Der lange steinige Weg zur Religionsfreiheit

Beginnend 313 mit dem so genannten Toleranzedikt von Mailand

Das war 313 entschieden worden: „Nachdem wir beide, Kaiser Konstantin und Kaiser Licinius, durch glückliche Fügung bei Mailand zusammenkamen, um zum Wohle aller […] zu regeln […] sowohl den Christen als auch allen Menschen freie Vollmacht zu gewähren […] ihre Religion zu wählen […] damit die himmlische Gottheit uns und allen […] gnädig und gewogen bleiben kann. […] Wir sind seit langem der Ansicht, dass Freiheit des Glaubens nicht verweigert werden sollte. Vielmehr sollten jedermann seine Gedanken und Wünsche gewährt werden, so dass er in der Lage ist, geistliche Dinge so anzusehen, wie er selbst es will. Darum haben wir befohlen, dass es jedermann erlaubt ist, seinen Glauben zu haben und zu praktizieren, wie er will.“

Die Bezeichnung für diese Vereinbarung ist auch Toleranzedikt von Mailand (bzw. Edikt von Mailand u. ä.), was aber sachlich falsch ist. Denn es gab nie ein reichsweites Edikt, sondern nur bestimmte Vereinbarungen bezüglich der Politik der beiden Kaiser, weshalb man heute stattdessen überwiegend den Begriff „Konstitution“, „Protokoll“ oder „Mailänder Vereinbarung“ bzw. „Übereinkunft“ verwendet.

Wer waren diese beiden Kaiser und was hatte sie zu dieser Vereinbarung veranlasst?

Flavius Valerius Constantinus (* an einem 27. Februar zwischen 270 und 288; † 22. Mai 337), bekannt als Konstantin der Große, war von 306 bis 337 römischer Kaiser. Ab 324 regierte er als Alleinherrscher.

Konstantins Aufstieg zur Macht vollzog sich im Rahmen der Auflösung der römischen Tetrarchie („Viererherrschaft“), die Kaiser Diokletian errichtet hatte. 306 trat Konstantin das Erbe seines Vaters Constantius I. an, nachdem dessen Soldaten ihn zum Kaiser ausgerufen hatten. Bis 312 hatte sich Konstantin im Westen, 324 auch im Gesamtreich durchgesetzt. Folgenreich war seine Regierungszeit vor allem aufgrund der von ihm eingeleiteten konstantinischen Wende, mit der der Aufstieg des Christentums zur wichtigsten Religion im Imperium Romanum begann. Seit 313 garantierte die Mailänder Vereinbarung im ganzen Reich die Religionsfreiheit, womit sie auch das noch einige Jahre zuvor verfolgte Christentum erlaubte. In der Folgezeit privilegierte Konstantin das Christentum. 325 berief er das Erste Konzil von Nicäa ein, um innerchristliche Streitigkeiten (arianischer Streit) beizulegen. Im Inneren trieb Konstantin mehrere Reformen voran, die das Reich während der weiteren Spätantike prägten. Außenpolitisch gelang ihm eine Sicherung und Stabilisierung der Grenzen. Nach 324 verlegte Konstantin seine Residenz in den Osten des Reiches, in die nach ihm benannte Stadt Konstantinopel.

Licinius (vollständiger Name Licinianus Licinius, * um 265; † 325) war von 308 bis 324 römischer Kaiser. Licinius war angeblich bäuerlicher Herkunft, seine Familie stammte aus Dakien. Er diente als Offizier im römischen Heer. Licinius wurde im November 308 auf der Kaiserkonferenz von Carnuntum zum Augustus des Westens ernannt und mit der Herrschaft über Thrakien, Illyrien und Pannonien betraut. Im März 313 heiratete Licinius in Mediolanum (Mailand) Constantia, eine Halbschwester Konstantins des Großen, mit dem er ein strategisches Bündnis einging.

Konstantin und Licinius zerstritten sich, man führte Krieg gegeneinander, Licinius und sein Sohn, der seit 317 den Caesarentitel führte, wurden in Thessaloniki interniert. Konstantin verpflichtete sich eidlich, sie zu schonen, doch er hielt sich nicht lange an diesen Schwur: Licinius wurde bereits im folgenden Jahr aufgrund einer angeblichen hochverräterischen Korrespondenz mit barbarischen Völkern hingerichtet, sein Sohn starb etwas später.

Diese so genannte Religionsfreiheit bestand also seit 313. Aber selbst im Christentum wurde sie nicht so eng gesehen. Ich erinnere an die Katharer, Albigenser, die gnadenlose verfolgt wurden. Ich erinnere an die Reconquista, dabei wurden sowohl Juden als auch Muslime gezwungen, ihren Glauben aufzugeben oder das Land zu verlassen. Und nicht nur im Mittelalter, auch später und in unseren Breiten war man nicht gar so tolerant: cuius regio, eius religio, (wessen Gebiet, dessen Religion), sie ist die Kurzform eines im Augsburger Religionsfrieden (1555) niedergelegten Rechtsprinzips, das weitgehend bis zum Westfälischen Frieden (1648) galt. Diese Regelung hat auch bei uns zu furchtbaren Folgen geführt.

Heute sind die meisten tolerant genug, anderen ihre Religionsfreiheit zu zugestehen. Denn die Religionsfreiheit ist ein Grund- und Menschenrecht, welches jedem Menschen erlaubt, die persönliche individuelle Glaubensüberzeugung in Form einer Religion oder Weltanschauung frei und öffentlich auszuüben. Dies umfasst neben der Angehörigkeit zu einer Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaft auch die kultische Handlung entsprechend ihrer normativen Lehre sowie ihre aktive Verbreitung. Insbesondere umfasst sie damit auch das Recht, keiner Religion anzugehören, nicht an einen Gott zu glauben (Atheismus) oder religiöse Annahmen prinzipiell als unentscheidbar zu bewerten (Agnostizismus).

Aber heute leben bei uns auch viele Muslime. Viele von ihnen sind gläubig und halten sich an die Gebote des Korans:  Die Glaubensfreiheit im Islam bedeutet nach islamischem Recht die Freiheit der Muslime, ihren Glauben auszuüben, und die Freiheit aller, den Islam anzunehmen. Das islamische Rechtssystem kennt für Muslime keine negative Religionsfreiheit und erkennt auch nicht den Anspruch an, keiner Religion anzugehören. Nun viele hier lebender Muslime halten sich an die hier geltenden Gesetze und tolerieren auch das Ablegen des muslimischen Glaubens.

So alt diese Mailänder Vereinbarung auch ist, so schwierig war und ist es seither, sich an sie zu halten.

Der lange steinige Weg zur Religionsfreiheit

Eine fast unglaubliche, aber wahre Geschichte

Aus dem Zweiten Weltkrieg: Schach und Wodka

Mit einer sehr lieben, etwas jüngeren Freundin habe ich über das jeweilige Schicksal unserer Eltern und Großeltern im Zweiten Weltkrieg geplaudert.

Sie hat mir die folgende Geschichte erzählt, die ich Ihnen nicht vorenthalten will, weil sie mich so berührt hat (und weil ich weiß, dass sie nicht erfunden, sondern wirklich passiert ist.)

