Die gute (oder doch schlechte) Nachricht

Biber legen Internet lahm

Es ist schon erfreulich, wenn man in den Medien (egal ob Print, Fernsehen oder Radio bzw. natürlich Internet etc.) eine kleine Notiz findet, die sich um ein Thema dreht, das nichts, aber auch gar nichts mit Corona zu tun hat. Das ist Licht am Ende des Tunnels, wenn auch noch fern.

Die „Schlagzeile“ (besser vielleicht Zeilchen): „Biber knabbern Städtchen das Internet weg“. In Österreich würde man umgehend fragen: „derfn’s denn des?“ Aber es geht um Kanada, dort gibt es noch viele Biber – aber man ist halt nicht immer glücklich mit ihnen. Einerseits ziert der Biber die Fünf-Cent-Münze, und die Tiere sind wirklich kompetent (Dammbau) aber auch possierlich (ich konnte Biber noch in der Kindheit meiner Kinder – auch schon ein Welchen her – im Biberteich im Schwarzenbergpark in Wien/Hernals/Dornbach bewundern; jetzt gibt’s nur mehr den Teich – zu ihrer Erinnerung) aber Kanadas Bauern klagen heftig über die Biber: man beschuldigt sie, Bäume und Landwirtschaft zu schädigen, und Schuld an Hochwasserschäden zu tragen.  

Aber besonders grantig auf die Biber dürften jetzt die Bürger von dem Städtchen Tumbler Ridge (British Columbia) sein: die Biber hatten es auf das Glasfaserkabel abgesehen, das für das Funktionieren des Internets des Örtchens unerlässlich ist. Ein rund 12 Zentimeter dickes Leerrohr  – in einer Tiefe von rund einem Meter verlegt – sollte das Kabel vor äußeren Einflüssen schützen – für die Nagezähne der Biber war dieser Schutz offensichtlich kein Problem. An mehreren Stellen war das Kabel angenagt, die Schäden waren erheblich, wurde verlautbart.  Erst nach 36 öden Stunden war dann die Internetversorgung für die rund 2000 Einwohner – von denen nicht alle betroffen gewesen waren – wiederhergestellt.

Viele von uns hier – in unseren Breiten – können zwar nicht von Biberschäden berichten, aber – „das Auto ist durch nächtlichen Mader-Besuch in der Früh zuweilen nicht mehr gestartet“. Auch hier wurden Kabel angeknabbert. Auch ich war diesbezüglich einmal fuchsteufelswild in der Früh – in Pernitz.

Naja, selbst in unserer hochtechnisierten Welt machen uns manche Tiere einen Strich durch unsere (Planungs-)Rechnungen.

Die gute (oder doch schlechte) Nachricht

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