Prinzessinnentag 2021, Essen am Tulbingerkogel

Heute war Prinzessinnentag. Sie fragen sich, was das sein soll? Nun, das ist ein Tag rund um den Geburtstag einer meiner Enkeltöchter, der traditionell einerseits dem Schuhkauf gewidmet ist und dann andererseits mit einem gemeinsamen Essen – am Tulbingerkogel verbracht wird.

Über den äußerst erfolgreichen Schuhkauf lesen Sie unter: https://christachorherr.wordpress.com/2021/05/29/prinzessinnentag-2021-der-schuhhimmel-im-ballhaus/

Von der Berggasse fuhren wir durch den neunten, sowie den 19. Bezirk nach Neustift am Schwarzenbergpark vorbei (die Parkplätze dort waren schon sehr voll) und dort über die wunderschön angelegte recht kurvige, aber enge Straße Richtung Tulbingerkogel.  Es waren auch sehr viele Radfahrer unterwegs. Man kommt an Tafeln wie Scheiblingstein, Sophienalpe vorbei, die an die Ausflüge meiner Kindheit erinnern, besonders an die Kracherln, – mit Himbeergeschmack, die man in den dort gelegenen Wirtshäusern bekommen hat.

Der Wiener Wald ist in dieser Gegend derzeit unfassbar prächtig. Es sind die herrlichen hohen Buchen, die mir so gut gefallen, denn hier im Gegensatz zum südlichen Wienerwald mit seinen Föhren, gibt fast ausschließlich Laubwald. Und aufgrund des kühlen Wetters sind die Blätter noch wunderschöne lichtgrün – und vieles blüht gleichzeitig.

Der Tulbinger Kogel liegt am nordwestlichen Rande des Wienerwaldes. Mit seinen 494 m ist der nach Tulbing benannte Berg die höchste Erhebung im Bezirk Tulln sowie der gesamten nordwestlichen Kante zum Tullnerfeld. Die umfassende Aussicht auf rund 300 Berge der Ostalpen, inklusive Ötscher, Schneeberg und Großen Priel war uns zwar (wahrscheinlich) möglich, aber es war nur ein wenig dunstig.

Und es gibt auch „Geschichte“ zur Gegend: Wahrscheinlich war hier ein Standort von Römischen Leuchtfeuern, die erste Besiedelung erfolgte durch Forstarbeiter und später auch durch Steinbrucharbeiter. Traurig wurde es 1529 während der Ersten Wiener Türkenbelagerung, denn damals versteckten sich die Bewohner Tulbings im Jammertal (intermittierender Strom) am Tulbingerkogel; ein krähender Hahn verriet ihr Versteck und alle fanden den Tod. Zwischen 1880–1890 wurde der Tulbingerkogel zur Sommerfrische. Am jetzigen Standort des Berghotels Tulbingerkogel entstand ab 1880 aus einem Forsthaus allmählich ein Gasthaus. 1930 wurde an selber Stelle ein Luxushotel (für damalige Verhältnisse) errichtet. Es gab acht Zimmer mit privater Dusche und alle Zimmer wurden vom Gang einzeln beheizt. Die Gegend am und um den Tulbingerkogel wurde und wird aber auch landwirtschaftlich genutzt.

In dieses Restaurant dort sind wir schon lange Zeit und immer gerne gegangen – wir haben dort immer wieder gefeiert, Geburtstage, Hochzeitstage, wir sind aber auch „nur so“ gerne hingegangen, weil man gemütlich dort sitzen und wunderbar speisen kann. Auch an eine Bürofeier dort kann ich mich gut erinnern. Und immer wieder gab es Spezialwochen, die die Möglichkeit geboten haben, Neues, Spezielles zu kosten.

Wir konnten im Garten sitzen – immer wieder kamen zwar Wolken daher, immer wieder sah man auch irgendwo in der Ferne Regenschauer niedergingen, aber wir saßen im Halbschatten – es war nicht grad heiß, aber die Sonne, wenn sie dann doch immer wieder heraußen war, wärmte wunderbar.

Wir hatten große Schwierigkeiten das Richtige von der Speisekarte zu wählen, denn alles lachte uns an. Schließlich konnten wir entscheiden, vier unterschiedliche Vorspeisen und vier unterschiedliche Hauptspeisen zu nehmen, um davon dann rundherum kosten zu können. Meine Jakobsmuscheln waren selbstverständlich dabei, aber auch der wunderbare dicken Marchgelder Spargel, Lamm, Wild, Innereien, Artischocken. alles, was man sich an Köstlichkeiten um diese Jahreszeit vorstellen konnte.

Bei den Nachspeisen musste ich leider passen, aber ich durfte selbstverständlich auch bei den anderen kosten (es tat mir dann natürlich leid, dass ich keine eigene bestellt hatte, aber mehr als essen kann man halt leider nicht). Mein Favorit unter den Nachspeisen ist das Topfen-Sauerrahm Soufflé mit Erdbeermark.

Wir haben es genossen, wieder zusammen zu sein, wieder gemeinsam zu essen und zu trinken, wieder gemeinsam in einem Garten zu sitzen und den Rundblick zu genießen. (Nicht hinterher das Geschirr wegräumen zu müssen)

Es war ein wunderbares Geburtstagsfest!

Prinzessinnentag 2021, Essen am Tulbingerkogel

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