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in den USA:

Die First Lady der USA spricht – also zwar im Weißen Haus – für ihren Mann, und empfiehlt ihn zu wählen. Sie streicht seine großen Vorteile seiner Präsidentschaft für das amerikanische Volk heraus, was noch durchaus einzusehen ist. Sie bedient sich auch einer wesentlich gemäßigteren Sprache als ihr Mann dies zu tun pflegt. Aber warum muss sie das in einer Art militärischer Uniform tun, die so gar nicht zu ihr passt – und außerdem recht unvorteilhaft ist. Sollen damit die „Law and Order“ Vorgehensweisen ihres weisen Gemahls unterstrichen werden?  Oder soll damit angedeutet werden, dass sich das Land im Kriegszustand befindet? Das wollen wir alle doch nicht hoffen.

Gerade die USA werden durch Naturkatastrophen derzeit besonders bedroht – sind sie auf den durch den weisen Präsidenten so nachdrücklich ignorierten Klimawandel zurückzuführen?

Da wüten derzeit fast unbezähmbare Brände in der Umgebung von Los Angeles, die Feuerwehren aus nah und fern kämpfen – es scheint vergeblich. Es gibt sogar schon Tote und viele haben ihre Häuser und somit ihr Hab und Gut verloren. Gibt es Brandstifter? Und wer wollte derartige Brände entzünden, wem nützen sie denn?

Ja, und im Süden der USA droht neues Ungemach. Wirbelsturm „Laura“ hat Louisiana erreicht. Schon einmal hat ein anderer Wirbelsturm unermessliche Schäden angerichtet, Sie alle erinnern sich wahrscheinlich an Katrina und New Orleans vor 15 Jahren. Der „extrem gefährliche“ Hurrikan der zweithöchsten Kategorie 4 trifft derzeit auf Land, wie das Hurrikanzentrum (NHC) mitteilte. „Laura“ erreichte demnach Windgeschwindigkeiten von bis zu 240 Kilometern pro Stunde. Den Meteorologen zufolge könnte der Hurrikan in einigen Küstengebieten zu Sturmfluten führen, die niemand überleben könne. Hunderttausende Menschen bereits mussten ihre Häuser verlassen. Gefährdet sind den Vorhersagen zufolge besonders Küstengebiete in Texas und Louisiana. Das NHC warnte vor einer bis zu sechs Meter hohen Sturmflut. Das Wasser könnte demnach bis zu 60 Kilometer ins Landesinnere vordringen. Dazu kommen starker Wind und heftiger Regen. Die dort lebenden Menschen werden gewarnt. Sie sollten sich unbedingt in Sicherheit bringen. „Euer Besitz lässt sich ersetzen, Euer Leben nicht“, meint der Gouverneur von Texas. Hunderttausende wurden bereits vorsorglich evakuiert, manche Städte sogar zwangsevakuiert.

Aber die Beschädigungen gehen weiter: Womöglich schon von Ende dieses Jahres an werden in einem Teil des Naturschutzgebietes „Arctic National Wildlife Refuge“ in Alaska Schürfrechte an Öl- und Gaskonzerne vergeben. US-Innenminister David Bernhardt unterzeichnete vergangene Woche ein Dokument, wonach die Rohstoffförderung in dem Gebiet nicht gegen geltende Umweltbestimmungen verstößt. Ein Zeitplan steht noch aus; die Gegner sind gegen das US-Innenministerium und die zuständige Behörde vor Gericht gezogen.

Aber nicht nur Naturkatastrophen bedrohen die USA. Es ist noch immer das bestehende Ungleichgewicht zwischen Schwarz und Weiß. Es äußert sich nicht nur in Straßenschlachten aufgrund des Verhaltens weißer Polizisten gegenüber schwarzen Bürgern. Immer wieder werden Schwarze aufgrund von „Fehlverhaltens“ (diagnostiziert von weißen brutalen Polizisten) getötet – erschossen. Es herrscht in den USA ein Klima des Hasses, die Gesellschaft scheint tief gespalten, es ist nur zu wünschen, dass nach dieser Wahl (mit richtigem Ausgang) diese Spaltung vermindert werden kann. Jetzt kommt auch noch die weiße Bürgerwehr dazu.

Es ist nicht nur die offensichtliche weiße Gewalt durch „Ordnungskräfte“, es ist auch die latente Haltung der Weißen gegenüber den Farbigen. So lese ich, dass in durchaus „normalen Spitälern“ weiße Babys bessere Überlebenschancen hätten, als Farbige.  Und es wird den weißen Ärzten nicht unterstellt rassistisch zu handeln.

Dieses Phänomen hat sich ja auch in der Corona-Krise gezeigt. Diese Pandemie hat Farbige in den USA wesentlich härter getroffen, wahrscheinlich weil sie a priori durchschnittlich wesentlich ärmer sind als Weiße, daher auch weiterarbeiten gehen, selbst wenn sie sich krank fühlen, um ja nicht den Job, das Einkommen und letztlich auch die Wohnung zu verlieren.  

Es gäbe noch eine Menge aufzuzählen, aber das kann ja bei nächster Gelegenheit nachgeholt werden!

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