Der Vater meiner Freundin ist im Zweiten Weltkrieg in russische Gefangenschaft geraten.  

Zwischen 1941 und 1945 gerieten schätzungsweise 3,2 bis 3,6 Millionen Soldaten der Wehrmacht in sowjetische Kriegsgefangenschaft. 1,11 Millionen kamen dabei ums Leben oder kehrten nie zurück. Rund 100 000 Österreicher waren unter diesen Kriegsgefangenen, die für die Volkswirtschaft der Sowjetunion während des Zweiten Weltkrieges und nach Kriegsende herangezogen wurden. Die über drei Millionen Kriegsgefangenen in der Sowjetunion wurden in Sammellager gebracht und von dort aus zu den einzelnen Kriegsgefangenenlagern transportiert. Ein Kriegsgefangenenlager hatte einen Hauptstandort mit dem Sitz der Lagerverwaltung und administrativ angeschlossene Nebenlager (bis zu 25 Nebenlager pro Hauptstandort).

Wer in sowjetische Gefangenschaft geriet, musste meist den Marsch in die 50 bis 70 Kilometer hinter der Front befindlichen Sammelpunkte für Kriegsgefangene antreten. Erst dort fand eine erste Versorgung der Verwundeten statt. Viele der bereits erschöpften, hungernden oder verwundeten Soldaten überlebten die Strapazen des Marsches nicht. Von den Sammelpunkten ging es weiter in die Front-Aufnahme-Durchgangslager, die sich ca. 100 bis 150 Kilometer hinter der Front befanden. Hier wurden die Gefangenen das erste Mal registriert. Das Schicksal vieler Soldaten, die es nicht bis in diese Lager schafften und daher auch nie registriert wurden, ist bis heute ungeklärt. Von den Front-Aufnahme-Lagern ging es in überfüllten Viehwaggons in die stationären Lager. Es gab eigene Lager für Offiziere und solche für Mannschaften und Unteroffiziere, wobei die Offizierslager sich oftmals wiederum in Lager für Generäle und Lager für Stabsoffiziere teilten.

Es wurden 216 Lagerverwaltungen mit ihren jeweiligen Verwaltungsnummern und 2454 Einzellager ermittelt. Darüber hinaus wurden 166 Arbeitsbataillone der Roten Armee sowie 159 Hospitäler und Erholungsstätten für Kriegsgefangene mit ihren Verwaltungsnummern erfasst. Außerdem sind zunächst weiter landeinwärts errichtete Lager wegen des Wiederaufbaus nach der Befreiung vom Feind nach Westen verlegt worden – so z. B. das Lager 126, das 1943 in Schadrinsk gegründet wurde. Insgesamt wurden 2125 Standorte ermittelt, an denen sich deutsche Kriegsgefangene aufgehalten haben. Daneben gab es eine bis heute unbekannte Zahl an Sonderlagern, die sich auf ein Gebiet von der polnischen Grenze bis nach Sibirien verteilten.

Wie das Deutsche Reich in Bezug auf die sowjetischen Kriegsgefangenen sah sich auch die UdSSR nicht an die Regelungen der Genfer Konvention zur Behandlung von Kriegsgefangenen gebunden. Mit dem Fortschritt des Krieges verschlechterten sich die Daseinsbedingungen in den Lagern dramatisch. Die Verpflegung der Häftlinge mit Nahrungsmitteln und die Versorgung mit Unterkünften waren vielerorts katastrophal. Hunger und Seuchen nahmen zu, insbesondere Cholera und Typhus.

Meine Freundin erwähnte weder den Namen noch den Ort des Lagers, in dem ihr Vater gefangen war. Aber sie erzählte, dass er und ein Freund aus diesem Lager fliehen könnten. Allerdings wer bei der Flucht aufgegriffen wurde, den erwarteten harte Strafen bis hin zur Erschießung. Dennoch war die Flucht gelungen. Nun galt es noch – unerkannt – durch das “Feindesland“ an „die Grenze“ zu gelangen.  

Fast schienen die beiden Geflohenen in Sicherheit zu sein, als sie von einem Russen aufgegriffen wurden. Dieser wollte sie an die Behörden ausliefern. Aber – wissend um die Schachleidenschaft der Russen – bot der Vater meiner Freundin ihm folgende „Lösung“ an: wenn der Russe das Schachspiel gegen den Vater meiner Freundin gewinnen sollte, dürfte er beide ehemalige Gefangene den Behörden ausliefern. Sollte der Österreicher das Schachspiel gewinnen, dürften beide ehemalige Gefangene ihre Flucht fortsetzen.

Ein Schachspiel wurde aufgestellt, und Flasche Wodka daneben, und beiden Spielern wurde eingeschenkt. Der Österreicher wusste, wenn er den Wodka jetzt trank, fast verhungert, erschöpft  und übermüdet, so konnte er dieses schicksalsträchtige Matsch nicht gewinnen. Der Russische Partner, voll Selbstvertrauen – auch auf seine Trinkfestigkeit – trank jedes neuerlich eingefüllte Glas. Der Österreicher schüttete den Wodka einfach an sich hinunter und trank ihn nicht. Und – er gewann letztendlich das Spiel.

Der geschlagene Russe war fair genug, um beide ehemalige Kriegsgefangene ihren Weg fortsetzen zu lassen.

Über das weitere Schicksal sprachen wir dann nicht, ob der Vater meiner Freundin bei seiner Rückkehr wieder im Deutsch Heer dienen musste, oder überhaupt der Kreig eh schon aus war. Aber jedenfalls hat das entscheidende Schachspiel wahrscheinlich das Leben gerettet – und die Freiheit geschenkt.

Wir Nachfahren können uns eine derartige Situation kaum vorstellen.

Eine fast unglaubliche, aber wahre Geschichte

Zu vielleicht wenig Bekanntem – in Schönbrunn

Es ist so schön, einander wieder persönlich treffen zu können, spazieren zu gehen ohne zu frieren, ungehemmt zu plaudern und hinterher gemütlich zusammenzusitzen und Gutes zu essen.  

Wir waren Im Park von Schönbrunn unterwegs – wir haben beim Meidlinger Tor begonnen. Die Geschichte des Schlossparks Schönbrunn beginnt bereits im 14. Jh. als Jagdgebiet der ehemaligen Katterburg. Auch diese Katterburg hat eine wechselvolle Geschichte, die längste Zeit gehörte sie dem Stift Klosterneuburg. Während der ersten Belagerung durch die Osmanen (1529) wurde die Mühle samt dem Schlösschen verwüstet, um 1550 als Katterburg mit einem Herrenhaus wieder aufgebaut zu werden. 1569 kam die Anlage (über Umwege) an Maximilian II. (* 1527 in Wien; † 1576 in Regensburg; war Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und Erzherzog zu Österreich von 1564 bis 1576). Dieser baute das Herrenhaus zu einem Jagdschloss mit Garten und Teichen um. 1605 durch die Ungarn in Brand gesteckt, wurde das Schloss unter Kaiser Matthias neuerlich aufgebaut. Es blieb im Besitz der Habsburger, 1642 taucht erstmals der Name Schönbrunn auf. Das alte Schloss, ein ausgedehntes, zweistöckiges, von einer hohen Mauer umgebenes stattliches Bauwerk mit einer der heiligen Magdalena geweihten Kapelle wurde 1683 neuerlich durch die Osmanen völlig zerstört. Erst 1695 entschloss sich Leopold I., für seinen Sohn Joseph an seiner Stelle ein Sommerschloss erbauen zu lassen. Und ab dann ist Ihnen die Geschichte ja wahrscheinlich bekannt.

