Zur Unlogik der Corona-Verordnungen

Testen bei Friseuren ja, Testen bei Zahnärzten nein

Wissen Sie eigentlich, was Sie mit oder ohne Test dürfen oder nicht dürfen?  Ich bin jedenfalls verwirrt.

Ganz zu Anfang hatte ich einen Friseurtermin und habe mich selbstverständlich dafür testen lassen. Eigentlich müsste man ja die Termine, für die man einen Test benötigt, bündeln, aber ganz so leicht geht das halt nicht. Vielleicht alle „körpernahe Dienstleistungen“ innerhalb einer Zeit von zwei Tagen vereinbaren?

Ich hatte eine Überprüfung beim Zahnarzt vereinbart. Selbstverständlich hatte ich angenommen, dass man dafür einen Test benötigt, denn die Ansteckungsgefahr ist doch wesentlich größer als beim Friseur, denn „der Patient“ muss ja – naheliegenderweise – den Mund aufmachen. Also habe ich gar nicht gefragt und bin testen gegangen – es ist ja wirklich schon ziemlich einfach geworden. Nur heute, beim eigentlichen Termin wollte ich meine Testbestätigung vorlegen, nur um zu erfahren, dass ich sie gar nicht benötige. Logisch erscheint mir das nicht. Man erklärte mir, dass man zwar bei der Anmeldung und im Warteraum eine Maske tragen müsse, aber ein Test, der wäre sicher nicht erforderlich, denn für den Arztbesuch gelte generell kein Testgebot.  Wenn man ins Spital will – allerdings schon.  

Jetzt bin ich schon so weit, dass ich erkennen musste, dass man mit Logik – was Corona-Testerfordernisse anlangt, nicht weit kommt. Ich bin schon sehr dankbar, dass man Museen besuchen kann, wenn es auch keine Führungen oder sonstige Veranstaltungen gibt (die finden aber immerhin – teilweise- online statt). Nachvollziehbarer Weise, dürfen auch die Kaffeehäuser in den Museen nicht aufsperren, aber sie gehen ab. Gerne würde man sich ein Weilchen ausruhen, das Gesehene reflektieren und sich für Neues vorbereiten. Aber das ist wenigstens logisch, weil ja auch sonst kein Lokal offen haben darf. Das bestellte Essen darf man nur beim Eingang abholen – oder sich zustellen lassen. Natürlich nicht im Museum.

Andererseits, wenn ich im Supermarkt einkaufen gehe, habe ich zwar eine Maske auf – wie alle anderen auch, aber Abstand halten, ist schlicht unmöglich, von zwei Metern keine Rede, nicht einmal ein Meter Abstand ist möglich, bei den engen Abständen der Waren voneinander. Missverstehen Sie mich nicht, ich bin froh, dass die Supermärkte offen haben, aber warum gibt es dann Personenanzahlbeschränkungen bei anderen Läden – und im Supermarkt aber nicht? Auch da stößt man mit Logik ziemlich rasch an die Grenzen.

Von der Benutzung von Seilbahnen und Gondeln möchte ich hier gar nicht reden. Da scheint mir der „Wirtschaftlichkeitsfaktor“ im Gegensatz zu anderen Anlässen eine zu große Rolle gespielt zu haben.

Mir tut wirklich jeder leid, der wirtschaftlich durch die Corona-Regeln geschädigt wird, aber ja, die Gesundheit gelt dann doch vor. Aber sie geht unlogisch vor. Und das ist ärgerlich.

Sicher, ich möchte sicher nicht der oder diejenige sein, die derzeit die Regeln vorgibt, der oder die entscheidet, wer den Betrieb aufnehmen darf oder nicht.  Das war auch bisher nicht leicht, und einiges ist zu Unrecht letztlich nicht zum Einsatz gekommen. Da erinnere ich mich an die Corona-Ampel.  Ich fand sie recht sinnvoll, das heißt, eigentlich fände ich sie auch jetzt recht sinnvoll, aber sie ist an politischen Eitelkeiten gescheitert, schade!

Es ist schwierig, mit so etwas Tückischem wie diese mutierenden Corona-Viren umzugehen. Und die Viren scheinen immer ein Stückerl „voraus“ zu sein. Und beständig lernen wir alle mehr über sie – und über die Funktionalität der Impfstoffe. Da die richtigen Entscheidungen zu treffen ist schwer. Und allüberall gibt es politischen Druck – unter allerlei Vorwänden. Ich versteh schon, jeder versucht ein „Maximum“ für sich herauszuschinden.

Aber könnte man sich nicht auf die bestehenden Probleme – Pandemie und ihre Bekämpfung, wirtschaftliche Probleme & Arbeitslosigkeit und Klimawandel & Umwelt konzentrieren? Die Palette muss doch reichen, muss man gleichzeitig versuchen die Justiz zu „reformieren“?  Bitte alle miteinander: ergehen Sie sich nicht in politischen Streitereien, tun Sie das, wofür wir Sie gewählt haben. Lösen Sie Probleme und erlassen Sie keine „unlogischen“, nicht nachvollziehbaren Verordnungen. Wir die Staatbürger halten uns an Gesetze, aber wir sollten sie auch verstehen können.

Danke für Ihre Kenntnisnahme!

Zur Unlogik der Corona-Verordnungen

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