Hurra! Die Quarantäne meines Enkels und Mitbewohners ist zu Ende!

Er ist „negativ“!

Mein Enkel hat diesen Sommer über einen Ferienjob ausgeführt, Kinderbetreuung in Wien. Zusätzlich musste er noch seine Bachelorarbeit fertigmachen – also seine Belastung war eher hoch, da er gerade die Kinderbetreuung sehr ernst nimmt und sich daher jeden Tag neuerlich gut darauf vorbereitet.

Vergangene Mittwoch war er besonders müde, hatte einen Schnupfen und Halsweh. Fieber allerdings keines. Donnerstag früh rief er seinen Arbeitgeber (Gemeinde Wien an), meldete sich krank und bat auch um einen Corona Test.

Jetzt wurde es schwierig – wir gingen einander soweit wie möglich aus dem Weg. Mein Enkel trug eine Maske, sobald er sein Zimmer verließ.

Ich hatte auch ein schlechtes Gewissen, andere Leute zu treffen – und eigentlich bin ich doch ganz froh, dass ich nach dem Lockdown  wieder Kontakte herstellen konnte – alles wieder absagen? Ich wurde beruhigt, die Quarantäne gilt nur für den „vielleicht Kranken“, nicht für die im selben Haushalt lebenden Personen. Ist das schlau? Wenn mein Enkel wirklich Corona hätte und wir bis dahin „normalen“ (also, was heutzutage schon normal ist, wir umarmen einander nicht, Bussi-Bussi war sowieso nie unsere Art) Kontakt gehabt hätten? Denn wir ab und zu gemeinsam gekocht, gemeinsam gegessen, gemeinsam ferngesehen …

Somit teilte ich jedem, den ich treffen wollte vorher mit, dass es bei mir zu Hause einen potentiellen Corona Fall gäbe. Der/die Betroffenen konnten dann entscheiden, ob sie mich trotzdem treffen wollten. Sie wollten – unter Wahrung aller gebotenen Vorsicht.

Heute, also am Sonntag früh, am Tag 4, genau genommen um 10 Uhr kam dann die erlösende Nachricht, dass mein Enkel “negativ“ sei. Wir haben einander fest umarmt und uns miteinander gefreut. Mein Enkel hat vergnügt sofort seine Freiheit in Anspruch genommen und sich mit Freunden getroffen.

Was fällt mir bei alle dem auf: die Dauer, bis die Ergebnisse dem Betroffenen bekannt gegeben werden, ist einfach zu lang. Soweit ich betroffen bin, hätte ich kein Problem mit dieser Dauer, aber Menschen, die mitten im Berufsleben stehen, würden sich vielleicht überlegen, eine „Verkühlung“ dem Arbeitgeber zu melden, um nicht eventuell auf vier Tage in Quarantäne geschickt zu werden. Jetzt im Herbst, der sich ja schon ankündigt, wenn wir einander nicht mehr nur im Freien werden treffen können, sollte selbstverständlich weiterhin großflächig getestet werden, aber die Ergebnisse sollten möglichst rasch – also wirklich spätestens am Tag nach der Testung der getesteten Person gemeldet werden.

Und dass ich – als in derselben Wohnung mit einem potentiell Corona-Kranken – vier Tage weiterhin ohne Einschränkungen Leute treffen kann, erscheint mir auch etwas “fahrlässig“.  Was ist, wenn es wirklich nicht nur eine Verkühlung, sondern wirklich Corona wäre. Sicher, wir haben Raum genug gehabt, um einander nicht in die Nähe zu kommen, aber ganz so genau, wie Corona übertragen wird, wissen wir ja alle immer noch nicht.

Ja – wir haben großen Abstand gehalten, wir haben uns wirklich oft die Hände gewaschen und mein Enkel hat „in den gemeinsamen Räumlichkeiten“ seine Maske getragen. Aber reicht das?

Wir haben es jetzt einmal – Gott sei Dank – hinter uns, aber „schwierige Zeiten“ stehen uns allen ja bevor, wie man uns auch von Seiten der Politik versichert.

Ich glaube, dass es gewährleistet sein muss, dass sich jeder, der meint durch Corona bedroht zu sein, sich testen können und sein Ergebnis innerhalb eines Tages bekommen können muss. Sonst besteht die Gefahr, dass sich Leute nicht testen lassen, und dann eventuell Superspreader werden.

Ist das zu viel verlangt? Ich glaube, dass wir so halbwegs unbeschadet nicht nur durch Corona, sondern auch durch die Wirtschafts- und Sozialkrise, die ja auch noch drohen, kommen können.

Hurra! Die Quarantäne meines Enkels und Mitbewohners ist zu Ende!

4 Gedanken zu “Hurra! Die Quarantäne meines Enkels und Mitbewohners ist zu Ende!

  1. Ja, es ist schwierig, auch hier in Deutschland. Nun habe ich das Glück, mit inzwischen gut funktionierender Technik zu Hause arbeiten zu können. Dafür bin ich sehr dankbar, weil eine Krankmeldung bei meinem Arbeitgeber grundsätzlich als Drückebergerei angesehen wird. Ich neige zu Atemwegserkrankungen im Winter und möchte niemanden anstecken.

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  2. Michi schreibt:

    Das ist ja gut ausgegangen für euch 2 und freut mich sehr.
    Mein erster Coronatest auf der Fähre nach Island war auch negativ.
    Ab Sonntag bin ich auch 6 Tage in Quarantäne und darf nur von einem Hotel aus sternförmig Ausflüge machen. Dann noch ein Covid19 Test….
    Liebe Grüße,
    Michi

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