On-Line Veranstaltungen sollten die Notlösung bleiben – „live“ ist es so viel schöner

(Dass mich der Ausgang der Wahlen in Österreich teilweise überrascht hat, können Sie sich ja denken, aber weil das heute das mediale Thema Nummer Eins ist, halte ich mich zurück, von mir wollen Sie die Analysen wahrscheinlich nicht mehr unbedingt hören. Jedenfalls wird es interessant, wie sich das Wahlergebnis „in Regierungen“ umsetzen wird).

Ich möchte heute meiner Freude Ausdruck geben, dass vieles jetzt wieder „live“ stattfindet. Ich muss gestehen, dass ich die Zoom-Veranstaltungen einfach alle geschwänzt habe. Oja, die Themen hätten mich schon interessiert, aber ich sitze ohnedies tagaus/tagein über lange Zeiten vor meinem Computer um zu recherchieren, um einfach schreiben zu können – und Schreiben ist mir sehr wichtig. Dann möchte ich nicht noch „zur Unterhaltung“ vor dem Bildschirm sitzen müssen.

Ich war vorige Woche bei einem Vortrag. Erstens musste ich dazu das Haus verlassen, dort traf ich Bekannte, die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte. Der Vortrag war interessant und fast noch interessanter waren die Fragen – und deren Beantwortung hinterher. Und am Weg hinaus sprach man noch in Kleinstgruppen über das Thema.

Es war gut, dass die on-line Möglichkeit während der diversen Lockdowns zur Verfügung stand. Aber ein persönliches Gespräch kann sie nicht ersetzen. Gerade bei Konferenzen kommt es darauf an, was in den Pausen, beim Essen, auf den Gängen – den berüchtigten Couloirs – getuschelt wird. All das ist auch erfolgsentscheidend. (Fast) nur so können für alle tragbare Lösungen zustande kommen.

Es tut mir nur leid, dass manche Institutionen – vielleicht aus Kostenerwägungen – die on-line Veranstaltungen aufrechterhalten. Schade – mir stehen sie halt leider nicht zur Verfügung.

Dasselbe gilt auch für Konzerte, Opern- oder sonstige Aufführungen. Es war so erhebend (jaja, ich weiß, es klingt pathetisch) z.B. wieder im Musikverein sitzen zu dürfen (schon OK, die Sessel hier sind weiterhin recht unbequem) und ein Konzert zuhören, dem Dirigenten zu zuschauen, das Orchester zu beobachten, auch die Architektur zu bewundern. Auch hier bieten die Pausen, Gelegenheit mit Gleichgesinnten über die grad gehörte Musik zu plaudern.

Museen waren ja schon etwas länger offen, aber jetzt kommen die neuen Ausstellungen dazu. Großartig, auch die lange Nacht der Museen findet wieder statt.

Ich bin schon dankbar für das Kulturprogramm in Wien. Selbstverständlich stört es mich, wenn ich die ganze Zeit mit Maske sitzen muss, aber es ist doch ein geringer Preis dafür, dass ich überhaupt dabei sein kann. (Auf den Stiegen im Musikverein zum Balkon, da hab‘ ich auch ob der Maske ordentlich „geschnauft“, aber die Lifts sind traditionell überfüllt)

Ich bin auch froh, dass ich wieder gemeinsam mit anderen ins Restaurants gehen kann.

Nun kann ich nur hoffen, dass es zu keinen weiteren generellen Lockdowns mehr kommt. Ich werde mir sicher auch die dritte Impfung holen, falls meine ersten zwei mehr als 6 Monate zurückliegen werden.Ich träume immerhin schon, wieder reisen zu können.

Na hoffentlich gibt es durch die Impfgegner kein böses Erwachen aus dieser „Erholung“. Die Neu-Erkrankungszahlen zeigen immerhin eine ganz leichtfallende Tendenz – hoffentlich hält das an.

On-Line Veranstaltungen sollten die Notlösung bleiben – „live“ ist es so viel schöner

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