Schulbeginn – die Großmutter ist wieder gefragt!

Die Schule hat wieder begonnen, und daher werde auch die Dienste der Großmutter wieder benötigt. Z.B.  die Schule ist schon um 15:30 aus. Grad sind die Kinder aus dem Park gekommen und müssen nur in die Schule zurück, die Schultaschen zu holen.  So ganz hat der „Ernst des Lebens“ (ein Ausspruch, den ich als Kind gehasst habe) noch nicht begonnen. Der Heimweg aus der Schule ist für die jetzt schon Zweitklässlerin doch noch etwas problematisch. Der große Bruder, dem wird das Alleine-nach-Hause-Gehen schon zugetraut und zuweilen zugemutet.

Gelegenheiten zum „Feiern“ darf man doch eigentlich nicht auslassen. Daher gehen wir am Heimweg zum „Bortolotti“, ein großes populäres Eisgeschäft, es liegt fast am Weg nach Hause. „Draußen“, also im Schanigarten, ist alles besetzt, wir ziehen uns ins Innere zurück, auch dort ist es ziemlich voll, viele Mütter mit Kindern sind da.  Das Angebot an „Bechern“ und „Cups“ ist riesig. Was es da nicht alles gibt- z.B. Gummi-Bärli-Eis mit Früchten und Schlagobers. Das ist grad das Richtige für meine Enkeltochter, mein Enkel und ich wählen lieber die Eissorten aus und bestellen je drei bzw. zwei Kugeln. Der Enkeltochter ist ihre Bestellung dann doch zu groß, aber der große Bruder hilft mit, aber da geht es um die Gummi-Bärlis. Nächstens, wenn ich die Kinder treffe, werde ich ein großes Sackerl Gummi-Bärlis dabeihaben. Am Schluss bekommt jedes Kind noch eine Art Rubbellos – und jeder gewinnt – eine Frisbee Scheibe und Buntstifte.

Höchst zufrieden verlassen wir den Eissalon, mein Enkel – dem ich noch ein Geburtstaggeschenk schulde, schleppt uns in ein High-Tech Geschäft, wo es besonders tolle ferngesteuerte Autos, Kräne etc. gibt. Ich muss ihn enttäuschen, das sind nicht Geschenke, die er von mir bekommt. Der Verkäufer ist ebenso enttäuscht, aber ich glaube, es gibt vernünftigere Geburtstagsgeschenke. Der Enkel zeigt sich verständnisvoll und wird weiter über seinen Wunsch nachdenken.

Jetzt möchte er aber schnellstens nach Hause kommen (er hat seinen Roller dabei) und benötigt die Wohnungsschlüssel seiner Schwester, er hat seine zu Hause gelassen. Na sehr gerne rückt die Schwester die Schlüssel nicht heraus – es wird ausgiebig darüber diskutiert, wie oft schon Schüssel verloren gegangen sind, aber zuletzt lässt sie sich erweichen, und ich werde aufgeklärt, dass die verlorenen Schlüssel in einen Kanal gefallen sind.

Meine Enkelin ist sehr aufmerksam, beim Nach-Haus-Gehen, sie entdeckt einen Freund des Bruders, den sie freundlich grüßt, aber auch einen Freund des Vaters, der mit dem Fahrrad durch die Begegnungszone fährt. Dieser hält auch prompt an und schwatzt ein Weilchen mit dem Mädchen, stolz zeigt sie, wie gut sie schon schreiben kann.

Aber nicht nur Bekannte und Freunde entdeckt die Enkelin, sie ist auch sehr aufmerksam beim Überqueren der Straße, weiß genau, wo die Begegnungszone aufhört und man besser gut aufpassen muss.

Zu Hause angekommen sehe ich warum es der Enkel so eilig hatte, nach Haus zu kommen – hier wartet Harry Potter auf ihn – und diese Buchreihe ist bekanntlich schon sehr spannend. Allerdings stören wir – seine Schwester und ich – ihn, wenn ich ihr vorlese. Also werden wir beide auf den Balkon verbannt, wo es aber angenehm warm – und vor allem „grün“ ist. Es gibt schon wunderbare Kinderbücher heutzutage. Eines handelt von einem feuerspeienden Drachen und einem kleinen Mädchen, das ihren Freund aus seinen Klauen befreien will. Sehr schlau, das Mädchen, sie packt den Drachen bei seinem Ehrgeiz und hetzt ich so lange herum, bis er erschöpft einschläft und sie ihren Freund befreien kann. Ein anderes – amerikanischen Ursprungs – handelt von einem Kater, der einen neu in den Hühnerhof gekommenen Hahn nicht leiden kann und ihn eher gemein hinausekelt, sich aber dann über die Küken sehr freut – auf den Zusammenhang zwischen Hahn und Küken wird nicht hingewiesen, das müssen schon Vorlesende tun. Besonders gut hat mir ein „anders“ erzähltes Märchen gefallen, nämlich Schneewittchen – wobei „nur“ das Wort schön mit mutig vertauscht wird. Sonst bleibt ziemlich alles beim Alten, nur der Prinz wird nicht geheiratet, sondern Prinz und Prinzessin werden gute Freunde und gehen auf Entdeckungsreisen. Am meisten Freude beim Vorlesen hat mir aber dann doch „Max und Moritz“ gemacht, nichts wurde verändert, und die Reime entzücken mich noch heute.

Auf expliziten Wunsch der Kinder – und das hat mich sehr gefreut, bin ich dann noch zum Nachtmahl geblieben. Dann allerdings war es höchste Zeit, dass sie beide ins Bett gingen, denn morgen – Sie wissen schon – ist wieder Schule und die fängt bekanntlich nach wie vor um 8 Uhr an.

Schulbeginn – die Großmutter ist wieder gefragt!

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