Wie es so geht, mit der Liebe an alten Gebäuden.

Im Mezzanin, am ehemaligen Hauptsitz der ehemaligen Creditanstalt

Ich hänge halt immer noch an Gebäuden, in denen ich gearbeitet hatte, auch wenn mein Arbeitsleben schon lange vorbei ist. Und eines dieser Gebäude ist jenes der ehemaligen Creditanstalt (später Bank Austria, dann innerhalb der HypoVereinsbank Gruppe und jetzt UNICREDIT), das verkauft wurde und einer anderen Nutzung zugeführt wird.

In der Zwischenzeit ist das Parterre, der ehemalige Kassensaal, zum SPAR geworden, der auch dort auch ein Restaurant betreibt. Das Mezzanin. (Ich habe schon einmal darübergeschrieben: https://christachorherr.wordpress.com/2021/06/14/eine-restaurantempfehlung-am-montag-butterschnitzerl-mit-erdapfelschmarrn/).

Und weil man für alles „Neue“ besonders werben muss, ließ sich das Management etwas einfallen. Und ich durfte dabei sein. Es wurde ein „Kulinarisches Kultur Menü veranstaltet. Und was soll man sich darunter vorstellen?

Abends gab es ein köstliches Menü und dazwischen „Kultur“ – in der Form von zwei Lesungen von Adi Hirschal. Er ist ein österreichischer Schauspieler, Kabarettist und Intendant, der in Wien lebt. In der COVID Zeit gab es für ihn, wie für viele andere Kulturschaffende, wenig zu tun. Um die Zeit zu nützen, hat er beschlossen seine Biographie zu schreiben.  Und aus dieser Biographie hat der Autor gestern vorgelesen. Vorgelesen ist vielleicht viel zu wenig gesagt. Er hat zwar Texte aus diesem Buch zitiert, aber dazwischen – gesungen, alte Songs abgespielt – mit einem Wort, die ganze Geschichte sehr kurzweilig gestaltet. Es ging um seine Jugend, es ging aber auch um seine Sprache – und örtliche Dialekte.

Dem Publikum hat’s gut gefallen. Nicht nur einer hat mitgewippt, als die „alten Songs“ (Rock and Roll) ertönten. Manche waren durchaus gerührt – durch die Erzählungen.

Und zwischendurch wurde gespeist. Natürlich gab es einen Aperitif – schon beim Hineinkommen – ich war fast zu spät gekommen, da ich am Hinweg alte Freunde getroffen habe, mit denen ich unbedingt plaudern musste. Es ist so schön, dass das wieder passiert, hoffentlich wird es uns nicht wieder durch Corona abgedreht!

Naja, nach der Vorstellung des Programms für den Abend konnte man sich vorerst an der Vorspeise delektieren: Entweder Burrata, mit Paradeiser-Raritäten, frittierten Kapern und Basilikum, oder Carpaccio vom Murbodner Rind mit Rucola, Pinienkernen und Grana Padano.  Ich hatte ersteres gewählt, weil ich diese bunten kleinen Paradeiser sehr mag und außerdem Burrata den schon ziemlich langweilig gewordenen Mozzarella vorziehe. Dazu gab es roten oder weißen passenden Wein.

Nachdem das Brot am Tisch stehen gebliebenen ist, (man daher nicht verhungern musste) kam der Kunstgenuss, nämlich die Lesung.

Hierauf folgte wieder ein entweder/oder: also eine Gebratene Perlhuhn Brust mit Risotto mit Blumauer Paprika und Basilikum Öl. Oder Ricotta Ravioli mit Jungspinat und Lauchschaum. Da ich meist jene Sachen „bestelle“, die ich mir nicht oder ungern selber mache, nahm ich die Ravioli.  

Und um sich das Dessert wirklich zu verdienen, kam eine neuerliche Lesung! Die Nachspeise bestand dann aus Schokoladen Panna Cotta mit frischen Himbeeren und Salz-Karamell. Das mag doch jeder!

Ein durchaus gelungener vergnüglicher Abend!

Wie es so geht, mit der Liebe an alten Gebäuden.

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