Gedankensplitter zum derzeitigen Geschehen

Leider noch immer die Pandemie, der Reaktorunfall von Fukushima

Heute wünsche ich mir die Fähigkeit meines leider verstorbenen Mannes, scheinbar nicht- zusammenhängende Fakten in einer Geschichte zu verknüpfen. Warum? Weil es im Moment so viele Themen gibt, über die ich gerne schreiben möchte, aber halt weder über eine Zeitung noch über ein Team verfüge, um sie alle einzeln aufzuarbeiten. Manchmal hinwieder gibt’s kaum etwas, worüber ich schreiben mag.

Da gibt es einmal die Jahrestage – die man dann leider nicht verschieben kann. Da finden sich: 10 Jahre Fukushima und 1 Jahr, seit die WHO COVID-19 zur Pandemie erklärt hat. Also über die Pandemie hab‘ ich zwar schon viel geschrieben, aber im Moment beunruhigt mich doch, dass einzelne EU-Länder die Impfung mit AstraZeneca stoppen und wir den Impfstoff weiter großflächig einsetzen. Mein erster Impftermin steht mir noch bevor – in fast genau drei Wochen – am Karsamstag – und der zweite dann am 24. April. Vorläufig werde ich jeden Impfstoff nehmen, der mir angeboten wird, weil ich glaube, dass die Nebenwirkungen auf jeden Fall geringer sein werden, als jene von COVID, egal in welcher Mutation. Aber ich möchte wirklich gerne wissen, was diese Länder bewogen hat, diesen Impfstoff nicht zu verwenden, wo doch Impfstoff generell in Europa noch immer Mangelware ist.

Die Pandemie herrscht weltweit, manche Länder haben sie besser bewältigt als andere. Aber viele Menschen sind der Pandemiefolgen (Lockdowns, Ausgangsbeschränkungen etc.) schon leid. Besonders bei Jugendlichen kann ich das verstehen. Am Abend zu Hause bleiben, keine Freunde sehen, kein Kino, keine Bars, nirgends kann man tanzen … Andererseits sind es dann grad diese Cluster, die Jugendliche bilden, die Ursache von exponentieller Ausbreitung. Sei es, wie es sich derzeit in Österreich in manchen Schigebieten zeigt, sei es, wie es aber auch, wie in den USA befürchtet: Spring-Break (also Osterferien) stehen bevor. Traditionell fahren viele, viele Studenten aus den nördlichen, noch bitter kalten Bundesstaaten in den warmen Süden, bevorzugt nach Florida, wo man „Party am Strand macht“, ausgelassen, sorglos. Wo Booze (alkoholische Getränke) billig sind, wo in Restaurants die Regel „all you can eat for $ xx“ anbieten. Das war schon immer so, selbst vor mehr als 60 Jahren, als ich noch in den USA herumreiste. Damals habe ich zum ersten Mal Shrimp-Cocktail (Sie wissen schon in „all you can eat“ Modus) gegessen – ich habe es nie vergessen! Sterben werden wahrscheinlich (hoffentlich) nicht diese Jugendlichen, sondern jene, die sie anstecken werden.

Der Reaktorunfall von Fukushima (einschließlich dem Tsunami) hat mich damals erschüttert, die Häuser, die vom Meer einfach fortgerissen wurden, die Menschen, die abgesiedelt werden mussten und nicht mehr zurückkommen durften. Die Tests, die in Lagern durchgeführt wurden, ob die Menschen verstrahlt waren. Die Erde, die abgetragen wurde, weil sie verseucht war, und von der man nicht weiß, wohin man damit soll.  Wir haben es nicht erlebt, aber wir haben die Bilder, die Reportagen etc. im Fernsehen gesehen. Wir haben mit den Menschen mitgefühlt, sie bedauert, besonders weil es zweite Mal war, dass Japan durch die Atomkraft beschädigt worden ist, wer könnte je Hiroshima und Nagasaki vergessen.

Ich hab‘ auch bei jedem Fisch, den ich damals verkocht oder gegessen habe, überlegt, woher er kommen könnte, und ob er nicht verseucht wäre, da doch soviel kontaminiertes Wasser ins Meer gelangt ist.

Und immer wieder hat mich das Ereignis an unsere europäische Katastrophe – Tschernobyl – erinnert. Wie wir anfangs (aus Unwissen) so sorglos waren und erst nach und nach gelernt haben, was wir vermeiden sollten bzw. was wir eigentlich nicht durften. Wir haben es getan, einfach weil wir noch nicht wussten, dass wir es nicht tun sollten.  Jahrelang habe ich keine Schwammerln aus z.B. Litauen gekauft …

Und viel später, bei einer Reise an der Westküste der USA sind wir bei einem Museum vorbeigekommen, in dem sich Fundstücke von Fukushima befanden, die später in Oregon angeschwemmt worden sind.  Traurig!

Und ich denke auch daran, dass sich Atomkraftwerke in unserer Nähe, allerdings jenseits von Grenzen befinden, die derzeit weiter ausgebaut werden, über deren Sicherheit ich eigentlich nicht gut unterrichtet bin. 13 noch laufende Atomkraftwerke liegen in unmittelbarer Nähe rund um Österreich. Radioaktivität kennt keine Landesgrenzen! Die folgenden sind es, die weniger als 100 km von unserer Grenze entfernt liegen: Dukovany – 40 km (4 Hochrisikoreaktoren), Temelin – 65 km entfernt (2 Reaktoren) in Tschechien. Bohunice – 60 km entfernt (2 Hochrisikoreaktoren), Mochovce – 100 km entfernt (2 Hochrisikoreaktoren) in der Slowakei.  Krsko – 70 km entfernt (1 Hochrisikoreaktor) in Slowenien. Aber eigentlich dürfen wir uns ja nicht beschweren, wir verwenden ja ca. 11 – 13% Atomstrom hier in Österreich. Also!

Von den anderen Themen werden Sie in Kürze von mir hören!

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