege gefunden, wie sie zu befriedigen sind. Einer dieser „Wege“ ist der folgende: Zukünftige Leihmütter reisen in Länder, deren diesbezügliche Gesetzeslage eher in einer „Grauzone“ dahinvegetiert. Einer dieser Orte – ich möchte bewusst nicht Staat dazusagen – ist die Türkische Republik Nordzypern, ein Gebiet, von wenigen als Staat anerkannt, an dem aber die Türkei eisern festhält  und daraus den Anspruch ableitet, im östlichem Mittelmeer nach Öl zu bohren, was wiederum die Griechen sehr irritiert, die von den Franzosen unterstützt werden – aber das ist eine andere Geschichte.

Die Organisationen, die Leihmutterschaft als Geschäftsmodell betreiben, schicken nun die zukünftigen Leihmütter zur „Imprägnierung“ nach Nordzypern – und acht Monate später, sollte alles wie erwartetet geklappt haben, findet dann dort – also wiederum in Nordzypern – die Entbindung statt. Die Mütter verzichten auf ihr Recht zur Obsorge der Kinder, diese können somit zur Adoption (durch ihre genetischen Eltern) freigegeben werden. Und von dort holen dann diese „Adoptiveltern“ (= genetische Eltern) diese Babys ab.

Ja, so war es vorgesehen, die zukünftigen Eltern hatten schon $ 118 000 für ihr Baby bezahlt.

Aber dann kam Corona mit allen Reisebeschränkungen. Vierzehn ukrainische Leihmütter ließen, aus Angst irgendwo hängen zu bleiben, ihre gerade geborenen Babys zurück, ohne sie an ihre genetischen Eltern übergeben zu können. Es gab auch keine rechtlich bindenden Verträge zwischen den zukünftigen Eltern und den Leihmüttern oder deren Agentur. Dann kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen den Agenturen und den Müttern. Dabei kam auch zutage, dass die gesamte Pflege in Nordzypern äußerst mangelhaft gewesen war, und diese Leihmütter zu einem Kaiserschnitt gezwungen worden waren.  Ein Baby ist jetzt schon gestorben.

Durch Corona kamen diese Praktiken endlich ans Tageslicht. Es wird angenommen, dass dreitausend ukrainische Frauen als Leihmütter ins Ausland gereist sind und weitere dreißigtausend temporär ausgereist sind, um ihre Eier zu spenden. Eine diesbezügliche „Untergrund-Krankenhausstation“ in Famagusta in Nordzypern ist nun untersucht worden.

Im Februar hatten die Leihmütter-Vermittlungsagenturen den Frauen geraten, in Nordzypern zu bleiben, um die notwendigen bürokratischen Abwicklungen vorzunehmen zu können. Dabei sollten sie vortäuschen und vorgeben, mit dem biologischen Vater in Zivilehe zu leben.

Aber daran hielten sich die Frauen dann doch nicht, die Babys wurden einfach zurückgelassen und die genetischen Eltern konnten aber nicht kommen, um sie abzuholen. Daher sind die Babys bei irgendwelchen lokalen Pflegeeltern untergebracht?  

Die ehemaligen Leihmütter sind jetzt zurück in der Ukraine und fürchten nun, dass sie strafrechtlich verfolgt werden, weil sie keine Dokumente haben, die ihren Verzicht auf Sorgerecht bestätigen, denn grundsätzlich hätten sie Anspruch auf Betreuung von Kindern nach einer Geburt. Die Frage: „Wo ist Ihr Baby“ können diese Mütter halt nicht beantworten.

Mir tun alle Beteiligten leid, diese Mütter, (die wahrscheinlich das Geld brauchen), die genetischen Eltern (die auf ihre Babys warten), die Pflegeeltern, aber besonders diese armen verlassenen Babys.

 Diesen – weitgehend illegalen – Machenschaften sollte möglichst bald ein End gesetzt werden.

Wiederum sind Babys die Opfer

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