Wir sind dann beim Obelisk-Brunnen vorbeigekommen: es hat mir gefallen, wie man das plätschernde Wasser gehört hat, dieser Brunnen ist vielleicht nicht mein Favorit unter den Brunnen, aber interessant ist er schon, mit seinen zwei Grotten und dem eindrucksvollen Obelisken.  Auf der Spitze des Obelisken befindet sich ein Adler, der auf einer vergoldeten Kugel sitzt. Auf diesem Obelisk finden sich hieroglyphenähnlichen Zeichen. Solcherart beschrieben werden soll die Geschichte des Hauses Habsburg bis zur Zeit der Errichtung des Obelisken.

Der Obelisk-Brunnen wurde 1777 von Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg errichtet. Die Bildhauerarbeiten stammen von Benedict Henrici nach Entwürfen von Wilhelm Beyer. Der Obelisk besteht aus Margarethner Stein, die Wandverkleidung des Umganges aus Kaiserstein aus dem damaligen kaiserlich-königlichen Steinbruch. Für den Betrieb des Brunnens wurde oberhalb des Obelisk-Brunnens eigens ein Wasserreservoir errichtet, aus welchem sich später das Schönbrunner Bad entwickelte. 1838 erhielt der spätere Kaiser Franz Joseph I. hier seinen ersten Schwimmunterricht.

Am 23. April des Jahres 2007 wurde nach langjähriger Renovierung die Brunnenanlage wieder in Betrieb genommen. Der Grottenberg wird auch als Sybillengrotte bezeichnet, welche in Vergils Aeneis wiederum den Eingang zur Unterwelt bildet.

Angenehm im Schatten wandelnd kamen wir an einem weiteren kleinen Teich vorbei, dessen Springbrunnen leider abgedreht war. Schon kamen wir zu den Arbeiten, die für das Konzert in Schönbrunn erforderlich sind, mobile Zäume wurden errichtet, dennoch konnten wir bis zum Parterre vordringen, wo schon die „Haube“ für das Konzert errichtet war. Hier ging’s geschäftig zu. Wir bewunderten die wunderschön angelegten Blumenbeete und ich dachte beschämt darüber nach, dass ich von den 32 hier aufgestellten Statuen und Statuengruppen eigentlich keine wirklich identifizieren kann, dabei stellen sie historische und mythologische Persönlichkeiten dar, die in der Mehrzahl nach Vorlagen antiker Statuen entworfen und ausgeführt wurden. 

Hier war es uns dann doch zu geschäftig und wir spazierten durch diese wunderbaren Alleen und konnten feststellen, dass die Linden schon zu blühen begannen und man ihren Duft überall wahrnehmen konnte.

Und nach dem, zwar nicht ausgedehnten, Spaziergang waren wir hungrig geworden und begaben uns in die Meierei. Wenn man nicht weiß, wo sie sich befindet, würde man glatt daran vorbei gehen, das wäre aber schade. Wir saßen dann dort im Garten, mit einem Blick auf ein grünes Parterre, von schon blühenden Rosen umgeben, es waren wenig andere Gäste da, vielleicht waren sie im „Kinderteil“? Das Restaurant wird vom „Landtmann“ betreiben. Die Speiskarte umfasst „den ganzen Tag“, vom Frühstück, über unterschiedliche Jausen bis zu kompletten Essen. Wir entschieden uns für eine Quiche mit Salat. Der Rand war schon ziemlich hart, aber wir hatten dazu ein gutes Messer bekommen. Ich gebe zu ich ärgerte mich, nicht den Kaiserschmarrn genommen zu haben. Das Personal ist freundlich und aufmerksam und man sitzt äußerste gemütlich hier. Wir betrachteten die aufziehenden dunklen Gewitterwolken und als es zu spritzen begann räumten wir recht schnell das Feld um möglichst trocken zur U-Bahn zu kommen. Es hat zwar gedonnert, auf den Wegen, die ich noch zu gehen hatte, regnete es kaum.

In Schönbrunn und in seinem Park gibt es noch vielerlei zu entdecken, wenn man sich von den (Touristen-)Trampelpfaden löst.

Zu vielleicht wenig Bekanntem – in Schönbrunn

Postenschacher

Ich danke Ihnen allen recht herzlich, die Sie mir Anregungen geben haben, worüber ich schreiben solle. Ich werde Ihre Anregungen  alle nach und nach aufgreifen, analysieren, recherchieren und dann darüber schreiben.

Also: Als Postenschacher wird im österreichischen Deutsch die Machtaufteilung in der öffentlichen Verwaltung als besondere Form der Korruption beschrieben. In der Regel wird unter diesem Begriff die Zuteilung von Posten ohne vorherige öffentliche Ausschreibung beziehungsweise ohne besondere Qualifikationserfordernisse bezeichnet. Diese Postenbesetzungen können einerseits parteipolitischer Art sein (Proporz), oder aus Machtinteressen politischer oder wirtschaftlicher Art erfolgen. Der Postenschacher ist üblicherweise eine Folge der Freunderlwirtschaft bzw. des Nepotismus. Bei der Person, die den jeweiligen Posten erhält, wird davon gesprochen, dass sie „Protektion hat“.

Öffentliche Ausschreibungen dienen in der Regel der Bestätigung der hinter den Kulissen bereits erfolgten (in Ausnahmefällen selbst erstellten) Entscheidung über eine Besetzung. Aufgrund der fehlenden Pflicht zur zwingenden Berücksichtigung vordefinierter Kriterien bei öffentlichen Postenvergaben (etwa zur Steigerung des Frauenanteils oder belegbare Erfahrungsnachweise) haben derartige Ausschreibungen geringe oder gar keine Implikationen auf die tatsächliche Postenbesetzung. Eine Postenbesetzung muss laut aktueller österreichischer Gesetzgebung nicht formell begründet werden. Ebenso können Einsprüche anderer Bewerber in der Praxis nur selten rechtlich durchgesetzt werden. Sie führen in der Regel lediglich zu einer kurzen Verzögerung der bereits beschlossenen Postenvergabe. Hier haben indirekte Maßnahmen, wie Kritik der Medien, größere Aussicht auf Erfolg. Das gegenseitige Vorwerfen des Postenschachers – an dem alle Parteien beteiligt sind – gehört in Österreich zum politischen Alltag.

Der Postenschacher dient grundsätzlich der Festigung bestehender Machtstrukturen in Österreich und trägt daher (wesentlich) zum häufig kritisierten Phänomen starrer und „verkrusteter Strukturen“ bei.

