Antwort aus dem Rathaus zur Impfplanung

Liebe Frau Chorherr,

vielen lieben Dank für ihre Nachricht. Sie sprechen etwas an, das viele Wienerinnen und Wiener ebenso brennend interessiert.

Zunächst einmal: Die gute Nachricht ist, dass Wien in den vergangenen Wochen mehr Impfstoff für die COVID-19-Schutzimpfung zur Verfügung hatte, insbesondere durch größere Lieferungen an AstraZeneca. Das heißt, dass wir mehr Priorisierungsgruppen gleichzeitig impfen konnten und mit einigen, wie zB in den Alten- und Pflegewohnhäusern, rascher fertig werden können. Diese Woche werden wir alle ersten Teilimpfungen in diesem Bereich abgeschlossen haben sowie in den Wiener Spitälern auch. Wir konnten nämlich mehr AstraZeneca bei Jüngeren einsetzen und die so frei gewordenen Impfdosen von zB BioNTech/Pfizer zu älteren Gruppen verschieben. Das ist erst einmal eine erfreuliche Nachricht, denn, auch wenn AstraZeneca weniger geliefert hat als geplant, war in den vergangenen Woche real mehr Impfstoff in der Stadt.

Der Impfstart bei der allgemeinen Bevölkerung über 80 Jahre sowie bei Hochrisikogruppen (nach Alter absteigend) war in der Kalenderwoche 7. Hier konnten wir bereits 5.200 erste Teilimpfungen verabreichen sowie 1.000 zweite Teilimpfungen. Alle Personen, die sich in Wien online oder telefonisch vormerken haben lassen und Jahrgang 1941 oder älter sind, werden absteigend nach Alter kontaktiert, um sich dann einen persönlichen Impftermin auszumachen. Wir machen das in 5-Jahres-Schritten und – wie gesagt – absteigend nach Alter. Das gilt sowohl für die ältere Bevölkerung ohne Vorerkrankungen als auch für Personen der Hochrisikogruppe, die derzeit beide parallel geimpft werden.

Wenn Sie sich bereits online oder telefonisch vormerken haben lassen, haben Sie bereits alles richtig gemacht und wir werden Sie, sobald Impftermine verfügbar sind, kontaktieren. Um Ihnen auch die Dimensionen zu veranschaulichen, von wie vielen Personen wir hier reden. In Wien leben derzeit rund 16.200 Personen über 90 Jahre, etwa 39.000 zwischen 85 und 90 Jahren und etwa 41.000 zwischen 80 und 85 Jahren. Alleine in dieser Gruppe reden wir also von etwa 96.000 Personen, was potenziell 192.000 Impfdosen in dieser Gruppe alleine bedeutet. Derzeit kommen in erster Linie Personen dran, die über 90 Jahre alt sind.

Die Herausforderung ist, dass für diese Altersgruppe zum jetzigen Zeitpunkt nur BioNTech/Pfizer und Moderna zugelassen sind und bis zum Ende des Quartals die schon vor Wochen angekündigten Liefermengen nicht zusätzlich steigen, aber zumindest auch nicht weniger werden. Immerhin. Das bedeutet aber auch, dass wir deshalb das Tempo hier bis zum Ende des Quartals leider nicht weiter erhöhen können. Ab Kalenderwoche 14 wurden aber bei diesen beiden Impfstoffen zusätzliche Liefermengen angekündigt. Die Steigerungen bei den Impfstofflieferungen derzeit gehen in erster Linie auf AstraZeneca zurück, der – Stand heute – nicht bei Personen unter 65 Jahren verimpft werden kann. Wir hätten diese Woche unsere überarbeiteten Impfplanungen präsentiert.

ABER: Gestern wurde bekannt, dass die Vorsitzende des Nationalen Impfgremiums aufgrund der erweiterten und aktuellen Datenlage dafür plädiert, dass die Anwendung von AstraZeneca auch für Personen über 65 Jahren empfohlen werden soll. Dazu soll es demnächst eine Entscheidung des nationalen Impfgremiums geben. Sollte sich dieses entscheiden, AstraZeneca auch für ältere Personen einzusetzen, wäre das eine sehr gute Nachricht, weil wir die Impfungen dann bei älteren Menschen sehr stark beschleunigen könnten. Bevor aber diese Entscheidung nicht getroffen ist, wäre es unseriös, irgendwelche konkreten Versprechungen in diese Richtung zu machen. So sieht es derzeit aus.

Wir arbeiten sehr konzentriert und hart daran, dass alle Wienerinnen und Wiener so rasch wie möglich zu ihrer Impfung kommen und dass das nicht chaotisch passiert, sondern in der gebotenen Ruhe und Professionalität.

Sollten Sie zu irgendeinem Zeitpunkt noch Fragen zur Impfung oder zu jedem anderen Thema bezüglich COVID-19 haben, können Sie sich jederzeit gerne bei mir melden. Das ist überhaupt kein Problem. Diese Pandemie stehen wir als Stadt gemeinsam durch!

Liebe Grüße und bleiben Sie gesund!

Mario Dujakovic

          Mario Dujaković

          Mediensprecher

          Amtsführender Stadtrat Peter Hacker

          Geschäftsgruppe Soziales, Gesundheit und Sport

          1082 Wien, Rathaus, Stiege 8, 1. Stock, Zi. 323

          Telefon         +43 1 4000 81244

          Fax               +43 1 4000 99 81221

          E-Mail            mario.dujakovic@wien.gv.at

          Web              wien.gv.at

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