Zur Lage

Ich muss zugeben, dass ich diesen Lockdown, den vierten, eher auf die leichter Schulter genommen habe. Schließlich bin ich drei Mal geimpft, bevor ich „vulnerable Menschen“ getroffen habe, habe ich „gegurgelt“ (also mich getestet). Ich bin mir ziemlich sicher vorgekommen. Habe – wie viele von uns – gehofft, dass „der Spuk bald vorüber sein würde“, das heißt der Lockdown ginge dem Ende zu …

Ich habe mich wie viele andere über die ORF Gala Licht ins Dunkel geärgert. Bitte dort saßen „prominente“ Menschen unmaskiert(!) eng nebeneinander und ich darf nicht in meine Abonnementvorstellungen ins Theater oder ins Konzert gehen. Ich meine, dass sogenannte Prominente – wenn schon – dann Vorbilder in richtigem Verhalten sein sollten!

Aber es ist eh schon alles wieder anders. Jetzt kommt die Omikron Variante. Die SARS-CoV-2-Variante Omikron (englisch Omicron), B.1.1.529 ist eine Untervariante der Variante B.1.1 des Betacoronavirus SARS-CoV-2. Die Variante wurde am 9. November 2021 erstmals in Südafrika, Botswana und Hongkong identifiziert und erhielt am 24. November 2021 B.1.1.529. Sie wurde am 26. November 2021 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als besorgniserregende Variante eingestuft und mit dem 15. Buchstaben des griechischen Alphabets bezeichnet. Sie zeichnet sich durch eine hohe Zahl an Mutationen im Spikeprotein aus.

Angeblich habe diese Variante einen großen Evolutionssprung gemacht, sie könne eine verbesserte Übertragbarkeit haben und in der Lage sein, Teile des Immunsystems zu umgehen. Es ist (Stand 27. November 2021) noch nicht bekannt, ob die Variante Omikron schwerere oder leichtere Krankheitsverläufe verursacht als die bisherigen Varianten. Aber eine Infektion mit der Variante Omikron lasse sich mit den vorhandenen SARS-CoV-2-Tests nachweisen; die Identifikation der Variante selbst sei nur mittels Sequenzierung sicher möglich.

Die Unternehmen Biontech und Moderna starteten am 26. November 2021 Untersuchungen, ob die SARS-CoV-2-Impfstoffe der beiden Hersteller gegen die Variante ausreichend wirksam sind oder ob eine Anpassung erforderlich ist. Aber angeblich muss trotz ausstehender Laboruntersuchungen eine herabgesetzte Impfstoffwirkung „ernsthaft in Betracht gezogen werden“.

Es gibt schon einzelne Identifikationen in Europa.

Was heißt das jetzt? Mein „Sicherheitsgefühl“ ist wieder einmal erschüttert. Jetzt werde ich den Lockdown sehr sehr ernst nehmen. ÜBERALL Maske tragen, öffentliche Verkehrsmittel möglichst vermeiden, Treffen mit anderen Personen vermeiden. Also – die Gefahr ist eine solche, wie sie vor der Impfung gekannt hatten, so scheint mir.

Und wie sollen möglichst umgehend ALLE Geimpften mit einer speziell noch zu entwickelnden (wie lange kann das dauern?) Auffrischungsimpfung gegen OMIKRON wiederum geimpft sein werden. Das ist eine ordentliche logistische Herausforderung für alle Kommunen! Besonders dann, wenn die Impfpflicht für alle ab 1. Februar 2022 kommen soll.

Und bis dahin werden wiederum nur folgende Maßnahmen helfen: gutsitzende Masken, regelmäßiges Händewaschen, Abstand halten, verstärktes Lüften der Innenräume, Vermeidung von Menschenansammlungen, Impfung (sobald sie zur Verfügung steht).

Was heißt das wiederum für die Schulen? Home-Office wird wieder „Standard“ werden. Vorträge, Veranstaltungen werden alle wieder nur „on-line“ erfolgen, und wir werden uns kaum aus dem Haus wagen, egal, ob geimpft oder nicht. Wir sollten uns leider daran gewöhnen. Es wird nicht mehr – „wie früher“.

Ist das die ausgleichende Gerechtigkeit, die die gesellschaftliche Spaltung wieder reparieren kann? So haben wir uns da aber nicht vorgestellt!

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