Postenschacher oder vielleicht netter gesagt, „Freunderlwirtschaft“ gab es schon immer in Österreich (und nicht nur hier).  Vor allem Parteigranden, die aufgrund von z.B. Wahlen ihr politisches Amt verloren haben, wurden auf leitende Posten in verstaatlichten oder teilverstaatlichten Firmen gesetzt. Schon 1958 hat Helmut Qualtingers auf realen Begebenheiten basierendes Lied „Der Papa wird’s schon richten“ auch Postenschacher zum Thema. So heißt es in einer Strophe: „Und brauch‘ ich einen Posten, dann laßt er sich’s was kosten, sonst frag ich mich, zu was’dn is’ er sonst da?“

Und Freunderlwirtschaft war nicht parteigebunden: ich erinnere an den legendären Club 45, 1973 von führenden Mitgliedern der SPÖ gegründet. Der Club war eine Art sozialdemokratischer Herrenclub, dem die Spitzen der österreichischen Politik (SPÖ) und Wirtschaft der 1970er Jahre angehörten. Man traf einander im Obergeschoss von Demel.

Auf der anderen Seite – nämlich auf Seiten der ÖVP, gab es den CV,  der Österreichische Cartellverband (ÖCV) ist ein Korporationsverband von katholischen, nichtschlagenden, farbentragenden Studentenverbindungen in Österreich. Alle Mitglieder der Studentenvereinigungen im ÖCV sollen sich an vier sogenannte Prinzipien halten: Glaube (Religio), Wissenschaftlichkeit (Scientia), Lebensfreundschaft (Amicitia) und Heimat (Patria). Der CV als Organisation und die Mitglieder der in ihm organisierten Vereinigungen sollen die Gesellschaft im gemeinsamen, zusammenwachsenden Europa im Sinne der christlichen Grundwerte gestalten. In der Politik des Nachkriegs-Österreich spielten auf Seiten der ÖVP ÖCVer eine wesentliche Rolle. Der ÖCV wird dem Vorfeld der ÖVP zugerechnet. Prominente Vertreter waren unter anderem die vier aufeinander folgenden Bundeskanzler Leopold Figl, Julius Raab (beide an den Verhandlungen zum Österreichischen Staatsvertrag beteiligt), Alfons Gorbach und Josef Klaus. Im Zuge des Falls des Eisernen Vorhangs und des Beitritts Österreichs zur EU kam Alois Mock eine entscheidende Rolle zu.

Und jetzt frage ich Sie persönlich: wenn Sie ein politisches Amt innehätten, und Posten in ihrem Umfeld zu besetzen wären, würden Sie nicht auch lieber eine Ihnen gut bekannte Person dort sehen wollen, als irgend einen Fremden, der nach den Prinzipien der Ausschreibung ausgewählt worden ist?  Ich könnte dabei selbst für mich nicht die Hand ins Feuer legen.

Es gibt viele Service Clubs in Österreich, die Lyons, die Kiwanis, die Rotarier, die Freimaurer um nur wenige dieser Gruppen zu nennen. Glauben Sie nicht auch, dass dort „Posten“ vergeben werden? Wird’s dort nicht auch „ein Papa richten“?  

Wenn dieses System schamlos betrieben wird, ist es ekelhafte Korruption. Ein Kandidat muss den Anforderungen des Jobs entsprechen, ob er nun aufgrund der Ausschreibung bestellt wird oder halt auf Vorschlag eines (Partei-)Freundes.  Es waren gute Leute, die aus dem CV rekrutiert wurden, und wenn Sie die Liste der Teilnehmer des Club 45 einsehen, waren kompetente, hervorragende Männer (keine Frauen) dort vertreten.

Wahrscheinlich geht es in vielen Fällen der „Freunderlwirtschaft“ auch um Machterhalt und (längerfristige) Absicherung der eigenen Position – oder auch um Geld.

Aber dennoch behaupte ich, dass auch ein Freund – eine Freundin letztendlich eine kompetente Besetzung sein kann (mit dem oder der die Chemie von Anfang an stimmt), die einen reibungsloseren Ablauf der Geschäfte gewährleisten kann, als dies mit einem anderen – eben nach Kriterien ausgewählten – Kandidaten der Fall wäre.

Postenschacher

Als ich meinen ersten Job antrat …

Und auf T. traf

Ich hatte mein Studium beendet – und hatte hochfliegende Pläne. Selbstverständlich habe ich während meiner Studienzeit eine Reihe von unterschiedlichen Arbeiten angenommen und auch ausgeführt, aber der erst Job – das war dann doch etwas anderes.

Ich wollte mir mit der Suche nicht allzu viel Zeit lassen – ich war meinen Eltern schon viel zu lange auf der Tasche gelegen. Ich hatte mich bei einigen Firmen beworben und auch vorgestellt, so formalisiert wie heute war das damals nicht. Als ich dann das Angebot von der „Atombehörde“ erhielt, war ich stolz darauf – und nahm es an. In der Atombehörde zu arbeiten galt damals als sehr „in“ (wobei dieses Wort dafür damals noch nicht im Einsatz war). Ich hinterfragte nicht, welche Arbeit mir zugeteilt werden würde, ich kümmerte mich nicht um mögliche Aufstiegschancen etc.

Ich war froh, ich hatte einen Job, die Bezahlung schien mir angemessen, der Arbeitsplatz war in der Lothringer Straße, später am Ring (Grand Hotel). Aber am ersten Arbeitstag konnte ich fast nicht gehen, da ich offene, aufgeplatzte Blasen an den Füßen hatte. Das kam daher, dass ich – um meine Eltern nicht um Geld für Strümpfe bitten zu müssen, ohne Strümpfe mit relativ neuen Schuhen – ich wollte ja einen guten Eindruck in den diversen Personalbüros machen – zu den Interviews gegangen war, und auch um das Geld für Fahrscheine zu sparen (die Studentenkarte galt ja nur für eine bestimmte Strecke – zur Hochschule) überall zu Fuß hingegangen war.

Ich wurde der Registry zugeteilt. An sich ein ganz guter Einstieg in eine neue Organisation, denn dort wurde die gesamte Post durchgeleitet und dorthin kamen auch Kopien der ausgehenden Briefe.  Je eine Kopie wurde nach Sachgebiet abgelegt, die andere chronologisch. Ich bekam einen guten Überblick, welche Gebiete behandelt wurden, wer in welcher Abteilung arbeitete … Kopieren war damals nicht so einfach wie heute, es dauerte und die Kopien waren aus einem sehr brüchigen Material. Von den technischen Fragen, die in dieser Organisation behandelt wurden, verstand ich wenig, aber ich bemühte mich, darüber zu lernen. Auf die Dauer war’s dann eher eintönig, und ich versuchte, anderswo in dieser Organisation zu arbeiten, was mir dann auch gelang.

Wohl am interessantesten in dieser Organisation waren die Menschen, die dort arbeiteten. Es gab zwar einerseits eine sehr strenge Hierarchie, aber andererseits arbeiteten dort Menschen mit so unterschiedlichem (gesellschaftlichem) Background, der sehr oft nicht mit ihrer „Einreihung“ entsprach.  In einer internationalen Organisation mussten selbstverständlich alle Mitgliedsstaaten vertreten sein. Auf dem Gebiet der Atomenergie gab es aber in vielen Ländern keine Experten, die man entbehren konnte. Daher kam ein großer Teil der „Experten“ aus den USA, Großbritannien etc.  Andere kamen aus weiten UN-Organisationen, um eine hier eine neue Organisation aufzubauen, und dann waren da die vielen Ausländer, die aus unterschiedlichen Gründen in Wien wohnten und nun hier endlich einen angemessenen Job finden konnten. Und die vielen Österreicher, die gut in diversen Fremdsprachen waren.

