Ich bin marod – und daher grantig!

Es ist wirklich zu blöd, eine solche Verkühlung wie jetzt, habe ich schon lange nicht mehr gehabt. Die Nase und die Augen rinnen fast pausenlos, ich huste vor mich hin, der Hals kratzt und habe noch dazu Kopfweh.

Heute habe ich alles abgesagt, um mich immer wieder ausruhen zu können. Morgen wäre ich gerne wieder fit – ich hoffe ich schaffe es.

Ich weiß, wie ich mich angesteckt habe.  Ich bin mit meinem Enkel, der mit einer derartigen Verkühlung angefangen hat, zwei Mal im über längere Zeit im Auto gesessen. Corona ist es jedenfalls nicht.

Aber durch Corona, bzw. die Vorkehrungen, die wir dagegen treffen mussten, waren wir in den letzten Jahren kaum verkühlt. Jetzt hat’s mich halt erwischt und es ist mir wirklich lästig. Die Lehre, die ich daraus ziehe ist, dass die Maske ein nützliches Instrument ist, nicht nur gegen Covid.

Erkältung (österreichisch auch Verkühlung) und grippaler Infekt sind medizinisch nicht scharf definierte Bezeichnungen für eine akute, virale Infektionskrankheit der oberen Atemwege, die vor allem die Schleimhäute der Nase (einschließlich Nebenhöhlen), des Rachens und des Kehlkopfs betrifft. Erste Symptome können weniger als zwei Tage nach dem Kontakt mit dem Virus auftreten. Zu den typischen Symptomen zählen Husten, Halsschmerzen, eine laufende Nase, Niesen, Kopfschmerzen und Fieber. Die Betroffenen erholen sich normalerweise in sieben bis zehn Tagen, (oje oje!)  einige Symptome können aber bis zu drei Wochen anhalten.

Weit über 200 Virusstämme sind an der Verursachung von Erkältungen beteiligt. Rhinoviren, Coronaviren, Adenoviren und Enteroviren sind die häufigsten. Die Viren verbreiten sich bei engem Kontakt über die Luft oder indirekt durch den Kontakt mit Gegenständen in der Umgebung, gefolgt von der Übertragung auf den Mund oder die Nase.

Nicht zu verwechseln ist der grippale Infekt mit der „echten“ Grippe (Influenza), die bei etwa einem Drittel der Infizierten deutlich schwerer verläuft und besonders für immunschwache Personen sogar tödlich enden kann. Normalerweise lass‘ ich mich rechtzeitig jährlich dagegen impfen, aber diese Verkühlung kommt einfach viel zu früh. Die eine Erkältung auslösenden Viren mit ihren zahllosen Arten und ihren durch Mutationen ständig neu entstehenden Varianten können weltweit in allen Klimazonen auftreten und sich durch Infektion überall dort ausbreiten, wo Menschen anzutreffen sind.

Die krankheitsverursachenden Viren werden sowohl als Tröpfcheninfektion durch die Luft als auch direkt oder indirekt durch Kontakt mit Erkrankten oder über kontaminierte Gegenstände per Schmierinfektion (Kontaktinfektion) in deren Umgebung übertragen. Da hilft das auch im Zusammenhang mit Corona empfohlene Händewaschen.

Gerade bei Infektionen mit Krankheitserregern, die schon an den Menschen als ihren Reservoirwirt angepasst sind, wie es bei den Erkältungsviren der Fall ist, spielt der Zustand des Immunsystems des betroffenen Organismus eine wichtige Rolle. Ob nach einer solchen Infektion tatsächlich eine Erkrankung auftritt, hängt von der Menge und Virulenz der Erreger und vom Zustand des Immunsystems der betroffenen Person ab. Die Beobachtung, dass bei Erkältungen keineswegs alle Kontaktpersonen ebenfalls erkranken, hat verschiedene Ursachen. So kann durch vorherigen Kontakt mit der gerade umlaufenden Virusvariante bereits eine Immunität bestehen, die Virendosis oder -virulenz für einen Krankheitsausbruch zu gering oder das Immunsystem in der Lage sein, trotz Infektion Krankheitssymptome zu verhindern. Bei einem intakten Immunsystem und geringer Erregerdosis kann die Erkältung entweder überhaupt nicht ausbrechen oder einen weniger schweren Verlauf nehmen.

In der Regel verläuft eine Erkältung nach einer Inkubationszeit von etwa zwei bis acht Tagen harmlos. Die Hälfte aller Fälle sind nach 10 Tagen ausgestanden, 90 % nach 15 Tagen. Viele Menschen haben im Jahr mehrere Erkältungen, na hoffentlich nicht!

Wenn sich die Erkältungsviren von der Nasenschleimhaut auf Rachen, Hals, Bronchien, Stirn- und Nebenhöhlen und in den Gehörgang ausbreiten, können als mögliche Komplikationen der Erkältung beispielsweise Nasennebenhöhlen-Entzündung, Mittelohrentzündung, Mandelentzündung, Rachenentzündung, Luftröhren-/Bronchienentzündung und Lungenentzündung auftreten. Ich werd‘ halt versuchen, vorsichtig zu sein, um diese Komplikationen zu vermeiden.

Die Behandlung einer Erkältung besteht vor allem darin, dem Körper Ruhe zu gönnen und sich in warmen, nicht überheizten Räumen aufzuhalten. Bei Husten und Schnupfen sollte man in erster Linie seinem natürlichen Trinkbedürfnis folgen, dabei jedoch auf keinen Fall weniger als die tägliche Mindestmenge des Flüssigkeitsbedarfs in Form von Wasser, Fruchtsaft und Tee trinken, um den Schleim flüssig zu halten und einen Flüssigkeitsverlust des Körpers durch Schweiß, Tränen- oder Nasenflüssigkeit auszugleichen.

Im Gegensatz zur Grippe gibt es gegen Erkältungen keine Impfung, weil es über 300 Erkältungserreger gibt, wodurch eine spezifische Impfung keinen Nutzen hat. Somit bleiben vor allem prophylaktische Herangehensweisen. Eine Vorbeugung besteht u. a. darin, den Kontakt mit erkrankten Personen und deren viralen Schnupfen- und Hustensekreten zu vermeiden.

Ich hoffe, dass Sie mich ein wenig bedauern, ob meines Zustandes!

Ich bin marod – und daher grantig!

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