Summer in the City

Der Text dieses Songs beschreibt die Situation recht gut:

Hot town, summer in the city

Back of my neck gettin‘ dirt and gritty

Been down, isn’t it a pity?

Doesn’t seem to be a shadow in the city

All around people looking half-dead

Walking on the sidewalk, hotter than a matchhead

Manchmal, wenn ich so durch die Stadt gehe, stelle ich meine Überlegungen an … Der Neue Markt zeigt schon, wie er vielleicht aussehen wird. Ein Teil des Platzes ist schon „gepflastert“, Teile des Donner-Brunnenrandes schon zusammengestellt. Der “Steg“ in der Mitte, von dem man besonders gut den Baufortschritt beobachten konnte, ist schon abgebaut und man kann den Platz schon queren. Soweit – so sehr gut. Es wird schon noch dauern, bis das Ganze fertig sein wird.

Gestern habe ich also diesen Platz am Nachmittag gequert – er lag teilweise in der Sonne und der helle Stein gleiste und es war wirklich sehr heiß. Da habe ich mir überlegt, ob auf diesen Platz – über einer Garage – auch Bäume gepflanzt werden könne, und ob das vorgesehen ist?

Sie werden sagen, dass der Platz in der Stadt liegt, dass man versucht seinen früheren optischen Status wiederherzustellen. Schließlich gibt es in dieser Stadt den Dankmalschutz, – den wir uns manchmal, in anderen Fällen dringend wünschen.

Aber sollte beim Städtebau, beim Verbau des öffentlichen Raumes nicht bedacht werden, dass sich unser Klima radikal ändert, dass wir klimatische Verhältnisse fast wie im Süden, in Italien haben.  Dass wir sehr viel Boden komplett versigelt haben. Und dass wir – unter diesen Umständen -, nämlich wir die wir hier wohnen bzw. hier arbeiten oder vielleicht auch noch hier einkaufen, eine andere Art von Schutz brauchen, als das vielleicht früher notwendig gewesen wäre.  Ich meine halt, dass ein paar Palmen in Töpfen nicht das Klima auf großen Plätzen verbessern werden, da bedürfte es schon ein paar „handfester“ ordentlich belaubter Bäume. Den ebenso dringend benötigten Brunnen – den Donnerbrunnen gibt es ja dort schon. Aber es gibt auch andere heiße Plätze in Wien, und die paar „Duschen“, die bei den Trinkbrunnen angebaut sind, werden kaum die nötige Abkühlung schaffen.

Mir fällt da gleich der Michaelerplatz ein. Also schön ist das Loch in der Mitte nicht, und was es zu sehen gibt, ist wahrhaft nicht spektakulär. Die Pflasterung, die möglicherweise jener der vorigen Jahrhunderte entspricht, rüttelt jeden Fahrgast eines Autos durch, ist recht unangenehm für Fahrräder und für Rollstühle fast nicht geeignet, weil man da in den Rillen hängen bliebt, gar nicht behindertengerecht. Mit Kinderwägen habe ich es nicht ausprobiert. Und laut ist es außerdem! Ich habe gelesen, dass die Kaufleute des Platzes einen Umbau planen. Bitte bedenken Sie, dass auch dieser Platz ziemlich heiß wird, im Sommer, ja, es gibt zwei Brunnen an beiden Enden, aber der Rest ist wirklich verbesserungswürdig – und bitte nicht wieder den Vorwand vorbringen, „das Pflaster entspricht jenem vor xxx Jahren und daher den Wünschen des Denkmalamtes!“

Auch der Josephsplatz liegt lange Zeit im Sommer in der Sonne. Seit dort der Eingang zum Parlament liegt, hat man begonnen, einige Tröge mit Büschen und Blumen aufzustellen. Das ist zugegebenermaßen durchaus hübsch, aber für den Platz eindeutig zu wenig um ihn nicht nur zu „behübschen“, sondern gegebenen Falles auch zu kühlen.  

Und dann noch jener Ort, dessen Begrünung ich schon mehrmals moniert habe: der Schwarzenbergplatz, einer der heißesten der Stadt. In der Gegend des Hochstrahlbrunnens wurde so ein Sprühgerät aufgestellt: falscher Platz, denn wenn der Wind weht, werden die Tröpfchen ohnedies vertragen! Aber der vordere Teil des Platzes, zum Ring hin, ist glühend heiß (besonders die Straßenbahnhaltestelle). Und es gibt dort einen gepflasterten Mittelstreifen – der wirklich zu nichts dient, ist keine Verkehrsfläche für Autos oder Straßenbahn, dort fährt kein Radfahrer, dort geht kein Fußgänger. Nur kleine Pflastersteine – hügelig verlegt, ein Denkmal und ein Kunstobjekt. Also dieser Boden muss doch nicht versigelt sein. Dort könnte entweder Gras wachsen oder niedrige Büsche gepflanzt werden (wie z.B. beim Bundeskanzleramt, an der Seite).

Ich habe gehört, dass das der Platz nicht verändert werden sollte, da er doch von einem Architekten so geplant war. Schon möglich, aber was sollte in einer Stadt Vorrang haben: doch das Wohl der Bürger, die hier wohnen und aber auch jener Gäste, die die Stadt besuchen. Und „verschandeln“, das ist wohl ein recht subjektiver Begriff (ich finde auch die Leuchten am Schwarzenbergplatz ziemlich unhübsch).

Und noch etwas: es gibt so viele asphaltierte Höfe in Wien, selbst wenn sie als Parkraum verwendet werden, kann man doch dennoch kleine Pflastersteine locker verlegen und dazwischen Gras wachsen lassen, die Bewohner würden’s danken!

Also, dies ist eine Bitte an die Stadt- und Bezirksplanung und auch eine an das Denkmalamt. Springen Sie doch bitte über Ihren Schatten und tun Sie alles, um die Stadt NATÜRLICH, also durch Begrünung, durch Bepflanzung, kühler zu machen. Und das möglichst rasch!

Summer in the City

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