In der Abteilung, in der ich meine „Karriere“ (naja, vielleicht besser Arbeitslaufbahn) begonnen hatte, arbeiteten nur Frauen. Eine meiner ersten Kolleginnen in der oben erwähnten Registry war T. Sie war mit Herz und Seele Engländerin, aber dennoch sehr kosmopolitisch orientiert. Ihr Vater war Botschafter in St. Peterburg gewesen, als die russische Revolution ausgebrochen war. Ihr Bruder war Korrespondent der Times im Wien. Sie hatte lange in Russland gelebt, sprach gutes Russisch. Sie war überhaupt „vielsprachig – nur: sie stotterte in allen Sprachen. Nicht durchgehend, nur es kam halt immer wieder. Später hat sie mir erzählt, dass ihre Eltern – um diesem Handicap zu Leibe zu rücken, T. in Gesang ausbilden ließen – denn wenn sie sang – stotterte sie nicht. Sie liebte das Musikleben in Wien, heiratete später auch einen amerikanischen Komponisten hier, den wir aber alle „kannten“, denn er hatte auch Sprecher bei Blue Danube Radio gearbeitet.  Als dann ihre Kinder kamen, war unser Kontakt nur mehr sehr lose gewesen. Sie lebte sehr gesellig, die Einladungen bei ihr am Modenapark und später in der Großen Pfarrgasse waren legendär.

Leider haben ich den Kontakt zu ihr später, als ich dann nicht mehr in der bunten Welt der Atombehörde arbeitete zu ihr vernachlässigt, das letzte Mal habe ich sie bei der Seelenmesse für ihren sehr früh verstobenen Mann gesehen, für dessen Musik sie sich mit allen ihren Fähigkeiten eingesetzt hatte. Sie war ein sehr warmherziger, offener Mensch, das Schicksal anderer war ihr nie egal.

T. müsste jetzt über 90 Jahre alt sein – ob sie noch lebt, hier in Wien?

Als ich meinen ersten Job antrat …

Vielleicht können Sie mir raten oder mir helfen.

Meine Situation:

  • ich möchte nicht mehr über COVID schreiben, ich hoffe, dass jetzt wirklich die Zahlen stabil bleiben, immer mehr Menschengeimpft werden und wir diese Krankheit zwar nicht los sein, aber „im Griff haben“ werden.
  • Ich möchte aber schon gar nicht über weitere SMSe schreiben, die von machtgierigen, aber infantil gebliebenen Politikern geschrieben werden – innerhalb oder außerhalb einer „Familie“.
  • Ich möchte aber auch nicht über das Gift, das gespritzt wird, oder den Hass der verbreitet wird, schreiben, denn das widert mich an!
  • Ich möchte auch nicht mehr darüberschreiben müssen, welche Denkmäler abgebaut, welche Straßennahmen geändert werden sollen. Ich finde, dass vernünftig gemachte Auskunftstaferln doch ausreichen müssen.

Eigentlich möchte ich über Dinge schreiben, die von der Politik zum Wohle des Volkes getan wurden und werden. Ich möchte darüberschreiben, wie sich die Regierenden Österreich in 5 Jahren in 10 Jahren vorstellen und welche Schritte sie zu unternehmen gedenken, um das zu erreichen.

  • Wir haben eine Wirtschaftssituation, die sich jetzt erholen muss. Wir haben ein Monsterbudgetdefizit, das nicht ewig so bleiben darf, wir haben eine hohe Arbeitslosigkeit, besonders unter den Älteren Arbeitnehmern. Hier sind einzelne Menschen betroffen, die neben uns leben, die aufgrund dessen vielleicht kein Dach mehr über ihren Köpfen haben und vielleicht sogar hungrig schlafen gehen müssen.
  • Welche legistischen Schritte werden im Zusammenhang mit der Digitalisierung gesetzt?
  • Wir haben eine Klimakrise, was wird auf welchem Sektor von den Regierenden unternommen, um sie einzudämmen? Die Artenvielfalt wird immer geringer, wo wird angesetzt? Und es soll mir keiner erzählen, dass er den Anteil der Elektroautos erhöhen will, denn auch diese benötigen Strom, der von irgendwoher kommen muss – und nicht unser gesamter Strombedarf wird sobald „natürlich“ gedeckt werden können.

Bitte sagen Sie mir nicht, dass das eine Querschnittsmaterie ist, die von unterschiedlichen Ministerien gelöst werden müssen.

Und bitte sagen Sie mir nicht, dass dazu diesem Thema ein Ausschuss gegründet wird, denn es gilt doch noch immer: „wenn Du nicht mehr weiterweißt, dann gründe einen Arbeitskreis“, von dessen Arbeiten man nie wieder etwas hört.

Über all das würde ich gerne schreiben, aber dazu benötige ich Unterlagen, was „der Staat“ (das sind wir aber alle) zu tun gedenkt. Ich weiß auch, dass vieles nicht mehr in unserem Land entschieden wird, sondern dass Gesetze auch seitens der EU kommen. Ich sehe zwar regelmäßig worüber abgestimmt wird (manches davon wundert mich dennoch), aber welche Konsequenzen sich dafür für uns Staatsbürger ergeben könnten, ist schwierig herauszufinden.

Außerdem meine ich, dass die EU ziemlich reformbedürftig ist (ebenso wie z.B. die UNO), bei Festlegung ihrer Regeln herrschten noch ganz andere Verhältnisse, da gab es noch keine „Totalopposition“ z.B. seitens der Visegrad Staaten, z.B. in der Flüchtlingsfrage (da spielt auch Österreich eine sehr dubiose Rolle). Es geht nicht mehr mit der Einstimmigkeit, wenn nicht alle die gleichen Werte und Ziele haben. Vielleicht könnten „graduelle“ Mitgliedschaften eingeführt werden? Aber leider höre ich auch von dort nichts, um die derzeit gegebene Situation zu verbessern. Ich meine, dass die Rechte des Rates (da sind wir alle einzeln vertreten) zugunsten der Kommission beschnitten werden sollte, aber ob da alle einverstanden sein werden?

„Es ist alles sehr kompliziert“ sagte schon ein früherer Bundeskanzler, ja, damit hatte er sicher recht, aber dann sollte man halt versuchen, die Komplexität zu verringern, und einzelne Teile zu lösen.  Aber ich habe den Eindruck, dass eigentlich niemand etwas „lösen“ will, man ist zu sehr mit dem Machterhalt bzw. Erreichung der Macht beschäftigt, um sich um Problemlösungen zu kümmern.

Schade!

Vielleicht können Sie mir raten oder mir helfen.

