Ein verspätetes Adieu an einen lieben, treuen Menschen

Jene Menschen, die in der Corona Zeit gestorben sind, wurden oft nur im allerkleinsten Kreis beerdigt und Seelenmessen – mit vielen Personen – konnten auch nicht stattfinden.

Manche Trauernde holen das jetzt nach. Ich war gestern bei einer Gedenkveranstaltung für einen vor einem Jahr Verstorbenen in der Kirche und hinterher war ich auch noch zu einem Zusammentreffen mit all seinen Freunden eingeladen. Ich finde das schön, dass man auch den Freunden und vielleicht nur Bekannten die Möglichkeit gibt, gemeinsam der schönen Stunden, die man erlebt hat zu gedenken.  Danke für diese Einladung!

Und just bei diesem Freund ist vieles, Schönes und Lustiges in Erinnerung geblieben. Z.B. die von ihm veranstaltete Reise ins Elsass. Nun Elsass bietet viele Touristenattraktionen, aber wenn sie mit Liebe ausgesucht, mit Passion erklärt wurden, sind sie letztlich dann doppelt schön und eindrucksvoll. Und so bleiben sie auch in Erinnerung. Natürlich haben wir auf dieser gemeinsamen Reise gut (und viel) gegessen und getrunken. Aber weder Kultur noch Natur sind benachteiligt worden. Axel hat die wechselvolle Geschichte dargestellt aber auch der Industrialisierung Raum gegeben.

Aber es war nicht nur diese Reise, die Axel für seine Freunde gestaltete. Er liebte Feste und lud Freunde immer wieder dazu ein. Ja, er mietete seine Lieblingslokale für derartige Feste, seien es Heurige oder auch Stadtlokale. Er selbst traf die Speisenauswahl, die immer auch den Geschmack seiner Freunde traf. Und er unterhielt seine Freunde.

Axel war auch ein Familienmensch, er ließ sich gerne bei all seinen Aktivitäten von seiner lieben Frau und seiner Tochter unterstützen, die dann selbstverständlich Teil des Freundeskreises waren.

Man konnte ihn auf der Straße treffen – und er meinte sogleich: „kommst mit, wir gehen dahin oder dorthin essen“. Also man hatte bei ihm und seiner Familie immer das Gefühl willkommen zu sein.

Und auch das möchte ich betonen: er war – hauptsächlich über die Rotarier – eigentlich ein Freud meines Mannes. Aber selbst nach dessen Tod rief er mich zuweilen an und lud mich zu einem gemeinsamen Mittagessen mit ihm und seiner Frau ein. Diese „Treue“ halten nur wenige Menschen und ich bin ihnen allen sehr, sehr dankbar dafür.  

Ich bin dankbar, dass ich Menschen wie Axel kennen lernen durfte, natürlich vermissen wir ihn, aber wenn wir an ihn denken, und das ist oft, dann sind es schöne Erinnerungen.

Ein verspätetes Adieu an einen lieben, treuen Menschen

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