Der permanente „Bad Hair Day“

und seine Konsequenzen

Sehr geehrter Her Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz

Kopie an den Herrn Bundeskanzler

Auf die Gefahr hin, dass Sie mich für oberflächlich, unsolidarisch, etc. halten, möchte ich doch eine Bitte aussprechen. Sollten Sie den Lockdown über den 8.Februar 2021 hinaus verlängern, dann nehmen Sie bitte die Friseure aus.

Diese Wahl mag Ihnen seltsam vorkommen, hat aber folgenden Grund: Für viele von uns – Männer und auch Frauen – wirkt sich ein Zeitraum von 9 Wochen ohne Friseur sehr negativ aus. Wir sehen ungepflegt aus. Selbst wenn man das Haus nicht verlassen soll und/oder im Home-Office sitzt, ungepflegt will doch keiner/keine aussehen. Ja es gibt Ausnahmen: Damen mit langen Haaren, solche mit ungefärbten Haaren, aufsteckbaren Haaren etc.

Aber es gibt den „Bad-Hair-Day“, der in „normalen“ Zeiten nur hin und wieder auftritt, jetzt aber zum Dauerzustand geworden ist. Ich kenne leider kein deutsches Äquivalent dieses Ausdrucks, das erste Mal bin ich bei der Berichterstattung über den Wahlkampf von Hillary Clinton drüber gestolpert. Was bedeutet „Bad- Hair-Day“?  Die Haare wollen sich nicht der gewünschten Frisur anpassen. Man hat das Gefühl schrecklich auszusehen.

Und die Konsequenz davon: die Menschen sind am Bad-Hair-Day meist unleidlich für ihre Umgebung. Ich höre von den Konsequenzen des Lockdowns wie auch z.B. Zunahme der psychischen Störungen; Kein Wunder, wenn ein Teil der Bevölkerung permanent am Bad-Hair-Dy leidet und die Umgebung tyrannisiert, angrantelt etc.  

Und in diesen Zustand haben Sie uns mit dem Lockdown dauerhaft gebracht. Ich höre schon die Einwände:  lieber gesund und graupert als krank und prächtig frisiert. Aber es muss ja keine Alternative sein. Es gibt meines Erachtens ausreichende Sicherheitskonzepte für Friseure.

Eine Öffnung bei den Friseuren würde die Stimmung in der Bevölkerung erheblich verbessern, einerseits jene der vom Bad-Hair-Day Betroffenen, also der Grauperten selber, aber auch aller von den schlechten Launen der Grauperten Betroffenen – also sicher eines Großteils der österreichischen Bevölkerung.

Vielen Dank für die Berücksichtigung dieses Wunsches aus der Bevölkerung

Untertänigst

Ihre

XL, wie ein g’rupfter Uhu aussehend

Der permanente „Bad Hair Day“

2 Gedanken zu “Der permanente „Bad Hair Day“

  1. „Untertänigst“? Allen Ernstes? Ich dachte, wenigstens der Form halber sei der Untertan in Österreich samt dem Adel seit einem Jahrhundert abgeschafft. Und auch zu Ihnen will mir diese Haltung so gar nicht passen.

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    1. Das Ganze sollte eigentlich g’spassig sein, nur wurde es entgegen meinen Erwartungen von manchen ernst genommen. Und zu diesen Konzept passte auch das „untertänigst“ – halt nicht so gelaufen, wie ich gehofft hatte

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