Zum Thema: Pensionsantrittsalter

Die Schweiz hat das Antrittsalter der Frauen jenem der Männer angeglichen

In der Schweiz wurde entschieden, dass Frauen bis 65 (bisher 64) arbeiten müssen, um eine Rente zu bekommen. Manner müssen sowieso bis 65 arbeiten. Im Jahr 2019 betrug die voraussichtliche Lebensarbeitszeit in der Schweiz insgesamt 42,6 Jahre; bei den Männern 44,6 Jahre und bei den Frauen 40,4 Jahre. Dies ist nach Island mit 46,6 Jahren der zweithöchste Wert in Europa. Platz 3 belegte mit 41,2 Jahren Schweden. Die geringste Lebensarbeitszeit dagegen hatten Griechenland (32,3 Jahre), Bulgarien (32,1 Jahre) und Italien (30,7 Jahre). Der EU-Durchschnitt lag bei 35,4 Jahren, den die Schweiz mit mehr als 7 Jahren deutlich übertraf. Die Lebensarbeitszeit bezeichnet die Zahl der Jahre, die eine 15jährige Person während ihres Lebens erwartungsgemäß auf dem Arbeitsmarkt aktiv sein wird – entweder beschäftigt oder arbeitslos.

Im Vergleich dazu: im Jahr 2019 betrug die voraussichtliche Lebensarbeitszeit in Österreich insgesamt 37,6 Jahre; bei den Männern 39,8 Jahre und bei den Frauen 35,3 Jahre.

Damit man in Pension gehen kann, gibt es in Österreich 2 wichtige Voraussetzungen:

  • man muss das gesetzliche Pensions-Antrittsalter erreicht haben. Männer: 65 Jahre. Frauen: derzeit 60 Jahre. Das gesetzliche Pensionsantrittsalter der Frauen wird sich schrittweise erst ab 2024 bis 2033 von aktuell 60 auf 65 Jahre erhöhen.
  • Man muss die Mindest-Versicherungsdauer erfüllen. Das sind mindestens 15 Jahre oder 180 Monate.

Also bei uns müssen (dürfen) Frauen noch immer 5 Jahre früher als Männer in Pension gehen. Ich halte das für ungerecht. Denn die Lebenserwartung bei der Geburt in Österreich beträgt 2020 für Männer 78.94 Jahre, für Frauen aber noch immer mehr nämlich 83.74. Frauen beziehen daher fast 10 Jähre ihre Pensionen länger als Männer.

Warum wird aber dieser Unterschied im Pensionsantrittsalter so heftig verteidigt?  Es wird argumentiert, dass Frauen durch die Familie, besonders die Kinder stärker belastet sind als Männer, und daher als „Bonus“ früher in Pension gehen dürfen. Außerdem wird eingewendet, dass die Mehrzahl (sowohl der Männer als auch der Frauen) durch diverse Angebote (z.B. Altersgleitzeit, Hacklerregelung etc.) das Pensionsantrittsalter ohnedies nicht erreichen und es daher nichts bringt, das Regelpensionsalter  für Frauen hinaufzusetzen.

Aber all dies hat Konsequenzen, und ich behaupte, dass die derzeitige Altersarmut der Frauen ursächlich mit der früheren Pensionsantrittsalter zusammenhängt – nicht nur, aber doch. Der Hauptgrund ist wahrscheinlich noch immer die häufig in Anspruch genommene Teilzeit. Aber wenn Frauen länger arbeiten dürften, könnten sie diesen „Teilzeitausfall“ besser kompensieren, denn in diesen „letzten Arbeitsjahren“ könnten sie sehr wohl Vollzeit arbeiten und damit mehr auf ihrem Pensionskonto „anhäufen“.  Österreich hat aktuell gemeinsam mit Polen das niedrigste Pensionsantrittsalter innerhalb der EU. Eine Anpassung sollte daher besser früher als später passieren. Beamtinnen müssen bereits jetzt bis zum Alter von 65 Jahren arbeiten, um ihren Ruhegenuss beziehen zu können. 

Aber es geht nicht nur um die letzten Jahre, das frühe Pensionsantrittsalter für Frauen hat auch noch andere Konsequenzen (die ich selber erlebt habe). Ab einem sehr frühen Alter wird Frauen keine weitere Ausbildung mehr angeboten – nach dem Motto: „die geht eh bald in Pension“. Damit werden auch die Aufstiegschancen von Frauen erheblich verringert, denn sie ist somit weniger qualifiziert, einen höheren Posten anzutreten und ihr Gehalt stagniert. Damit bleibt auch die erwartete Pension kleiner.

Aber noch zum allgemeinen Pensionsantrittsalter: eine kleine „eigene“ Rechnung. Als ich zu arbeiten begann (Ende der 50er Jahre), rechnete man sich aus, dass man voraussichtlich noch durchschnittlich „10 gute Pensionsjahre“ haben würde – aufgrund der damals erheblich geringeren Lebenserwartung (diese stieg pro Jahrzehnt um ca. 2 ½ Jahre an!). Ich bin spät in Pension gegangen – mit 62 Jahren entsprechend unserem Pensionssystem, habe aber dann im Anschluss als „Berater“ – allerdings nicht mehr „full-time“ – bis 69 in derselben Firmengruppe gearbeitet. (in der Pension habe ich dann acht Bücher geschrieben und betreibe seit 5 Jahren einen Blog). Meine Pension beziehe ich somit seit 24 Jahren. Das ist schon ein erheblicher Unterschied zu den damals erwarteten 10 Jahren.

Ich meine daher, um dieses System halbwegs auszugleichen, finanzierbarer und auch gerechter zu machen, dass das gesetzliche Pensionsalter – aller – sich an der steigenden Lebenserwartung orientieren solle. (Vielleicht hat die derzeitige Pandemie einen „Delle“ in den durchschnittlichen Anstieg der Lebenserwartung gemacht.)

Die österreichische Politik schreckt traditionell davor zurück, das Pensionsantrittsalter anzuheben. Denn eine solche Maßnahme würde so wirken, als würde man der älteren Generation „etwas wegnehmen“. Tatsächlich ist es aber so, dass der Generationenvertrag heute bereits zulasten der jungen Menschen geht und eine Reform ein Gebot der Fairness wäre. Vielleicht könnte man diesen Faktor auch bedenken, wenn jetzt darüber nachgedacht wird, wie man den Jungen danken kann, dass sie während der Corona Zeit Rücksicht auf die Älteren genommen haben!

Zum Thema: Pensionsantrittsalter

Das Schlachtfeld: Cancel Culture

Bild der Queen wurde entfernt

Erst kürzlich habe ich über cancel culture geschrieben: https://christachorherr.wordpress.com/2021/05/28/ich-lerne-wieder-einmal-dazu-was-ist-cancel-culture/

Nun lese ich über ein weiteres Beispiel zu diesem Themenkreis: Studenten an der renommierten Universität von Oxford (Magdalen College) haben das Bild der Königin aus gemeinschaftlichen Räumen entfernt. Dieses Bild haben Studenten allerdings erst 2013 aufgehängt.

In Großbritannien gibt es schon lange eine vehemente Debatte zwischen Recht und Links über das Erbe des Empires und den Kolonialismus. Diese Debatte wurde durch die „Black Lives Matter“ Bewegung erheblich angeheizt. Dabei geht es um öffentliche Symbole einer dunklen Vergangenheit. Dagegen wehren sich die Konservativen und befürchten eine Attacke auf die nationale Geschichte und deren Auslöschung. Dieser „Kampf“ wird besonders in den Sozialen Medien ausgetragen. Andere hinwieder meinen, dass es sich um einen von den Medien aufgeblasenen Aufruhr handelt, der sich rasant ausbreitete.

Von Seiten der Leitung der Universität wird darauf hingewiesen, dass es den Studenten freisteht, die ihnen zugewiesenen gemeinsamen Räume zu dekorieren, wie es ihnen passt. Hier herrsche eine lebendige Tradition der freien Auseinandersetzung und der demokratischen Entscheidungsfindung. Man geht davon aus, dass die Monarchin diese Haltung begrüßen würde. Student sein, ist mehr als nur studieren. Es geht auch darum zu forschen und neue Ideen zu diskutieren. Vielleicht geht es manchmal auch darum, die ältere Generation zu provozieren – und das scheint heutzutage recht einfach zu sein.

Auch In Großbritannien hat diese „cancel culture Bewegung“ den universitären Raum verlassen und wird heftig in Fernsehen, Radio, Zeitungen und vor allem in sozialen Medien behandelt.

Wir hier in Österreich kennen dieses Thema, ich gehe des Öfteren an dem mit dem Wort „Schande“ verzierten Lueger Denkmal vorbei. Ich erhalte Mails zum Thema Antisemitismus von Karl Renner. Es wird gefordert eine Tafel zu entfernen, auf dem ein Kopf Stalins zu sehen ist, mit dem Hinweis, dass er in diesem Haus gewohnt habe. Naja, und was is dann mit dem Denkmal für Che Guevara im Wiener Donaupark?

Ich meine halt, dass man ohne die Kenntnis der Geschichte die Gegenwart und schon gar nicht die Zukunft wird bewältigen wird können. Wir alle, aber auch jene, denen Denkmäler errichtet wurden, haben weiße und schwarze Seiten. Und das sollte man bei ihren Standbildern kundtun. Und wir wissen auch alle, dass die Geschichte immer wieder neu geschrieben wird – aus der Erkenntnis der Gegenwart heraus. Jedenfalls ist es nicht mehr so, dass die Geschichte nur die Sieger geschrieben haben, denn – zum Glück – leben wir in halbwegs friedlichen Zeiten.

Das Schlachtfeld: Cancel Culture

Was ist heute “der Westen“

Beyond Westlessness

Präsident Biden bereist Europa. Es wird darüber spekuliert, was das Ergebnis dieses Besuches sein könnte. Er trifft Königin Elizabeth II. (der wievielte US-Präsident das wohl ist, den sie je getroffen hat? Wenn ich mich nicht verzählt habe, muss dies der dreizehnte sein), Vladimir Putin, Recep Tayyip Erdogan und die Mehrzahl der demokratisch gewählten Staatsführer Europas. Österreich befindet sich nicht darunter – hoffen wir, dass wir nur für „zu klein und zu unbedeutend“ erachtet werden, und nicht als zu wenig demokratisch. Bei einem Treffen der „Gruppe der Sieben“, das sind die führenden westlichen Industriestaaten: USA, Kanada, Japan, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien, und der NATO plant Biden die traditionellen US-Alliierten wieder zusammenzuführen, die durch das Verhalten seines Vorgängers einigermaßen verstört waren.

Biden sieht in der kommenden Dekade einen weltweiten Zusammenstoß („global clash“) einerseits der liberalen Demokratien und andererseits der autokratischen Mächte, wie z.B. China. Der derzeitige Besuch soll damit ein neues Kapitel in dieser Ära dieses Wettkampfes eröffnen. Biden meint „in diesem Moment der globalen Unsicherheit, in dem die Welt noch immer noch versucht mit den Folgen der Jahrhundert- Pandemie zurecht zu kommen, soll diese Reise die selbstauferlegte und erneuerte Bindung an unserer Alliierten und Partner zeigen, und damit die Fähigkeit der Demokratien beweisen, die Herausforderungen der neuen Ära anzunehmen und mit deren Bedrohungen fertig zu werden“.

Und die Europäischen Gesprächspartner zeigen sich begeistert. Der Präsident des Europäischen Rates, Charles Michel, meinte zu der Aussage Bidens, dass in der letzten halben Dekade durch Trump einige Säulen der transatlantischen Allianz abgesplittert worden wären, „dass es jetzt wieder einen starken Partner für einen multilateralen Zugang gäbe, ein großer Unterschied zu der Zeit der Trump-Administration“.

Trumps „America First“ Doktrin hatte große Besorgnis in Washington und Brüssel hervorgerufen, man hinterfragte die ideologischen Bindungen innerhalb dieser Länder. 2020, bei der Münchner Sicherheitskonferenz wurde der Begriff „Westlessness“ geboren, um den Verfall des gemeinsamen Projekts des Westens anzudeuten. Nun 2021 ist man bei dem Begriff „Beyond (Jenseits) Westlessness“ angekommen, in der Annahme, dass der neue Präsident die Möglichkeit hat, auch „den Westen“ neu zu beleben.  Das Schlagwort des Präsidenten dazu: „America is back“.  

Aber schon der Begriff „der Westen“, ist einigermaßen unscharf, denn er kann nicht geographisch gedeutet werden, denn z.B. Lateinamerika gehört nicht dazu, Australien und Neuseeland aber schon. Verschiedenen Definitionen sind schon versucht worden: z.B. kulturelle Identität, verankert in Jahrhunderten judeo-christlichen und griechisch-römischen Traditionen. Anders gesagt, eine politische Einheit, basierend auf dem Fundament liberaler demokratischer Werte.  Allerdings herrscht da noch immer der imperiale Missbrauch, noch immer nicht restlos aufgearbeitet, des Kolonialismus und Rassismus. Oder ist der Westen nur ein Überbleibsel des Kalten Krieges, wie man in Betrachtung der NATO erkennen kann.

Für Biden bedeutet der Westen wahrscheinlich eine Kombination der militärischen Macht der NATO mit den universellen Idealen von liberalen demokratischen Staaten. Er plant später einen „Summit of Democracies“ einzuberufen. Begonnen hat er mit dem G-7 Gipfel in Großbritannien. Dessen „Gastgeber“, Boris Johnson, hat Einladungen auch an Australien, Süd-Korea und Indien ausgesprochen, um Gespräche auf eine neue Einheit „D-10“ – Allianz von Demokratien – auszudehnen. (Mir erscheint diese Auswahl nun eine Spur willkürlich- zu britisch-imperial definiert).

Bidens politische Gegner definieren den Westen wesentlich enger, vielleicht sogar „stammesorientiert“.  Trump bezog sich sogar auf den Blut-und-Boden Nationalismus, einen ethno- religiös-nationalen Westen.  (Ist auch bei Europas Rechten verbreitet).

Diese zwei Welten, jene von Biden und jene von Trump stehen in Konkurrenz zueinander, und ihn zu lösen ist fast so wichtig wie der Konkurrenzkampf der USA gegen China. Die Partner bei diesem G-7 Treffen sind aber zusätzlich in ihrem Kampf gegen die Pandemie befasst, sollten sich um den Klimawandel kümmern, aber auch die bestehenden wirtschaftlichen Ungerechtigkeiten beseitigen.

Wird der so genannte Westen ein inklusives Projekt bleiben, der offen steht, für alle jene, die seine Werte schätzen, oder wird sich der Westen „exklusiv“ verhalten, und damit zu einer kurzfristigen geschichtliche „Anomalität“ werden? Wie belastbar und widerstandfähig sind das Selbstbewusstsein und Zusammenhalt des Westens?

Diese Widerstandfähigkeit kann heute angezweifelt werden. Viele Europäer meinen, dass das europäische Projekt gescheitert ist. Viele zweifeln auch daran, dass es den USA unter Biden gelingen wird, wieder die Führungsrolle im Westen zu übernehmen.

Die westlichen Demokratien haben ihren Anspruch verloren zu definieren, was eine Demokratie überhaupt sein soll. Nicht nur weil autoritäre Führer in zwar „freien“ aber nicht fairen Wahlen gewonnen haben, sondern weil sie selbst von ihren politischen Systemen schwer enttäuscht sind. Viele haben nicht einmal mehr das Gefühl in einer Demokratie zu leben.

Ich fürchte, das trifft auch für uns – im nicht eingeladenen, daher nicht mitredenden Österreich zu.

Was ist heute “der Westen“

Mühevoller Haushalt in früheren Zeiten

Der Waschtag am Land – im Jahr 1944

Angeregt durch eine Äußerung über Twitter: „Meine Großmutter ging damals zum Bach schwemmen, bei 5 Kindern hatte sie sehr viel zu tun“, ist mir eingefallen, dass wir in meiner Kindheit auch die Wäsche im Bach geschwemmt haben.

Das war im Jahr 1944, es war ein sehr kalter, schneereicher Winter. Wir waren gerade von Wien evakuiert worden und lebten in einer Art Untermiete im Haus einer Familie, die eine Hammerschmiede in Pregarten, im Mühlviertel, betrieb. Wir hatten gerade ein Zimmer, im Oberstock des Wohnhauses der Familie des Schmieds (obwohl es auch andere dort leerstehende Zimmer gab – aber man war nicht beglückt, ob dieser Einquartierung von uns Wienern). Dieses Zimmer diente zum Schlafen, Kochen, Essen, für mich „Aufgabe machen“, Spielen. Wir hatten einen Herd, der auch der Heizung diente, die Toilette war über eine freiliegende Holzstiege und über einen Hof erreichbar (Plumpsklo). Nächtens verwendeten wir ein „Potschamperl“. Badezimmer hatten wir keines (die anderen Bewohner des Hauses wohl auch nicht).  

Wir durften auch die Waschküche nicht benützen, denn die Wäsche haben wir beim Nachbarn gewaschen. Daran kann ich mich genau erinnern. Der Nachbar – des war eine etwas exzentrische (angeblich gräfliche) Familie, wovon sie gelebt haben, weiß ich nicht. Aber sie waren freundlich zu uns (später durfte ich auch meinen Hasenstall dort aufstellen). Deren Haus befand sich jenseits des Flusses (der ansonsten die Hämmer der Schmiede antrieb). Es gab einen Steg hinüber, der später ganz kurz die Grenze zwischen der amerikanischen und russischen Zone darstellte. Aber das ist wieder eine andere Geschichte.  Bei dieser Familie durften wir waschen, d.h. deren Waschküche benützen. Den Platz als Waschküche zu bezeichnen, war etwas übertrieben, sie bestand aus einem beheizbaren Kessel, einem Waschtrog, aufgebockt, und einem Dach darüber, alle Seiten waren offen. Trotz geheiztem Kessel war’s ziemlich kalt und nass dort.

Am Waschtag trug man Holzschlapfen, um die Schuhe zu schonen, die dabei ziemlich durchnässt geworden wären, denn diese musste man immerhin schonen. Das Wasser zum Waschen schöpften wir mit einem Kübel aus dem Fluss (die Aist), wir heizten – mit mitgebrachtem Holz (selber gehackt) ein, und die Wäsche kochte in dem Kessel – mit einem Art Stock mit verbreitertem Ende wurde die Wäsche in den Trog gehoben, man musste aufpassen, damit man sich mit dem heißen Wasser, das von der Wäsche troff, nicht zu verbrennen und dort, im Trog, wurde die Wäsche gebürstet. Wir haben nie Wäscherumpeln verwendet.

Nach dieser aufwändigen Prozedur wurde die Wäsche in Kübeln wieder auf „unsere“ Seite des Flusses getragen – die waren ziemlich schwer, aufgrund der nassen Wäsche. Dort knieten wir uns an den Rand des abgezweigten „Mühl“-bachs und schwemmten die Wäschestücke einzeln darin. Dieser Seitenarm war nämlich aufgrund der Strömung, die für den Antrieb der Hämmer benötigt wurde, nicht zugefroren. Dennoch, das Wasser war sehr kalt, man bekam ganz rote Hände, wenn man hineingreifen musste. Die geschwemmte Wäsche musste dann wieder ausgewrungen werden, Aufhängen durften wir sie aber dann doch auf unserer Seite des Flusses. Kaum war die Wäsche aufgehängt, war sie auch schon gefroren.

Später wurden die Wäschestücke dann in unser Zimmer geholt, wo sie fertigtrocknen mussten und gebügelt wurden. Zuerst mussten die größeren Stücke ausgezogen werden, das erleichterte nämlich das Bügeln. Bügeln – naja das Bügeleisen musste mit einem Eisenstück – nach seiner Form oft als „Ochsenzunge“ bezeichnet wurde, das man im Feuer erhitzt und in das Bügeleisen geschoben hatte, „beheizt“ werden, dann erst konnte man Bügeln.

Verständlicherweise unterzog man sich dieser Prozedur insgesamt ca. nur einmal im Monat. Ich konnte diese Waschtage nicht leiden, denn erstens begannen sie zeitig in der Früh und da meine Mutter aufgrund der „Waschens“ nicht kochen konnte, gab es immer nur irgend ein recht einfaches Essen, das ich meist nicht schätzte, – wie z.B. Grieskoch (in Oberösterreich Schmalzkoch genannt, ob des vielen Fettes, das zu Produktion verwendet wurde).  

Im Sommer wäre das alles viel leichter gewesen, aber da hatte gerade der Krieg aufgehört, die Deutsche Armee hatte sich aufgelöst. Zuerst waren die Amerikaner einmarschiert, aber nicht lange danach waren sie von den Russen abgelöst worden. Da wurde vieles gefährlicher, selbst das Wasserholen aus der nahen gelegenen Quelle, aber auch das Nähern an den Fluss, denn die Russen fischten mit Handgranaten. Ich war dann schockiert, von den vielen toten Fischen, die mit dem Bauch noch oben den Fluss hinunter schwammen.

Da hatten wir dann andere Sorgen, als Wäsche zu waschen und zu bügeln.

Naja, Sie werden verstehen, dass ich die Waschmaschine und das Dampfbügeleisen außerordentlich schätze.

Mühevoller Haushalt in früheren Zeiten